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Die Familie von der Decken : in ihren verschiedenen Verhältnissen dargestellt
Entstehung
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Renner drückt dieses so aus:

Do Gisclbertus to sinem Ende quam, do würd he mitKranckheit unde dem Steine beladen, darum moste he sick upeinen Wagen fähren lahten. Do setteden sick de Kedingersund andere Van Söven Dorpen aver dc Elve jegen ohn, dehe mit neuen dingen konde tho gehorsahm bringen. Do ver-sammelnde he ein groht Heer, mit hnlpe der Hertogen thoSaßen und Liinenborg, des Greven von Holsten und desStichtes Ridderschup tho Bremen, und qnam mit düßenheren gegen se tho Stade, schlocg öhrer Vele und finck ockVele, Berstorede dat ganze Land mit Nove undeBrande. Des bedrövede he sick sehre unde dede dar grotePenitenzie um, so de jennen tugeden, de in sinen testen Endeby öhm weren."

Wo waren bei diesen Affairen die neuen Kehding-schen Ritter geblieben, die der Erzbischof doch zu so großerDankbarkeit verpflichtet hatte? Nimmt man auch an, daß diesieben Holsteinschen Kirchspiele,welche mit den altenKehdingern gleichzeitig revoltirten, diesen, d. h. den unter-drückten Bauern, hätten zu Hülfe kommen wollen, so würdedann doch zuvörderst ein Kampf mit den eingewandertenRittern haben entstehen müssen, da wohl nicht zu glauben,daß diese ohne einen solchen ihre schönen, kaum errungenenGrundstücke wieder hätten verlassen sollen. Und wenn letz-teres auch der Fall, so würden sie sich dann doch dem Heereangeschlossen haben, welches der Erzbischof auf's Neue zurBezwingung von Kehdingen auf die Beine gebracht hatte.Indessen es wird ihrer gar nicht erwähnt, obschon des StiftsRitterschaft (zu welcher damals nur die auf der Geest ge-rechnet wurde; dieser standen allerdings schon einzelne Keh-dingsche Lehnspertinenzien zu). Möglich freilich, daß diefraglichen Ritter ihre Besitzungen in Kehdingen noch garnicht bewohnt, sondern hätten verwalten lassen. Aberhe vcrstörede dat ganze Land mit Rowe unde Brande".Daß solches geschehen, ließe sich gar nicht annehmen, wenndie Güter im Lande Kehdingen vorzugsweise den Rittern csu.gehört hätten.

Es könnte nun sein, daß erst in Folge dieser zweitenEinnahme des Landes Kehdingen dasselbe unter die Rittervertheilt worden wäre. Aber auch eine solche Snppositiondürfte bei Erwägung nachstehender Umstände unhaltbar wer-den :

1) Der Erzbischof fühlte sich dem Obigen nach

H Z» solchen Kirchspielen gehörten namenllich Langenbrock, Bishorst,Asflelh, Haselau, Haseldorf nnd Scestcr, welche zum Theile nicht mehr cristiren,sondern von den Fluthcn verschlungen sind. Sie lagen in der Krcmpcr undHaseldorscr Marsch fund nicht im eigentlichen Dithmarschen, wie Kobbe meint).

Bei dem in Rede stehenden Aufstande war der Ritter Hermann v. Ra-boysc» <cr erscheint schon in zwei Holsteinschen Urkunden äe 1286 als nrrnixer)Feldhanptmann der Länder Kehdingen und Krempe.

Kehdingen wurde damals wieder unterjocht, durch die entscheidende Schlachtvom 8. Sept. (wo?)

durch die Schlacht (vom 8. Sept. 1306, viä. unten die Note),durch den in Folge selbiger herbeigeführten großen Men-schen- und Land-Ruin, dergestalt betrübt und in seinem Ge-wissen beunruhigt, daß er noch auf seinem Todtenbette2 Monate nach jenem Ereignisse davon gequält wurde.Wie sollte es ihm da eingefallen sein, zu noch mehrer Be-schwerung seiner Seele, die wenigen übrig gebliebenen undverarmten Kehdinger Einwohner auch noch ihrer verwüstetenLändereien zu berauben und diese an fremde Ritter zu ver-schenken? Solche Schenkungen konnten jedenfalls nicht soschnell in den paar Wochen, die zwischen der Schlachtund des Erzbischofs Tode lagen, so umfassend und bün-dig vollzogen sein, daß der Erzbischof nicht im Stande ge-wesen wäre, selbige wenn die Gewissensbisse auch erstbeim Herannahen des Todes entstanden wenigstens größtenTheiles wieder rückgängig zu machen. Hierin lag für ihndas einzige Mittel, die durch ihn verschuldeten Leiden noch inetwas wieder zu lindern nnd sein letztes Ende zu erleichtern.

2) Schon unter Erzbischof Burchard Grelle (regiertevom 18. Juli 1327 bis 12. Aug. 1344) empörten sich dieKehdinger abermals. (Die speciellen Veranlassungen undMotive dieses, wie der früheren und späteren Aufstände sindleider nicht genau bekannt; ohne Zweifel muß mau sie indem althergebrachten Streben suchen, sich, wenn auch nichtdem geistlichen, so doch dem weltlichen Regiments der Erz-bischöfe, namentlich der Gräfenschaft und der Besteuerungzu entziehen.)

Der poetische Fortsetzer vorgedachter Historia, Lpiseo-poruin, gleichfalls ein Zeitgenosse und wahrscheinlich ein Mit-glied des Bremer Domcapitels, berichtet darüber Folgendes:Hosts» silii (dem Erzbischofe) eonsitant tsrrarn Ksclin-

Aornni,

()ui trau» Ostirin inrizitant, estum.

Ot rodsllss secksant, st sxsinplo llorunr^Itzensss rssaloitrant, gni spsetant aci lornin.krssnlis incknstria, incrliAnos eonknclit,t^rnns et potsntia, ipso» oirsuineluclit,

7»rcen<7r't et vulnsrat st enckit.

AIs onin viris psrtrckis »srioss luclit.

Oontra ipso» sonKrsAat plnriinos arinatosKaxonss, Ditmarsos, IVsstpIralos, Rolsatos,

?ortitsr extsrnnnat visos alociisato».

Linis oastris okzsickst stristins artatos

soinparat sunin per arAentuinsonstrnit korts innninrsntuin,

Dt viris rskisllieis »int in ckstrinrontuni,rVs oizenckisntilins tnturn knleinrsntnrn.

OastrurninXsck^nAia,, quock sckilieavit (Kiek-in-de-Elve),Turizn inaliAnanoiurn protinns vastavit,act/rue vrtrrrin »remo