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„Ein rother Schild und in demselben ein weißer oder silberner Gcmscnkvpf und Hals.„Auf dem adlichcn offenen Touruirhclm ein rvth und weißer Wulst,3 3) dnrauf drei„umgekehrte Piken oder Knebelspieße stehen. Helmdecken sind roth und weiß."
Das Woppenbnch Bogmihl I. p. 63. Tos. XXV. 3 4) schließt sich der modernen Form an:„Im rvthen Felde der rechtsgewaudtc Kopf und Hals eines weißen Ziegenbocks. Auf„dem Helme ein von Roth nnd Silber gewundener Wulst, welcher mit drei, die Spitzen„nach unten gekehrten (goldenen) Kncbclspießcn besetzt ist. Hclmdeckcn roth und silbern."
Das Familienbuch von Kleist (Kratz Wappen II. p. 244) nennt die Kameke, Rekow, Glascnapp,Lode, Tesmar, welche mit kleinen Verschiedenheiten die Helmzier der Klciste:
„drei gestürzte Spieße"führen und sagt:
„wir wissen, daß man gleiche Helmzeicheu vorzugsweise gern zur Bezeichnung guter„Freundschaft und Sippe anwendete und verschiedene Wappen in der Weise Arband,„daß der Helm des einen auf den Schild des andern gesetzt wurde. Diese Erscheinung„läßt sich bei den Spießen nachweisen, welche sich ans den Wappeuhelmen mehrerer Hinter-„pommerschen Geschlechter wieder finden, obwohl dies Helmkleinod sonst ziemlich selten„vorkommt"
3 3) Wulst; IValc? (polnisch) d. i. Krone, z. B. die Stadt Deutsch-Krone wurde nach der PolouisiruugIVale? genannt.
3 4) Die Abbildungen enthalten: Kleist I. lab. XIV. 18. Jasper (1521) Spieße ans dem Schildrandc.19. Lazarus (1540) die Spieße in den Schild aufgenommen. ^ Bagmihl I. lab. XXV Adl.- nnd GräflichesWappen, lab. XXIX. 1. lstor äo Lamie 1317. Adler. — 2. lossen äv Ltraebmin. Drei Ziegenbock-Köpfe. —Die Wappen aä 1 nnd 2 befinden sich ebenfalls an der Urkunde 1315. M. U. B. No. 3752. — 3. ZZispraus cloXamist (?) 1336. Ein Zicgenbockkopf. 4. Conrad (!) Kameke 1386. Adler. — 5. Henning Kameke Slyg 1427.Bock. — 6. Lazarus Kameke 1540. l. X. Drei Spieße, Bock unkenntlich. Das Wappen dieses Lazarus (1556Colbcrg) zeigt deutlich den Kopf des BockS, in der Form des 15. nnd 16. Jahrhunderts mit breitem Halse (!)und nicht wie bei den Klcistschen Urkunden-Abbildungen einen springenden halben Bock. Eine gleiche BngmihlscheUngcnauigkcit ist der Name „Cartz" ans der Wappcntafcl Bagmihl I. XXIX 4. nnd im Text bei Bagmihl I. p. 63.Es muß aä 4 dafür Eonrad Kameke, 1386, gesetzt werden, aä 3 ist ausfällig, daß Lmprarm miles hier Kamikgenannt ist; das Siegel nnd der Urknndentcxt nennen ihn: äiati äv Ltraebmin.
Der Abbildungen des Wappens der Familie Kamnik sei hier in Kürze gedacht: Prätorius SchaubühneMscr. vergl. Beschreibung bei König: Sic führen im rothc» Schilde einen links gekehrten springende» halbenGcmsbock mit einem grüne» Kleeblatt im Manie, Hclmzicr drei Spieße mit roth nnd weiß gestreiften Bändernumwunden, Decken roth nnd weiß. Sicbmachcr, über den ausgestorbenen Adel in Ostpreußen, von Mülverstedt,pag. 3 nnd Tab. 23. — Lcdcbuhr, Adclslerikon bezeichnet Familie Kameke nnd Kamnik als eine Familie. DieseJrrthümcr sind dahin zu berichtigen, daß die ausgestorbene alte ostprcnßischc Familie Kamnik mit den pommcrschcnKameke nichts gemeinsam hat. Das Wappen ist verloren gegangen nnd in Ermangelung eines Originals erfun-den. Vergl. Angaben des Staatsarchivars Philippi Königsberg an O. W. v. K. 1882. Einige Urkunden bezichensich auf dieses Thema; z. B. Wölky Cnlm. Urk. B. (1446) No. 581 nnd 582 wegen Groß-Kcmcnigk. — Personen:Thomas von Kcmcnings und Günther Damitz.