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Beiträge zur Geschichte der Familie von Kameke
Entstehung
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gedeihen, wenn von diesem mit ihrem Blute erworbenen Gute, dem Vaterlande und seinen Fürsten,die Familie Kamele getrennt wird. Aber auch auf heimathlicher Flur, beim häuslichen Herde ent-wickelt sich ein für unsere Familiengeschichte ebenso werthvollcs, in ihre Falten einzuzeichnendes Leben— das stille Walten der Frau. Seinen Ausdruck findet es in der Erziehung der Töchter, der Kin-der; die Lebenslaufbahn der Sohne, die spätere Lebensstellung der Töchter bringt zu Tage, wasTreue und Liebe hier für edlere Zwecke pflanzte. Schreibt über den Charakter der Frau die Ge-schichte der Familie nicht, so sagen cS die Söhne, die ihres Hauses Glück und Gut mehren, die Töchter,die ihr Stolz sind — dort findet man die 200 Frauen der Familie in unserer Geschichte verzeichnet. —

Die Erziehung und den Bildungsgang, das Leben des Zeitalters behandelt die allgemeineHistorie oft eingehend und giebt uns einen Anhalt für die Familienchronik. 2») Nachbarschaft, Kauf-verträge, der Staats- und Heeresdienst und Verbindungen mit fremden Familien ergeben häufig werth-volle Aufschlüsse. Verwandtschaften knüpfen sich an und bleiben nicht ohne Einfluß für nnsere Familie.Wenn man Vcrmnthungen ausschließen muß, so ergeben sich oft thatsächliche Beweise, die nicht anzu-zweifeln sind, wie bei einzelnen Familien beispielsweise die Söhne den Berns des Vaters erwähltenund hierzu denselben Bildungsgang durchmachten. Derartige Notizen können für die Familiengeschichtenicht unbeachtet gelassen werden; sie sind die Farbe zu dem Zahlenmaterial der Tabelle. Die Guts-crwcrbungen führen die Familien an bestimmte Orte und fesseln sie dort. Die Güter und ihre Lageerklären häufig sonst unverständliche Angaben, für welche der Leser einer genügenden Lokalkenntnißbedarf. Durch den Grundbesitz erwachse» überhaupt andere LebenSbeziehnngcn und Verpflichtungen; siesind entscheidend für die Lebenslanfbahn des Einzelnen. Diesen Anforderungen an eine geschichtlicheDarstellung unserer Familie in den folgenden Blättern vollständig zu genügen, liegt nicht in derAbsicht des Verfassers ; wohl aber sollen sie einen Beitrag hierzu liefern, in dem in knapper, gedräng-ter Form die genealogischen Orts- und Zeitangaben für die bekannten Mitglieder gesammelt wordensind. Was späterhin bekannt wird, möge angereiht werden, um nicht der Vergessenheit zu verfallen.Dieser Art diene auch diese Fortführung der Arbeit des Otto Georg Anton von Kameke als „Bei-trag zur Familiengeschichte," d. h. zu einer über die Familie des Einzelnen hinaus sich ausdehnen-den geschichtlichen Darstellung der Personen und Fanüliengliederungen.

In der Geschichte seiner Zeitgenossen geht die Biographic des Einzelnen ans.

^2 9) Die Auszüge aus den Pädagogien, Klostcrschulen in Colbcrg :c., Maricnstift in Stettin, Joachims-thal, Stammrollen des Cadettenhauses und namentlich die Univcrsitätsmatrikeln sind erst theilweisc zugänglichgemacht durch den Druck (18öS), — Diese Nachrichten bedürfen deshalb einer späteren Ergänzung.