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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
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ist aber im vorliegenden Falle nicht ans Abstammung zurückzuführen, sondern vielmehr gleichmäßigbei allen Pommern in der angenommenen fremden Landrssittc begründet. Es läßt sich erklären, daßgerade durch diese Annäherung an die Dänen und Polen sich die Pommerschcn Fürsten und Edel-lcutc zu einer Macht entfalteten, welche ihnen ihre Landesrechte bei der deutschen Unterdrückung desWendcnthnms im 12. und 13. Jahrhundert sicherte. Als solche mächtigen Geschlechter lernen wirunsere Pommer,,herzöge, die Rügcnschen Fürsten und unsere Vorfahren kennen. — Weil nun dieKameke den Adler (1315 und 17) nur in derjenigen Familie führen und vererben, welche (1307)nicht anzuzweifelnde Interessen im westlichen Pommern hat, dort wo die dänischen Nachbarn, ebensowie in Rügen stets einen gewichtige,? Einfluß ausübten (1168 Arcona), so sollte dort das Wappendieses Zweiges seinen besonderen Ursprungs«) haben, sei es durch Verwandtschaft, Erbschaft oder Heirathbegründet. Nachdem solche zeitweise,, Interessen für das Adlcrwappcn geschwunden sind, fällt diesesWappen fort, und der Bock wird das alleinige»?) Familien-Wappen.

ZK) Lexikon adliger Familicii, herausgegeben von der dänischen genealogischen Gesellschaft, zeigt dasWappen der ausgestorbenen lllfeldt: (Ulf d. i. Wolf) II. Bd. Tafel XllI einen Adler mit Wolfskopf (spitzeOhren) und als Hclmzicr einen halben springenden Wolf. Ebcndort heißt es, (139S) Thor Ulfeldt hat einenhalben rothcn Wolf im silbernen Felde. — Für die ausgestorbene Familie Strangesen II. Band Tafel XXI istdas Wappen, Schild gethcilt, silbern (oben), blau (unten); Helmzicr, zwei Ochsenhörncr (oben) blau und (unten)silbern gethcilt; es wird Strange (1205) bei der Königin Dagmar genannt. — Auch ist dort verzeichnet einJbe Nielsen auf Grindclscn (ch ausgestorbene Familie) II. Band Tafel VI Exe. Msc.; er fuhrt einen schwarzenZiegenbock mit Bart und langen rückwärts gewandten Hörnern im silbernen Felde. — Schließlich kann nur nochbemerkt werden, daß beim dänischen Adel es fast unmöglich ist, die Familienzugchörigkeit zu erkennen, weil der-selbe zu jener Zeit nur das Patronym und keine constantcn Familiennamen benutzte. Der Name Peter istebenso häufig, wie Niel (Nicolaus; Miculiz, polnisch). Die Wappen der Nielsen wechseln deshalb unendlich oft.Nachträgliche Mittheilung, Staatsarchiv in Stettin 1892.

Z?) Vcrgl. Blatt I. Schluß, über Resolution und Wappcnwahl 1389.