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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
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Bischof von Camin die Stiftslande bei Colberg erwirbt, finden wir dort die Ahnherren der Kamelenebeil dem der Borken, Kleiste n, a. Bei Bublitz liegt ein Ncsekow — Besitz der Kamele ^ ch —bei Colbcrg ein Nezenafsowe ^ sf ^Borkenbesitz) oder auch Nesenaslowe benannt (BartnSniger- d, i. Klcist-später als Napbnrg, Nasfolv — Besitz des Conrad Kamele er. — Diese Drte, welche schon vor1300 diese Familien inne haben, bezeichnen den alten Sitz der benannten Edellente (nunmehr schonseit ca. 1242 VÄSolli, militos) als ein altes freies Eigenthnm (praprietns tlinäil 4 s) durch dasWort Neze, Kniaz, Kneze, Kncse d. i. Priester, Herr und Fürst. 4?)

dcm Gollenberge bei Cöslin stand eine einträgliche Wallfahrtskapelle. Es war ans dem Gallen seit jeher nichtgeheuer und deshalb legte man das Gotteshaus an. Diese Kapelle ist (1278) dcm Kloster Cöslin als eine derwerthvollsten Gaben bei dessen Stiftung verliehen worden.

4 4) Bei Gerfin liegt die „wüste Feldmark Nesckow". Gerfin (Grevcnc) war (1428) Knmcke-Lehn, schon(1389) wurde es, obwohl nicht namentlich benannt, den Kamele in der Bublitzer Verkaufsurknnde rescrvirt, f. n.

4 5) Nezcnafsowc und Nesenaslowe sind Antheile der Feldmark Nassow, beide Antheile liegen auf dcmlinken Ufer der Radn und grenzen mit Schetcrow bei Pnstchow.

4 K) Vcrgl. Kratz Fam. Kleist II. p. 65 und p. 39 und Barthold I. p. 485 u. a. n. o.; wegen slavischcrWortableitung: Baltisch. Sind. 1882-83. Slav. Streifen. Dr. Bellersdorf. Es sind bis jetzt noch keine Nach-forschungen angestellt, ob man diesen drei Geschlechtern einen gemeinsamen Ursprung zuweisen kann. Die Nach-barschaft bei Colberg (vor 130V) und an der Polnischen Heerstraße legt es nahe und umsomchr, weil diese Be-rührung auf der Insel Usedom und bei Camin ebenfalls vorliegt. Wie häufig werden diese drei Geschlechter inden Hcrzogsnrknndcn nebeneinander aufgeführt, als Zeugen in Begleitung des Herzogs; hierzu vergl. P. U. I.p. 191-196 notatnm. Kriegszügc Barnim I. Erst im 14. Jahrhundert traten die Kamele sodann häufiger mitden Swcnzo und Pnttkamer in Berührung. Während die Borke sich nach Westen (Treptow) wenden, bleibenKamele und Kleiste im Stift.

4 7) Es ist erforderlich wegen der besseren Verständlichkeit des folgenden Abschnittes, bezüglich der Christiani-sirung unsers Pommcrlandcs durch die „drei großen Mönchsorden" zu bemerken, daß der PrämonstratenserOrden (Bischof Norbert zu Magdeburg) seine Bekehrung, welche stets einen politischen Charakter trägt (Kreuz-zug gegen die Wenden 1147, vergl. Winter Prämonstratenser), auf die Fürsten und Edlen des Landes richtete,während der Benedictiner, Bischof.Otto von Bamberg (1125), in großen Versammlungen mit dcm Prunke deskatholischen Kirchenfürsten auftrat und die Masscntanfcn des heidnischen Wendcnvolkes sich hatte angelegen seinlassen, ohne hierdurch jedoch dauernden Erfolg, selbst nicht einmal auf kirchlichem Gebiete die erfolgreiche Siche-rung seines ncugcgründcten und cximirtcn Bisthnms Pommern erreicht zu haben, wenn nicht die Pommern-Herzoge, als deutsche Fürsten sich dieser Stiftung in eigenem Interesse angenommen hätten. Von gänzlich anderenGrundsätzen gingen die ackerbauenden EMrc.ic.nser. (Bernhard von Citcaux 1098 c.) ans, wcnnglcich der Ordeneine Verjüngung der Benedictiner war; vcrgl. Winter Cistcrcicnscr, s. u. eine Stammtafel vom Kloster Citeanp.Ihre, auf praktische Ziele, — Ackerbau, Gastfreiheit, Krankenpflege in den „grauen" Höfen — gerichtete Thätig-keit (1170 c.) wirkte gewissermaßen erziehend auf daS Volksleben und war von nachhaltigem Einfluß, trotzdem siedie Wenden höchstens als Klosterverwandtc, niemals aber als Mönche aufnahmen. Es schloß sich ihnen einegroße Schaar von Convcrscn ans Wcstphalcn und Sachsen an und brachte heimathlichcs Recht und Sitte mit.Die P^ingnstratenser finden wir dagegen in Usedom, Bclbnk bei Treptow, am^Gollcn, — stets an Orten, inwelchen die Adern dcS öffentlichen Lebens zusammenliefen; dort liegt ihr WirknngskreisFdört suchen sie die Führerdes Volkes auf und lassen durch wcrthvolle Schenkungen sich Beweise von deren christlichen Gesinnung geben; aufdiese Art wird ihnen die Kirche auf dem Gollcn verliehen. Die erste Klostergründung in Pommern ist die Bcnc-dictincrabtci Stolp a. d. Pecne 1153. P. U. 43, mit Mönchen aus Kloster Bergen bei Magdeburg besetzt underrichtet an der Stelle, wo Wartislav I. meuchlings erschlagen wurde. — Ein zweites Kloster wurde zu Grobebei Uznam (Usedom) durch den Prämonstratcnscrordcn von Rntibor I. 4 1155 und seiner Gemahlin Pribislawagegründet (bestätigt durch Bischof Adalbert zu Camin 1159. P. kl. 48.) Das Kloster birgt die Grabstätte seines

Gründers und dessen Nachkommen, Vnmnkus Rakibori boo sxikaMo cisLorakns in drobsnsi tvmxio

(Kirche!) visodatnr P. U. 45. Dieses Grobcsche Kloster wechselte mehrfach seinen Standort und Namen,

zuletzt heißt es Pudagla und liegt am Smollensce, wird aber auch dort noch Kloster Usedom genannt. Balt.Sind. 1883. p. 187.

An Prämonstratenser Klöstern sind in Pommern zu nennen, nach Privat-Angabcn von Qnandt durch Past.Dittmar in Cratzig mitgetheilt; Pudagla (1155) besaß u. a. Pobloth und Zwielipp bei Colberg — Bclbnk In nTreptow a. Rega (1208) — Nonnenklöster waren: Treptow a. R. (1224) — Grcifenberg (1278) —'Stolp inPÄnmcrn"(1278)r

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