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Folge 5 (1885)
Entstehung
Seite
277
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im Jahre 1500 an das Stift Wttrzburg, jedoch unbeschadet der Ansprüche derWitwe nnd der Lehns erben Peter's v. Eberstein.

Auf Erfordern des Bischofs Lorenz stellte Margaretha >4. Febr. 1500einen Vcrzichtbrief ans das Schloß Marktstcinach aus nnd machte sich ver-bindlich, im FM ihr Vetter Thun gen, dessen Erben oder derjenige, dem ersolche Gerechtigkeit zuwenden würde, dieser 1400 Gulden wegen ganz oder zumTheil in Anspruch genommen würde, diese vertreten und ganz schadlos haltenzu wollen. Siegler: Hans Schenk, Ritter, nnd Hermann v. Saunshcim,Bruder und Kurator der Margaretha verwitwet gewesenen v. Eberstein.

Hiernach zog Bischof Lorenz das Schloß Marktstcinach nebst allen Zu-behörnngcn als heimgcfallcnes Lehn ein, da Lorenz v. Eberstein 1. Dez.1480 ohne männliche Nachkommen gestorben war und Hcinrich's v. EbersteinSöhne: Hans, Simon nnd Philipp (ihr Bruder Karl war 1496 gestorben)sich nicht zur rechten Zeit bei dem würzbnrgischen Lchenhofc zu diesen Lehengemeldet hatten.

Peter's Tochter:

ilrsnla, 1497 noch unmündig, Venn, mit Wolf v. der Tann, Beide Eheleuteverkauften 26. April 1521 für 50 fl. rhn. dem Dechant und dem Kapiteldes vor der Würzburger Stadtmauer gelegenen Stifts St. Johannes zu Hangden Theil ihrer Besitzungen zu Rottcndorf, den sie von Hermann v. Seyns-heim geerbt (Gesch. 272. Nr. 158).

Karl zu Marktsteiuach,

1398 mündig, st 1449 (der 4. Sohn des 1394 st Eberhard von Eberstein),gräfl. henncbergischer Rath, verm. I) mit dl (st vor 1430), des Jring Zollnerv. Rothenstein nnd der Sophia geb. v. Grumbach Tochter (Biedermann, K.Steigerwald. Tab. 214); II) mit Margaretha, des Ritters Karl Truchseßv. Weyhausen Tochter (Gesch. 621 n. 617).

Bei der brüderlichen Theilung erhielt Karl u. a. die Hälfte des SchlossesMarktsteinach und war Mitbesitzer der Eberstein'schcn Güter zu Hof-Bieber(1404), Klein-Sassen, Gerhards, Langenberg, Laugen-Bieber nndzu der Breite (1405), des vom Stifte Mainz lehnrührigen Hofes zu Sund-heim an der Rhön (1413), der Güter zu Burglaner, Nicderlauer,Wittichhansen (1419) und des Schlosses Auersberg (1419).

Seine erste Jüan besaß die Hälfte des Schlosses zu Burglauer. Nachihrem Tode verkaufte Karl 8. April 1430seinen halben Antheil" an tem ge-nannten Schlosse mit allen den Rechten und Zubehörungen, wiedas ihm vonseinem Weibe seligen worden und gegeben ist", für 1000 fl. rhn. an dieGebrüder Anton und Hans v. Brunn.

1414 kaufte er von Eberhard Fuchs von Schweinshanpten >/z des Zehntenzu Greusingshauscn und Beyern für 100 fl.

Von Hans v. Abersfeld hatte Karl die Kemnate nebst Banmgarten zuA bersfeld und einen Hof daselbst 1442 pfandweise inne. Hier stand ihm aberauch außer 10 Artäckern noch die Hälfte des Zehnten zu, welche er seinenSchwägern Jorg, Kunz, Hans und Jorg Zollner, die sich für ihn nnd seineFrau Margaretha gegen seinen Schwiegervater Herrn Karl Truchseßwegen 440 Gulden verbürgt hatten, am 26. Mai 1443 als Pfand einsetzte.

Am 8, Juli 1443 verkauften Karl und Margaretha, Eheleute, ihrVi ertel des Zehnten zu Ellerbach an ihren Schwager Balthasar v. Wcnkheimfür 300 fl. rhn., und am 24. April 1444 verpfändete er >/z Zehnt zuWaldsachsen und '/^ Zehnt zu Greusingshauscn dem Kunz Zollnerfür 110 fl.

Am 24. Febr. 1445 verkauften Karle v. Eberstein zu Marktsteinachund Margaretha, seine eheliche Wirthin, mit Rath ihrer Vettern ihren Theildes Zehnten zu Abersfeld im Dorfe und im Felde, es sei Getreide, Heu,