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begehrte, sagte sie, solche verbrannt zu haben. Er ist jederzeit mit Ehrfurcht angefülletgewesen. Gott erbarme sich seiner Seel und Leib.
Bei nun Ablauf des Jahrs empf. Euch und die Enrige in Gottes Schutz zc.Euere liebe Tochter Lotte werdet Ihr gesund angetroffen und glücklich überwachthaben, ich küsse sie und Frln. Ncttche in Gedanken ze., behaltet mich lieb und glaubet,das; zeitlebens sein und bleiben werde meines lieben Bruders ergebenste Dienerin
Eichen, 23. Iibr. 1738. A. v. Aussen,,
Des Kammcrherrn Karl Christian Kinder:
1. Maria Elisabetha Aiignsta, geb. 9. Aug. 1730 zu Mannheim, verm. im
Febr. 177!) mit dem knrmainz. Kammerhcrrn Franz Kvnrad v. Nevcn.
2. Joseph Karl Theodor, s. unten.
Beider Mutter, Sophia geb. Freiin v. Dalberg, blieb bis zu ihremam 21. Januar 1798 erfolgten Tode in Mannheim in ihrem daselbst 1733für 5833 st. erkauften (in der Bensheimer Gasse im Quadrat 100, Nr. 10 ge-legenen) Hause wohnen.
Joseph Karl Theodor
Freiherr v. Eberstein, grherz. frankf. Staatsministcr,
der einzige Sohn des nach so langjähriger Einsperrung im Kloster zu Wein-heim am 22. Febr. 1795 gestorbenen knrpfälzischen Kammcrherrn Karl ChristianFreiherr» v. Ebcrstcin, wurde am 12. Aug. 1731 zu Mannheim geboren, zweiJahre vor der rechtlosen und gransamen Einsperrung seines „als gestörten Ge-müths" behandelten Vaters. Er hat sonach seinen Vater gar nickt kennen ge-lernt. Karl Thcodor's Pathc und Fürsorger war der Kurfürst Karl Theodorvon der Pfalz-Nenbnrg und später, seit Ende 1777 auch Kurfürst von Bayern;wie auf Karl v. Ebcrstcin, so hatte der Kurfürst schon ans den 1702 JMrälteren Vetter Karl's, den Sohn des Frcihcrrn Franz Heinrich ».Dalberg seinebeiden Namen Karl Theodor übertragen. Am Hofe des Kurfürsten nun er-zogen, wurde der „bisherige Edelknabe Karl Freiherr v. Eberstcin" mit seinemerreichten 19. Jahre kraft des nachstehenden kurfürstlichen Reskripts A er essistans der adligen Bank bei dem knrpfälzischen Hofgcrichte:
An ünrpfillz. tjofgrricht, de» dem üarl stwcihrn. von Eversten, gdgst. gestattete»
dortige» Nathp-aeevss betr.
.Hsrsnissimus IZIsetar! Gleichwie Sc. Kurfürstl. Durchlaucht auf unterthiiuigstesKapplisireu des bisherige» Edelknabe» Karl Frcihru. von Ebcrstcin mildcst be-wogen worden sind, demselben den -roesss bei Kurpfälzischcm Hofgcricht auf der adeligenBank gnädigst zu gestatten; als wird es erstbcu. Hofgericht zu gemäßer Verfügungund Beobachtung andurch gnädigst ohnvcrhalten.
München, den 12. Scp. >783.
Varl Mmoclor Kurfürst. vt. Fl), von Obcrndorff.
Act nmuclatnm Lsreuissimi Domiui üllsetoris proprium Schmitz.
Nachdem der Kurfürst 3 Jahre später, am 1. Jannar 1783 ihn zu seinemKämmerer ernannt und ihn unter dem 3. Mai desselben Jahres für groß-jährig erklärt hatte, beförderte er ihn schon im folgenden Jahre, am 15. Sept.1784 zum wirklichen Neubnrgischcn adeligen Regierungs-Rathc mitSitz und Stimme. Die 3 bezüglichen Dokumente lauten:
»«erst für den tiarl Fehn,, von Eversten, nw gnädigst ernannten ünrfrstl. tinmmrrcr.
Horeuissimns IZIsetar 1 Indem Seine Kurfürstl. Durchlaucht den K a r l rc y h er r nvon Eberstcin in gnädigster Rücksicht seines erprobten altadeligeu Herkommens, dannsonstig guter Eigenschaften zu Höchst Dero Kämmerer unter heutigem Datum zu er-nennen mildest geruhet haben; als wird ihm solches durch gegenwärtiges höchstcigeu-rzcicimetes und mit dem größer» geheimen Signet ausgefertigtes Dekret in
händig unterzeichnetesknrfrstl. höchsten Gnaden zugesichert.
Karl Theod. KurfürstAst manclatum Hörsums!»,! Oomiui lülsstoris propriu».
München, den 1. Jäucrs 1783.
B. L. Kirstner.