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Sachsen herbei und ihnen voran erschienen die dort schon bekannten Cistercienser; für sie war es eingesegnetes Feld der Thätigkeit, ganz ihren Wünschen entsprechend:
iZsneclietu8 nrantss, Lsrnaräns (von Listörcinm) vallss amadat.
Als inaisoras, ineensores und exstirpntorss zogen sie in den Wald und fruchttragende Hufenerwuchsen in der Einöde unter ihren Handeln Das Dorf Bast mit der Wüstenei und den Ucber-schlagsackern 2) des KamekcbcsitzcS (und der CöSlincr Feldmark!) war ein Geschenk des BischofsHermann von Camin an das Kloster Dargun (1288), kurz vorher hatte er dieses Dorf und denSee vom Benedietiner-Nvnnenkloster zu Colberg wieder eingetauscht; vcrgl, Matr, Bast (1288),Nv, 1 n, P. U, 1068 (1277) u. 1468 (1288).
Es sollte der Nythcncbach die Grenze für die Mönche sein, aber streitig machten die Kamekeihnen den Overslag, welcher nördlich des Baches lag, lim hier jedoch nicht in Abhängigkeit vomKloster zu stehen, verzichteten die Kameke ans ihre Rechte; das schöne BarchminShagen (gleichfallsnördlich des Baches) jedoch ließ man nicht den neuen Nachbarn, wenn man auch dulden mußte,daß in der Nhthcnemühle (zu Cordeshagen an der Varchminshagener Grenze, vergl. Not, 43 n, 44,Seite 36) der Mönch die „halbe Wietze" nahm, weil er Verbriestes Recht ans die halbe Wasserkraftbezw, den halben Nythcnebach hatte. Die Amtsdörfer des Amtes Bast (Domaine Casimirsbnrg beiCöslin, vergl, Brüggemann Pommern) bestimmen die Ausdehnung des Cistereienjer Klostcrhofcs.Die Südgrcnzc bilden unsere Kamckelehngüter im 14, Jahrhundert mit dem Sverslag (bei Wvlss-hagcn). Diese Lehne sind es, welche unter dem „Walde" an der Nizene zu verstehen sind, eine Be-zeichnung, wie sie noch im 16, Jahrhundert gebräuchlich ist. Wir können deshalb diesen Wald mitRecht „nnsern Wald" nennen, denn schon seit 600 Jahren weisen „wir Kamele beider Linien" nach,daß „unsere" Vorjahren diesen Wald von Hennekenhagcn bis Strcitz, von Fnnkenhagen bis Nassowbesessen haben. Unter seinem Schutze lagen die Wohnsitze, die Herrenhöfe, die Acker- und Bauern-höfe, in seinen Gehegen jagte man das Wild, wie es heute noch den Jäger erfreut, und eine Zierde,ein Schatz unserer Familiengüter ist es, „nnsern Wald" unser Eigenthnm zu nennen.
Nördlich beginnend bei der Basier Grenze, dort zu VarchminShagen gehörend, 3) westlich beiParnvw im Heidenholz 4) Varchmincr und weiterhin Bizikerrevier, schließt sich im Süden der Eratziger
2) Ovcrslag, d, i, daS Uebcrmaß bei der Ncuvcrmessung einer Feldmark zum Zwecke der Stcucrcin-schätzung (Landcsvcrtheidigung, Gcrichtsgcfälle ?c.). Solche Ucbcrschlagsäckcr hatte deshalb jede neuveriticssciieFeldmark, Die Cistereienscrmönche ließen sich bei ihren Knnfnrknndcn vom Bischof (gelegentlich dessen Bestätigung)ausdrücklich die neuen Besitzungen frei von jeder Ncuvcrmessung »ereigne»; die Ucbcrschläge wären sonst freiesEigcnlhnm des Landcsherrn gewesen. — Die deutsche Ncuvcrmessung setzte Grenzlinie fest, und nennen die Ver-träge (c, 1366) Grenzen neben dem Flächenmaße — früher nur die Flächenmaße allein (cfr, 1263 Kameke a. Usedom).
s) Das beschriebene Waldtcrrain lag bis zum Abschluß der Waldseparntion 1868 im Gemenge. DieSeparation hatte 25 Jahre gedauert; ihr Zweck war die Servitute endgültig aufzuheben und die Bauern imWalde abzufinden, wie es auf der Feldmark und iu den sonstigen Gemeinheiten bereits geschehen war, entsprechenddem Edict von 1811, Die Güter Cratzig, Narchmin, VarchminShagen, Bizikcr, Kothlom erhielten scparirte Kavcln.
4) Der Name Heidcnholz kommt auf sehr alten Karten (1666) schon vor. Das Holz lag bei den Wier-chäumcn (wendischer Wortstamm) an der Parnower Grenze. Es ist in Frage zu stellen, ob die schon 1366 imColberger Lande angesessene Familie Hepbebreck nicht ihren Namen mit diesem deutschen Wortstamm (Heided. i. Versteck, Schlupfwinkel; Iivcl? Verb, englisch) vcrbiudcr. Man „brach" nämlich nicht die Haide, sondern machtedie Wüstenei (sniitnäo) urbar, s. o,; dagegen brach man Burgen ?c. Auch die Heide» (Nichtchristcn) nannte manin katholischer Zeit urkundlich Wenden oder allgemein inüclsles, z, B. episcop. in park, inkicisi. Die gekreuztenHaidcguästc (?) im Heydcbrcckwappcn deuten auf die Lanzcnschäftc, welche zu ihrem Schutze unter der Lanzcnspitzedurch Umwickcluug des dünnen Holzes geschützt waren. Man vergleiche eine Waffcnabbildung eines geharnischtenRitters mit dem Teufel durch Albrecht Dürer; Daheim, Abbildung 1892. Albrccht Dürer war Meister der Be-fcstigungskunst und Waffcnkundc, Es kann deshalb die Darstellung unserer Kamcke-Spieße niit einer Verstärkungüber der Eisenspitze nur sachgemäß sein, wie auch eine Bandumwickclung auf verschiedenen älteren Kamcke-Wappcn zu erkennen, aber seit langer Zeit nicht mehr in der Familie Kameke üblich ist, vcrgl. MülverstedtKamerik und König Knmnik, Seite 169.