z<?5; Vorstoß Waade
Waage
V<?rftoß heist die zähe, schwark brauneMalerle womit die Biene» an den Seilender Stöcke und Korde herum ihren Bau be-festigen, und sonderlich den Eingang oder dasFiug-Loch verwahren/und auf den Winker»ustopffen. Er ist das schwarke Werck, so beyAerlassunq des Wachses übrig bleibet, undgrober als das Wachs ist, hat einen scharff'NGeruch/ Wd seinen Gebrauch in der Arß-tiey, indem er «ufaelauffene Beulen und Ge-schwülsten zertheilet und erweichet, dieSchmerye» der Glieder lindert, verrenckteGelenckean Menschen und Vieh zurecht brin-get, auch alte Schäden und faule Schwärenheilet. ,
Vorsuchen, nennet man, wenn man imteinem Lest- Hund. "or ein Hol« binziehet,UM zu sehe»/ was für Hiische oder Wiidpretim Feld gewesen.
UzPav, beiffet ?hei!4ein aebauetFeld, oderLand, das seine Nutzung trä -°t, es sey Acker,Wiese, Weinberg/ Garten, theile,das nur sonsturbar oder zum Anbau tüchtig gemachet lst;daher»
Urdars-tNann, der ein urbar Gr,k umeine aewisse Nuüung in Bestand und BeAallung hat, sonst ein Hüi-ner genannt^ird.
Nrl>e, oder Grbe, ist ein Fisch, denen Eschennickt ungleich^ d>e unker dem Waffer Feuer-rv!h aussehen. Sie werden zur Iierrath indenen Hütern sehalken, Er ist aeidlich wiepine Lachs-Fobre. Sein Fleisch ist un Aprilund May gut zu essen,
Urhakn, sieh? Auerd-idn.
Urkeb, wird an eüiigel! Orten der Säuer-ten« aengiint.
Urül, siehe Harn,
W?aade, >Vgti>s, ist ein grosses Fjsch - Ne---<^5 tze, welches bey Fischuug arosser Teicheund Seen gebrauchet wird. ES bestehet auszweyen vonqutem Hauff aestricltcn Wänden,welche von solcher Hvke seyn müssen, daß sieunten am Grunde aufstreichen, >mi obernTheil aber auf dem Wasser schwimmen,der Mitte findet sich der Ksutel, Zivffel oderSack, darinnen sich die Fische fanaen, understrecket sich «twan dre» Klafftern lang bm-kusNarts An der obersten Saume werde«!die Flossen, ie eines Schuhes weit von ein-ander, angehefftet, und sticke entweder vondürren Wejdpu, Pappel-Weiden oder Bir-ken gemacht, welche das Garn in der Höhehalten; gleichwie hmxegen an die untersteSäume Eisen- oder Bley Gewichte, so mandasGesencke Heisse-, und zwar in karcken slies-senden Wasser» etwan vier oder fünff Finger,in Teichen aber zwölff, fu»ss>eken bis achrie-hen Zoll weit von einander gehänaet werden,d«mit sie das unters Theii der Waade aufden Gruud halten mögen. Wenn djeh! Waai'e» oder Ach - Garn« groß, werden an staktder FMe längtichte« tännene Breter, einelMe Kiasslelwßis von euiander gemacht, un
ten aber süglicher Eisen, als Bley, in gleicherWeite von einander aekänget. Auf beydenSeiten des Garns sind die Keulen oder Kol«ben, das ist, ziemlich starcke Kle?rel mit Mau-er-Steinen angebunden. Bey Einwersvngder Waaden muß man fleißig daraus Achtunggeben, damit das Garn ordentlich ausgethei-let und ausaebreitet werde, und das Gesenckester die Gew'chte unten, oben aber die Flös-e bleiben. Der Zua muß an beyde» Seitenzugleich geschedsn; die beyden untersten Säu-me müssen zusammen gciasset, das Garn ausd-ü Randen auc«c<ogen, und mit den Füsse»darauf aetreteu werden, dqmit die Fische hin-terwärts in dem Keutei oder Beutel sich sauim-!en, damit man «bcx sehen mpae, wo sichderselbe befinde, weii» das Garn auf demGrund streichet/ so wird etwas von Strohoder Schliff i»m Msrekzeichen, oben bey demMst anaebiinden; und kan also der Zug de-sto leichter zugleich aeschehe».
icnaaae, ist ein Instrument oder Werckzeug,d^e Schwere der Eörper dadurch zu erfinden.Man Hai sie von unterschiedlicher Art undGebrauch. D>e gemeinsten bestehsn.aus ei-nem Wiage-Balten und zweyen Schalen.Der W -'age - B licken, in dessen Milte dasZünglein rcrxeudieular oder seuckrecht aufge-sei-er ist.schwebt in einem Riobcn oder 5vaag-Genchr, so von einigen auch die Scheeecae--nennet wird, aus seiner Achs, als dem Mit-tel-Punct, also frey, daß er sich aus die eineund die and.re Seite neigen kan. An bey-den Enden des Waag Balckens hängen dieSchaalen, in derer eine der Cörxcr, den manwäzeu will, in die andere das Gewicht gelegetwird. Wenn dae Zünglein gerad inne stehet,und aus keine Seite ausschlägt, zeiget es an,das? die Schwere des CörperS dem dagegen, legtem Gewicht gleich sey. Eine solcheÄv ..,ge zu^xrobiren, darff man nur die abge-wogene Sachs mit dem Gewicht verwechseln,und sie aus einer Schale in die andere legen -ist es, daß sie alsden», so wie vorbin, gleichaegen einander stehen, so ist die Waage rich-tig, sonst abernicht. So muß auch die Wga-ae ledig ledesmahl in einen waag - rechterAtand sich steilen, nnd so nur das allergeringstGewichte mehr in einer als in der anderiSchaals zu liegen kommt, an diesem Orte siclsogleich seucken, aber doch dabey nicht erwgar auf einmahl herunterschlagen, welcheein Fehler: denn eine vollkommene richtigWaage soll ausser den nurzedachken anten Esgenlch -fften anch diese besten, daß sie weder i»schnellsnoch z» faul sey. Dieser Art WaaqNsind von unterschiedener Grösse, nachdinschwerere oder leichtere Dinge daraufgewoattwerden sollen. Be» grossen Land Wirtschaffellbauchet man starcke Waaqen: Als zu Wäg»gder Wolle, Fische, Fleisches und Wildpres,kleinere Fisch-W >aiien, davon die lange Scha-le,worein man diebische leget,amBodenduch-löchert ist, damit kein Wasser darinnen stelenbleibe^ WittelmäßiasWasgen, wie sie die Kä-me? fuhren, und klein« Apsthsckcr. und God-
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