Druckschrift 
Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
Entstehung
Seite
39
Einzelbild herunterladen
 

39

den Brief ihres Vaters Teßmar -406.- und werde» (1562) zusammen mit Fanstin -413.- undMartin -412.- belehnt. Für die Strachminer -403.-404.- Kamele, die Söhne des Lazarus,tverden überhaupt keine Lehnbriefe weiterhin ausgestellt (f 1613 e. ledig, im hvhen Alter von einigen70 Jahren). Die Cordcshagener (Lassener) Söhne und Enkelkinder des alten Paul -202.- werden(1564) gleichfalls in separirtcm Briefe belehnt. In späteren Jahren 1575 und 1606 wird in gleicherArt Verfahren und auf diesen letzten Fall „zu Herzog Franz' Zeiten" beruft sich die churbrandcn-bnrgsche Lehnskanzlei (1665). Als nun von der Familie Kameke in althergebrachter Art der erneuteAntrag gestellt wird: „weil auf jeder Seite mehr als 20 lehnsfähige Vettern stehen, nur einenLehnbricf zu gewähren" — kämmt diesem Begehren die Lehnskanzlei dennoch nicht nach. Sicwiderspricht aber nicht und erkennt daher die Stammesgemcinschaft beider Linien an, indem sie diewechselseitige Anwartschaft der beiden Linien ans die alten Stammlehne in den Lchnbriefen hervorhebt.Unsere Lehnsaeten zeigen noch heute die Ordre Friedrich Wilhelm des großen Kürfürsten <16. Potsdam,den 13. Oetober 1687: „daß den sämmtlichcn Kamele die gcsammte Hand ihrer Lehne zu geben sei."

Es wird nun auch die wechselseitige Lehnsfolge » o) der beiden Linien in ihren speziellen Lehnenanerkannt bis in die neuste Zeit.

Der Kaiiitkr Amiim und Wappen.

Diese wiederholten Aeußerungen der Familienglicdcr beweisen die bei den Kameke seit Hundertenvon Jahren bestehende Auffassung, daß beide Linien eines Stammes sind. Die Lücke um 1450 c.verschwindet, weil die Cordcshagener -201.- urkundlich den Nizenen - 66. -(1467) lehnSverwandt sindund wiederum die Cratziger -402. - und die Strachminer -401.- (Lazarns)-Linie, beide später (1524)gemeinsame Lehnsverbindnng haltend, alte Lehne der Bnblitzer - 57. - (Craziger) von 1428 bis zumheutigen Tage inne haben. Die Trennung der Wappen -17—39.- um 1300—1386 (Bock undAdler) kann nicht einen gemeinsamen Stipes ausschließen. Eignet man sich endlich die viel vertretene,aber hier nicht erwiesene Ansicht an, daß die „Wapen" nur willkürlich gewählte Heer- und Schild-zcichcn5 7) seien, so kann der Adler des Vogt Conrad -39.- und des Peter -41.- (1386) schonvor dem Aussterben von deren Deseendenz verschwunden und das Wappen ihres Vetters Carz (1386Bock) beibehalten sein. Eine Resolution s 8) der Familie, „daß die Kameke fortan gemeinsame Feld-zeichen führen", wäre dann in dieser ereignißreichen Zeit zu Ausgang des 14. Jahrhunderts ge-schlossen worden. Den naturgemäßen Anlaß hierzu hätte möglicherweise der Vertrag des deutschenOrdens mit dem Vogte Konrad Kameke, 1389. März 13. oll <1<zm Inwo 8tnms, gegeben, welchem10 Kameke, 1 Kleist-Dnbberow, 1 Schmeling-Parsow, 2 Ristow beitraten.»») Die Kämpfe dieserKameke ans der Seite des Pommernherzvgs BogiSlaf VIII. von Stolp gegen den Orden schließen

!>k) Vergl. (1795) Mai 1v. Stettin. Allodifieationspromcmorin des Lehnssccrctär Zitclmann wegenHohenfelde. Ein von dem Domprvbst von Wißmann selbst verfaßtes Promeinorin (1802 Fcb. 25. Hohenfelde) andie Vettern der Varchminshagcner Linie wegen deren Relnitionsrccht weicht in verschiedenen Dcductioncn ab.

5 7) Vergl. Kratz Fam. Kleist II. Th. p. 210-213. Selten wnrde der einmal angenommene Gcschlechts-namc, häufiger das Wappen geändert; vergl. S. 18 n. 20.

s 8) Ein Beschluß der Familie ähnlicher Art aus neuerer Zeit (1870) ist, daß der Familienvcrband sichdafür entschied, den Namen in der ursprünglichen deutschen Form (unter Fortfall des neuerdings häufig ein-geschobenen -c- vor dem k) zu schreiben: Kameke; vergl. llrk. 1307.

s a) Wir Peter Kamkc -41.- von Rckow, Tcssim Kamkc -48.- von Todinhagcn, Tesmar Kamkc -58a.-von Gisekow, Pelir Kamkc -33.-, Hern Tessils son, Bispro Kamkc -46.- von Strachau)», Henrich Kamke -63. -von Wcnthagen, Tesslow Kamke -35- von der Nessec, Teßmar Kamke -64.- von Strachau»», Tesmar Kamkc-70.- von Drcefen, Clauscs Kamkc -71.- Drcfec», Tcssin Clcst von Dobrow, Echard Smcling von Parssow,