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Folge 5 (1885)
Entstehung
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kehrte er in seine Heimath zurück und verheirathete sich im Dez. 1815 mitMarianne Wilhelmina Rosina Elisabeth geb. Schneider (geb. 17. Dez.1796, -st 27. Nob. 1849 zu Schönefeld), Erb-, Lehn- und Gerichtsherrin,Kirchen- und Schulpatronin ans Schönefeld bei Leipzig, Brachstedt undAltrotha bei Halle a. S.

Kinder: 1) -st Marianne Ulrike Franziska, geb. 27. Aug. 1816, -st 2.Okt. 1837 zu Schönefeld.

2) Klara Hedwig, Herrin auf Schönefcld, geb. 2. Nov. 1817 zu Schönc-feld, bereiste Kleinasien, Ostindien, das nördl. Afrika und Südamerika.Ans den genannten Welttheilcn hat sie Naturalien und Erzeugnisseder verschiedensten Art mitgebracht und in ihrem neuerbanten Schlossezu Schenefeld aufgestellt. Eine Sammlung manchfacher auf die Eth-nologie und Kulturgeschichte bezüglicher Gegenstände übereignete siedem Museum für Völkerkunde in Leipzig. Die Ehrenmitgliedschaftwurde ihr verliehen 15. März 1874 vom Vereine der Freunde fürErdkunde zu Leipzig und 31. März 1875 von dem genannten Museum.Mit der Kriegsdenkmünze für Nichtkombattanten am deutschen Bande,sowie mit dem Erinnerungskreuze am sächs. Bande für 18701871wurde sie für den in dieser Zeit bewiesenen Wohlthätigkeitssinn undihre Sorge für die Verwundeten dckorirt.

3) -st Thosmann Botho, geb. 9. Juni 1819, -st 1. Juli sj. a.

4) -st ein 2. Juni 1820 tot geborner Knabe.

5) -st Guido Adalbert, geb. 18. Aug. 1821, -st jung.

9. -st Charlotte Albertine, geb. 6. Januar 1789 zu Dresden, -st 23. Dez.1871 ebendaselbst als Witwe des k. russ. Rittmeisters a. D. Karl v.Ehrenthal.

10. st George Rudolph, geb. 2. Apr. 1793 zu Dresden, machte die Kampagne inöstr. Diensten mit; darauf ließ er durch seinen in englischen Diensten beidem 60. Reg. stehenden Bruder Ernst den Herzog Wellington um Auf-nahme in dasselbe Regiment bitten. Mittels Schreibens v. 25. Aug. 1813stellte der Herzog ihn als Fähnrich an; allein infolge der Kriegsereignissekam das Patent zu spät in seine Hände, so daß er bei erfolgtem Wiederaus-bruchc des Krieges nicht wohl seinen Abschied aus östreichischen Dienstenfordern konnte. Diesen Umstand ließ er dem Herzoge durch Ernst dar-legen, der ihm dann die Bitte, die angefangene Kampagne im östreichischenHeere mitzumachen, mit den Worten gewährt:Es ist gleich, ob Ihr Brudermit den k. großbrit. oder k. k. östr. Truppen für das allgemeine Wohl vonEuropa fechtet, nachdem England und Ostreich gleiche Zwecke haben."Während des Krieges von 1813, 14 u. 15 wohnte er den Tagen vonDresden, Kulm, Naumburg, Leipzig, lZrisnns, llro/ss, Uar sur ^.ulm undUaris bei, wurde in den Berichten über die Operation bei Dresden unddie Schlacht bei Leipzig wegen seiner Haltung namentlich aufgeführt, hatteaber das Unglück, bei Leipzig gefangen, indessen bald darauf wieder ausder Gefangenschaft befreit zu werden; auch wurde er im Laufe dieser Kam-pagne zweimal schwer verwundet. Nach dem Kriege stand er als Ober-Lieutenant bei dem 1. Feldjäger-Bataillon in Salzburg. Ende desJahres 1818 wurde das Jäger-Bataillon nach Prag verlegt. Von hier auswurde George versetzt nach 0sja in Mähren zu dem Schwarzenberg.2. Ulanen-Reg., und zwar mit Vortheil, wodurch der Neid von einigenKameraden erregt wurde, die ihn zu Duellen zwangen. Als er infolgedessen auf Befehl des Kaisers abermals mit Vorthcil nach Troppau ver-setzt wurde, erwarteten ihn hier dieselben Widerwärtigkeiten: vier Duelleauf Säbel gingen dem letzten Pistolenduelle vorher, in welchem Georgeseinen Tod fand.