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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3509-3510
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Land-und Haus-Wirtschaffts-Calenders, November.

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uiiüugehen, »nd daher das schlee>)testewas -mi wenigsten bleibet,doch das? es nichtMu oenau , und ohne Nachtiml des Viehes^->bc, zuerst zu verfuttern- Das Rmd-Vlehnuuß mau in der Wartung wohl versorgen,5 > il dieKühe ben Kraut-Blätter», Kraut-s üncke» und Rüden izoch etwas Milch ge-- Denn vier oder fünff Wochen vor und sonach Weihnachten, muß inan, nach derttmBauer^eqel, eaS Rind-V-eh wohl

L Bei, fleißiger Fortsetzung der V.ehMastM> man lun> auch nach Allerheiligen t leWast.^ - Die jungen Ferckleiii, so >n

Ochsen einstellen,diesem Monat fallen.

sind gemeiniglich nicht

- sind, und dahero nicht rathsam, selbige zurAcht zu behalte.,. Die Schaase kan man,Mime aekroren, und doch kein Schiiee lieget,M die'Saar treiben; auch noch den Widder,u den Schaasen,und denVock zu den Ziegenasse». Die Ställe insgemein muß man wi-der die herannahende grosse Kalte wohl ver-wahren, und gut ausfüttern lassen, lvnderlichWman die Schaaf-Ställe wohl mir tz^chilss«ersetzen, damit die Schaase fein warm darin-nen liegen können. ^ ^ ^ .

Bey deuvich- Zucht msonderhe»t, mußMl»i nun denen Wagen- oder Arbeits-RossenM auch von Rechtewegen allem Vieh, so mitHeu gefüttert wird) gutes Heu geben lasse»,damit sie fein starck in den Winter kommen,und nicht so bald mager werden. Man kanauch nun den Vferden zuweilen gedörrten wil-den oder gemeinen Wermut mit Saltz unterdem Futter geben, weil es ihnen sonderlich gut»ad aedeylich ist. Die Stuten, welche manträchtig zu seyn vermuthet, soll man nun nichtmehr zum Anspannen gebrauchen.

Bey dein Feder-Vieh fähret man fort dieGänse auf Martini zu mästen. Die Zucht-Wnft muß man auch wohl warten, damit sieksrv eher ansangen zulegen, doch muß man sie«ichtzu fett machen. Ingleichen soll man ietztdieHüner, oder nur etliche, wo es nicht mit«lleii seyn kan, in die Stuben setzen, und sie mitdürrem Haber, und zuweilen mit Brot speisen,damit sie ebenfalls desto zeitlicher zu legen an-fangen; doch muß man ihnen auch nicht zu vielseden, denn sie werden sonst allzu fett davon,und legen nicht. So muß man auch ietzt an-WM, den Tauben Futter zu geben, weil sie«nfdem Felde nichts mehr finden ; und nochimmerzu das übrige Geflügel, w man den Win-ter über nicht behalten wii°> veikauffen-

Beyder Bienen-Zucht mußmannun dieBlen-Stocke vor der Kälte wohl verwahren,wige thun solches mit Stroh, und verbinden«Stocke und Körbe damit sowohl oben alsMm, wenn sie aber im Frühling die Beuten«Wen, so finden sie eine Menge ihrer Bienen,wj sie nicht genügsame Lufft gehabt, todt und«et; ametzo nicht zu gedencken, daß dieMuse sich gerne i« das Stroh machen, der«rnie des .^lug -Loches nachgehen,in die Stö-dadurch hinein brechen, und«°b und Wachs-Tafeln verderben. Sol-mmngch ,st die Verniachung wider die Kälte

mit Strohe nicht viel nütze. Besser verwahretman die Bienen bey kalter Zeit, wenn man,nachdem dasBIechlein vorgeschoben, und dasbey diesen! Articke! im vorigenMonat erwehnteLufft Loch gelassen, nur bloß ein breites Bret,welches etwas breiter, als der Korb und Stockseyn muß, vorsetzet, daß die Kälte so sehr nichthinan schläget: Denn die Bienen, die sichschon von selbsten Wärme genug machen kön-nen, erfrieren nicht; es sey denn, daß ihrer we-nig wären, und eme aantz ungewöhnliche undgrimmige Kälte eüifiÄe,da man sie wohl mitalten Decken und Kleidern, aber nicht mitStroh, vermachen kan.

Bey der Flscherey kan man noch aus denTeichen den Karxffen-Sak und Brüt fischenlassen, und solche in gute Winter-Behältnissein Verwahrung bringen- Nach geendigterFischerey soll daS gebrauchte Zeug fleißig gewa-schen und gescheuret, und wenn es ander Lufftwohl getrocknet, in die behörigen Zimmer ge-bracht und verwahret werden. Die Teiche,welche bereits gefischet, und nicht über Winterbesetzet werden, soll man völlig ablassen, damitsie austrocknen; auch die Rinnen, Ständer,Rechen, Fluder und dergleichen besehen, und,was da eingegangen, wieder zurichten und aus-bessern lassen. Nach Simonis undIuda sollman keine Forellen, sie seyn groß oder klein,(je-doch die Lachs-Fohren ausgenommen) den gan-zen Monat hindurch weder fangen, einsetzen,noch verkauffeii. In den Bachen kan man, sobald es gefroren, die Tümpfel ausfischen lassen.Auf den besetzten Teichen und Hältern abermuß man, so bald es vonnöthen thut, fleißigaufeisen, und um die Rinnen räumen, damitdas Wasser ungehindert ablausten könne. Sokan man auch alsdenn das Gerohricht auf demEise abstoßen.

Bey der Jagd und dem 'Meydwerck ge-het nunmehro die Schweiii-Hatze vollkommenrecht an, weil das schwartze Wildpret oder dieSauen,von der vielfältigen Mast vorigen Mo-nats in der besten Feiste begriffen, nachmalsaber im Christ-Monat, in die Brunfft treten.Sie werden, wenn alle Mast aus denen Wäl-dern von zahmen und wilden Thieren verzeh-ret worden, bey langen Nächten, mit aufgeho-benen und in Verrath qesanimleten Eicheln,Bucheckern,wild Obst, Maltzund Fischgen,vonweitem her zusammen gekvrret, und einigeZeit erhalten. Wenn es nun gefällig, wird,ehe sie es mercken, entweder vorher auf denenKirr-Plgyen recognoseiret, oder beym frischenSchnee eingekreiset, mit Zeuge eingestellekund entweder in Tüchern auf den Lauf vorge-saget, dieselben mit dem Fang-Eisen anlauffeüzu lassen, oder sie werden nur mit Sau-Netzeizumstellet, und gefangen, meistens aber emtzelnim Streiss-Jagen mit flüchtigen Hunden unk»Sau-Rüden gehetzet, von diesen angepacketund gehalten,und mit dem Hirschfänger gefansgcn -DieRehe^ welche anieso auch feiste, wer-den theils bey solchen umgestellten Tüchern mitauf den Laufgejaget, im Lauffen geschossen, mi!Winv-Hunden gehetzek, »der m Ach -Netze!«

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