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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
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Prämonstmtcnscr-Abtci mit dcm Namen Pudagla errichtete und von seiner alten Heimstätte Grobebei Usedom dorthin übersiedelte. Unsere Familie nimmt im vierzehnten Jahrhundert nach ihrem altenSitze Kamele einen gemeinsamen Familiennamen an, welcher schon (1307) eine „rein deutsche" Wort-cndnng s) führte in dcm Worte Kamele.

Der Vater jenes oben genannten Peter Kamele ist lZisxrnus ennisiniius - 13. - «). Es stehtzu vcrmnthen, daß er der Ahnherr des heute blühenden Geschlechtes von Kamele ch sei, dessenName Barthold I. p>. 521 und III. p. 02 von dcm Titel seines Ahnherrn, dieses Lispimns onmernrinsableitet. Er erbte s) als naher Verwandter, nach den Angaben Klempins im Pvmm. Urk. B. I. p. 190,das Gut Kamele, von welchem sein ältester Sohn Peter den Namen Kamele übernahm. Peter führteden Adler als Wappen, den seine Sohne beibehielten. Tie anderen Söhne (!) des BiSpraus be-nutzten den Bock als Wappcnthier und nannten sich nach ihren Wohnsitzen Strachau», Nizcnc,Bonin mit einem Zusätze „ghcheten Kamele." s) — Ein Zweig erwirbt die Blühte zu Streitz

s) Dcn Worlstamm Kam auf cin deutsches Stammwort Cham „Hcimath" zurückzuführen, ist unwahr-scheinlich; näher liegt cS, das wendische Wort Kamp „Stein" als Grundform anzusehen.

«) Bispraus (1255-1238) P. U. I p. 19l und folg. erscheint stets ohne Zusatz (Familienname) nur mitseinem Titel in den Urkunden benannt, niemals erkennt man einen patronymischcn oder einen aus einem (Erb-)Amte entsprungenen Beinamen, auch fehlt stets die später übliche Ortsbezcichnung (nach Heimath oder Besitz).(1280)°) schenkte Bispraus sein bischöfliches Lehngut die Krünc (bei Lustcbuhr) an das Kloster Colbcrg, welchesdort schon alte Rechte hatte. Als Nachkommen und als des Bispraus Verwanvte (durch Hcirath, wie?) sindnnn die (1822 transs. 1125) b) benannten Urkundenausstellcr anzusehen; Vessemarus äs IZonzm, Östrus äs Irmnsks,lessanus äs Ltraestsmvn, üosslans äs Xzäsens - 17—20 Tesslaus äs Leveränrsen - 16a - militss, ebenso wiedie Antheilbcsitzcr in Krüne die Gebrüder; Uz'reslans äistus 01äendorclr st snns krater I'sssswer ose non eorumlisrsäss - 15a und k -, welche Verzicht leisten auf ihre Anrechte.

7) ?aulns LnFservit?:, iunior Xrvsntss, ?etrus xntlcamer, Lsrwlaus 0snäsrist militcs nsstri (IVal-äsmar 1313) st Vsnxlaus äietus pnxstnl .. in Stolp, — pntstamer, xoästols, poässüssls polnische Amtsbezeichnungfür snbeÄMsrarins (Untcrkämmcrcr), snbäapiker (llntertruchseß) und subpineernn (Untcrmundschcnk) vergl. vonWcdcll llrk.-Buch II. Thcil p. 69 not. und Kleist II p. 65 nach Kratz und Quandt.

8) Bispraus war bei Camin, Treptow, Colbcrg und im Lande Schlawe angesessen; cfr. P. U. I p. 193Text. Barnim I., dessen Kämmerer Bispraus war, führte (12661 gegen Mcstvin II. (st 1295) einen Krieg bisnach Stolp, welcher in den Landen Schlawe und Belgard große Bcsitzvcränderungen hervorrief. Die Vasallendes Herzogs Barnim I. erhielten ausgedehnten Besitz dort. Das Kloster Bukow (als eine Filin von Dargun,gegründet 1252) >) nahm herrenloses Eigcnthum bis 100 Mark an sich, mit Genehmigung des päpstlichen Car-dinallegaten Guido. Mcstvin II. (sein späterer Kanzler war Swenzo) gab das Land Bclgard (1269) den Askaniernnnd empfing seine anderen Lande von ihnen zu Lehn. Hierdurch zogen die Marler und ihre Edclleute (Wedele,Redcrn :c.) dort cin. Wann die Wedeln, Sapniz, Spcninge (sämmtlich Märker!) nach Bublitz kamen, ist nichtbekannt. Sie sind (1339) in Besitz von drei Viertel von Land und Stadt Bublitz, welches sie an Bischof Friedrichvon Eickstedt verkaufen, nachdem wohl (!) ihre politische Mission, an diesem Orte dcn Märkcrn die Heerstraßenach Osten frei zu halten, erfüllt war. Daß die Wcdcll :c. in das Grcnzland Bublitz durch ihre Verbindungmit ihrem gleichgesinntcn dort nahebei heimischen Genossen, dcm Swenzo, kamen, der mit seinen Söhnen nach desHerzogs Mcstvin Tode (st 1295) die Herrschergewalt unter Schutz der Askanicr an sich nahm, — ist näher liegend,als daß bereits Bischof Hermann von Gleichen (st 1288s.), selbst ein Verwandter der Askanier, diese märkischenFamilien sämmtlich mit sich brachte; Bublitz war noch nicht eine brennende Frage. Beim Verkaufe (1339) istMetsicho (vergl. Metzigo, Untcrkämmcrer zu Stolp 1284—1299 P. ll. III Bd. reA.) als Antheilbcsitzcr der ver-kauften drei Viertel benannt, und darf man deshalb schließen, daß dieser Mctsigo, die Kamcke und Bartus die„Urcigcnthümcr" vom Lande Bublitz waren.

s) (1355) <0 teslnvus äfslns Oam^eü morans in Dlit^sna -19 - miles. (1451) °) Oiäs petsr äs raäer - 67 -nnäs Lz'sprmvs - 31 - mn ?ons Aüeüsten äs Xamestsn rvonnastisü to äsr lMsüsns.

Quellen; «) P. U. 1172 u. 1028. >>) Colbcrg Domcnp. 57. °) P. U. 552. <>) Colbcrg Stdt. No. 51.-°) Colbcrg Stdt. No; 146.