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Ruthen-Kraut
..,'cht cinerley, 'sondern haben »ach d.'m Uu-tcrichied der Orte such verschiedene Givste -Die Rbnülänöische Rimie halt zwolstderselbe-/ Schuhe, und sechs hundert >elb.-aer »ivadrac - Antheil machen einen Rheiii-w'ndiscken Morgen/ oder zwey Rheinlandi-sä>e u'-charre. D-e Baoler Ruthe hat sech-edcn'Fuß, und hält ein Iuchart dajelbst hun-terc imd vierzig dergleichen gcvierte RuthenDie Colmarer Ruthe hält sunffzehcn ihrerSch»k/ »iid machen hundert und achtzig Qua-drat -Rathen einIeuch oder Mannwerck, >rbe» Ausmessung der Wein - Gckrren, Aecker,Garica und Holiungen gebrauchet wird,ziide"l !>alb ^ieuch sind ein Iuchart oder Thau-e»,' woiliach man die Wiesen und Weidenau»mM Zu Mompelgard hält die Ruthe-eh-a Eclmd, und das Iucharl drey hun-bei! sicher Quadrat - Ruthen. Die Durla-chcr Ruthe hat sechzehen Fuß/ und hundertuild sMehen solcher gevierren Ruthen nia-chc» el^ien Acker, Iuchart oder Morgen, wor-„ach sie chne Unterscheid die Wein - Gärten,Mcr-ffelder, Kraut-Garten, Waldungen>md Wiesen messe». Zu Bern in derSchiveitz machen zehen Schuh eine Ruthe,und zwey hundert und acht und achkig sol-cher zehcnschuhigen Creuk-oder gevieiteli Ru-then eine Berner- Iuchart. Au Schashau-senhäli eine Ruche zwolffSchuh/ die Iuchartaber thut zwey hundert und zwey und sunff-zig selbiger Qvadrat-Ruthen. Die Nürnber-ger Ruthe halt sechzehen ihrer Stadt-Schuh,dekMsrgen oder das Tagwerck aber, als nachwelchem erster» Felder und Waldungen, nachdem letztern aber Wiesen und Weiden ver-messen werden, zwey hundert selbiger genier-ten oder Creuk - Ruthen. In der MarckBrandenburg hält die Ruthe funffzehenSchuh, und ein Acker oder Morgen dren hun-dert Qsadrat - Ruthen. In Thüringen hatalleinigen Orten die Ruthe vierzehen, an an-dern aber sechzehen Schuh/ und werden ge-meiniglich hundert und sechzig solcher gevier-W Ruthen auf einen Acker gerechnet. Die^ulhe, welche in den Churfürst!. SächsischenUnden durchgehends gebrauchet wird/ hält«chthalb Ellen zwey Zoll, oder sunffzehcn«chuh und zwey Zoll Leipziger Maaß, und hatd-lAcker in Feld-Holk- und Wiesen-Maaßmey hundert lolcher gevierten Rüchen, EinMvrgen abcrhälthundertund smiffzig derglei-chen Ruthen. Ein >!reuy - ^.va.drar oderzzevierte Ruthe ist ein Held einer Ruthenlang imd breit. Eine Cubie- Ruthe ist ei-
Saal-Buch Saamen -4?» »
Blatter, gleich den» Fenchel, und gelbe Blu-men bringet, die wie ein Sonnen-Schirm(P«n asol> in einer Runde stehe»/ und ziemlichgrosse, eines halben Daumens breite, aber et-was längere platte Saam- Körner tragen.Die Wurzel ist groß, mit vielen Neben-
.?ezieler, und ist zweyerley, das breir-blätte-rige und das schmal - blärrevine, beydewollen im harten Winter für der Kälte wohlgedeckt seyn.
Ruttiz, suche Aalraupe.
^aal.Vüch/ ist ein öffentliches Schätzung?«^ oder Steuer-Register, in welchem eine»jeden Unterthanen liegendes Verm»>ien anHauS, Hof, Garten, Feldern, Wiesen, Wein-bergen, Teichen, Holtzungen und andernGrund-Stücken, mir allen Mahlen, Rainenund Steinen, Anstössern, Nachbarn und Bey-nahmen der Stücken, uud was er dg!'on «nZins, Gälten, Schakung, Steuern:c- zu ge-ben, und vor Frohn-Dienste zu leinen schul-dig, auf das accurateste und ausführlichsteverzeichnet ist. Es hat seine Beuennung vondem uralten deutschen Worte Saal, welchesunter andern Bedeutungen auch the.ls eineilRaths - Saal/ Raths - und Gerichts - Plak/oder eine Raths - oder Gerichts - Stube be-deutete, indem diese Bücher daselbst aufgeho-ben , und zum Behuf der öffentlichen Ge-schaffte gemachet werden, theils aber auchdas Ende, die Grenze, und einen bezirckteilPlay anzeigete/ diese Bücher aber die Gren-
zen und Bezircke des Privat-Eigenthums vor-stellen.
Saal - U?eibe, siehe >Veide.
Gaamen, ist insgemein dasjenige, woraus,als aus einem lebhafften Ansang, ein ande-rer sich gleichender Cprper gezeuget wird.Insonderheit werden unter diesem Nahmenalle Saanien der Feld - Garten- und Baum-Früchte, Wanken, Kräuter, B>umen unddergleichen verstanden- Folglich ist ein iegli-cher Saame derjenige Begriff, darinnen dieWanke enthalten, welche daraus wachseilsoll. Die Naturkündiger beschreiben das We-sen eines Saamen-Kornes folgender Gestalt:Es hält nehmlich dasselbe in sich eine weisseMaterie, so man etwa den Kern oder dasMehl zu nennen pfleget, in diese Materie istdie unzeitige We.nke oder der Keim durch
A , breit und hoch. EiueRurde ein kleines Bindwerck aligehefftet/ daß sieRuthe lang/eine von derselben ihre Nahrung ziehet, bis die^ >>ye dreit, und aememialich anderthalb El-'Wurtzel durch solches Bindwerck hindurch? Aachen Orte!» aber sieben Viertel- gebrochen/ so der Keim heißt, und starck ge-^uen hoch gesetzt.
Ruthen-Rappe/ siehe Dresch-Flegel,
Rüchen i'Rraut, ist ein Gewächs, das ei-nen mer bis funff Ellen hohen, dicken und^>t vielem Marck anaesüliten Stengel trei-bet, an vielen Iweise» grosse zerschnittene
nug worden, die Wanke nunmehro aus denSäfften der Erde zu' ernähren. Solchesist zum Exempel an einer Bohne -ibznneh-men, daran find die zwey sich von einan-der thuende Heifften dasjenige, weraus diedarinne liegende P flanke ihre Nahrung hat/ehe und bevor sie völlig auskeimet: denn esLb 4 werden