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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
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und wurden dazu nur rittermäßige Leute genommen. Da-mals war Dithmarschen der Herrschaft des Bremer Erz-bischofs unterworfen. Mau sollte daher meinen, daß vondiesem unter Friedrich zum Vogte über solches Land bestelltsei. Indessen ist es fast wahrscheinlicher, daß hier unterVogt" eine eigenthümliche Dithmarsische Communat-Chargeverstanden wurde (es werden auch zuweilen die Kirchenvor-steher Vögte genannt), und zwar deswegen, weil in einerUrkunde äs 1281 (Bollen, Dithmarsische Geschichte 11.344)an der Spitze der Dithmarschenrnilitss ot uävooati" ge-funden werden (aävooati auch noch 1364, viä. unten). Esläßt sich nicht annehmen, daß der Erzbischof jetzt mehreVögte daselbst angestellt hätte, noch weniger aber, daß diesenihre Stelle hinter den inilitss angewiesen wäre. Ans die-sem Grunde möchte man den obigen 14-iäsrious aävooatusfür einen Dithmarsischen oder doch Holstciuschen Eingebore-nen halten, zumal da er, dem Obigen nach, zuerst im Ge-folge des Grafen von Holstein sich zeigt.

Uebrigens treten, wie in den allegirtcn Urkunden äs1265 und 1281, so auch noch 1286 (Hamb. Urk.-Bnch) inDithmarschen Adcliche, militss, auf, 1364 und später abernicht mehr. In diesem Jahre (viä. Boltcn oit. II. 359)ist dort nur noch vonaävooati et ooirsräss" die Rede.Alan snpponirt daher allgemein (vergl. Bolten II. 297 unddie da citirten Autoren), daß in dem bezüglichen Zeitraumeder Dithmarsische Adel ausgetrieben worden sei. Zu selbi-gem sollen u. a. die v. Buchwald, v. Rnmohr, v. Reventlowund v. Walstorf gehört haben.

Wie diese sich nach anderen Theilen Holsteins wandten,so könnte Friedrich v. Reimershansen sich unter die Flügelder Bremischen Erzbischöfe begeben haben, in deren Gefolgeer fortan mehrfältig erscheint, z. B. (viä. Hamb. Urk.-Bnch)in einer Urkunde äs 1286. (Derjenige Fridericus, welchernoch l365 als kratsr äouriui Ottouis äs Us^msrsllussuvorkommt, ist wohl ein anderer. Vergl. das Gut Ruten-stein.)

Judessen, erhebliches Bedenken erregt wieder der Um-stand, daß unser Fridericus bereits 1257 (Sndendorf, Br.-Lüneb. Urk.-Bnch), 1262 (Zevener Urk.-B.), 1268 (Hamb.Urk.-B.), 1276 (Sndendorf oit.) und 1284 (Vogt, Monum.I. 148) sich nebst lauter specifisch Bremischen Ministerialenin der nächsten Umgebung gedachter Erzbischöfe befand.Freilich solcher Platz würde für ihn, selbst als Dithmar-sischen Edeln, gerade nicht unangemessen gewesen sein, daDithmarschen, wie gesagt, damals zum Bremischen Erzstiftegehörte.

Trotzdem aber zumal, da sonst gar keine Ditmarscrim eben beregten Kreise angetroffen werden möchte ichmich doch fast mit Lappenberg, Erläuterungen zu LorichsElbkarte, pnA. 116 der Ansicht zu neigen, daß die Familiev. Reimershausen ursprünglich eine Bremische, und zwarKehdingsche, war (oas frühere Kehdingsche adeliche Gericht

Reimersmoor stand vielleicht zu ihr in Beziehung), und daßsie nur aus ganz besonderen Veranlassungen, im Gegensatzezu ihren meisten übrigen Landsleuten, so früh in höhereRegionen und unter die Erzbischöflichen Ministerialen getrie-ben wurde.

Unter letzteren findet man auch noch andere Mitgliederder Familie. So schon l288 Bcrtoldns de Reymcrshuscn(Zevener Urk.-B.), 1366 Otto dc Rcimershnsen (dieser aberin einer Gräflich Stotelschcn Urkunde, viä. Pratjc, Br. u.Verd. 5. 384). Noch 1438 erscheinen, unter denMannen"des Erzbischofs, Bertold und Basilius van Rcymershnsen(viä. Dithmarsisches Urk.-Bnch,. Michelscn).

Die Regesten des Archivar v. Post bringen: 1369kor. 4 post blativ. Nariae und 1314 äie blioslai: Ottov. Rcimershnsen, 1336, Juli 13: Usurious äs Ueiiusrsll.Eauonious Ursiu., 1337 Vigll. Uotri: denselben und Ottov. Reimersh., miiss, 1386: Reimar v. Reimersh. und seineFrau Beate Clüver.

2) Die v. Schwarte.

Oben habe ich einen Halike Niger angeführt, der 1265in Dithmarschen neben Friedrich v. Rcimershansen lebte.Vielleicht hat er mit diesem dieselben Schicksale getheilt undist mit ihm in's Kehdingsche gekommen oder mit ihm vonhier in's Dithmarsische (wie letzteres Lappcnbcrg LorichpnK. oit. annimmt). Da es mehre Familien Schwarte gab,oder wenigstens viele Personen dieses Namens in ganz ver-schiedenen Gegenden erscheinen, so ist es schwer, über derenCohärenz und eigentlichen Ursprung etwas Bestimmtes zuermitteln, zumal da (mir) überall die Wappen fehlen.

Schon 1263 waren Reimarus und Borchard NigerRathshcrren in Bremen. .4uuo 1328 Urkunden die Gc-vetter Albert, Knape und Bertelt de Swarte im Lippcschen(Mushard 118).

Die Schwarte saßen auch häufig im Rathe zu Stade.Zu ihnen gehörte Hinrich 1433. Ein anderer Hinrich,Rademan to Stade, seel. Angustin Schwarte, des Borge-mesters, Sohn" verkaufte 1493 für 85 Mark seinen Hof",belegen in dem Kirchspete to Hekethusen, in dem Dorpe thorWische" an die Vettern Balthasar, Segebado und Johannv. Marschalk. Ferner Hinrich S. (der vorige?), welcher1566 Otto v. Gehren im Stadcr Rathskeller erstach undDavid Schw. (1632 zum Rathsherrn erwählt), welchernebst seiner Ehefrau 1641 nicht weit von Stade bey Alto-nah im Wasser umkommen ist".

Im Kehdingschen war die Familie hauptsächlich in denKirchspielen Hamclwördcn und Balje begütert.

3) Die v. Gruben.

Auch dieser Name tritt uns schon zeitig mehrfach außer-halb des Landes Kehdingen entgegen. So nicht zu ge-denken der Gruben ans Grnbenhagen in Oldenburg (viä.Hametmann, Oldenb. Chronik, Vorrede) und am Rheine(hier mitHwei silbernen abgewandten Halbflügen im Wappen).

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