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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
1717-1718
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Maaß

171z

Heisset diejenige Gross«, wo-jgef»chet, wie viel man z. E. von Weizen aufdurch man eine andere Grosse ei-jenie Elle, wenn man jedem Korn seinen gekö-

durch

. .^.nies Cörpers, theils in Ansehung!seiner Ausdehnung in einem«»iattm, theils in Ansehung seiner Schwere,welches alsdenn die Grosse des Gewichts heis-scl, und wovon dieser Articlel nachzusehen,ausjumessen, und derselben Innhalt darnach«»»zusprechen pfleget. Hier wird nur vonkcm Maaß der Grosse in Ansehung seinerAusdehnung, und so viel man am allerge-Mines!en in der Hauswirrschaft davon zuivisscii nöthig hat, gehandelt. Denn in der!Mthematie gehet man noch viel weiter, diedoch aber hier einem Hauswirt überhauptgrosse Dienste thut, wem, er etwas darinnegethan hat. Das Maaß ist nach dem Unter-schied der Grosse der Ausdehnung eines Cör-pcrs in einem Raum, welche auszumessenverkommt, eingerichtet, und folglich auch« diese dreyerley Art, nemlich Längen

seinen gehö-rigen Raum, nemlich -ß Zoll gicbet, Kör-ner, und in eine Art von Scheffeln e.dem Weimarischen,eben von dieser Sorte Kör-nern rechnen könne. Da man denn von Wei-zen auf die Qvadrat-Elle 224 Körner wc>r-Ä, gus die Ruthe 14Z72 Körner, und inden Scheffel 1 Million »40000 Körner. Ge-mang aus die Elle 25z, auf die Ruthe 16562,auf den Scheffel 2 Millionen 1200«^ Kör-ner, zu 1 Korn Platz, Zoll gerechnet.Roggen auf eine Elle 292, eine Ruthe 18742,den Scheffel 2 Millionen 400000 Körnerzu 1 Korn Platz Zoll gerechnet. Ger-sten auf 1 Elle 146, i Ruthe?Z75, 1 Scheffeli Million -00000 Körner, aufs Korn den

Platz »u Zi« Zoll gerechnet. Hafer auf denScheffel 1 Million 460000 Korner:c. an-

Fächen- und Cörperlich Maaß; welches,nimmt. Allein, man sieher leicht, daß auchandere auch inLännen-nndMengen-Maafi-dieses keine vollkommene Richtigkeit habe,«»theile!,. Das kleineste Längen - Maaß Indessen dienet doch diese Angabe in Pauschix die Breite eines Gersten-Rorns, deren und Bogen, das Verhältniß des grössern und«Meinen Zoll oder Daumen machen, wel-kleinern Maasses der Körner in der Aussaatcher beyläuf-g so lang als ein gemeineren erkennen. Die Weite, welche auch zumMims-Daumen breit ist. Zwölff Zoll oderMngen-Maaß gehöret, wird durch ganve,Daumen machen einen Fuß oder werck-!halbe und Viertel-Meilen gemessen; eineSchul'. Zwev Werck-Schuh machen zu " "

keipzig und Nürnberg eine Elle, doch trifftes «»derer Orten nicht also zu. FunffzehenSchuh und zwey Zoll Leipziger Maaß, ma-chen eine Ruthe daselbst. Zu Mömpelgardund Bern in der Schweitz, hat die Ruthezchen Fuß, zu Straßburg, Jürch, Schaaf-hanstn, im Marekgrafthum Anspach, undanderer Orten mehr, hat die Rnthe zwölff^

Schuh; zn Colmar und sonst an mehrernOrten in Elsaß funffzehen Fuß; zu Basel,

Durlach, Nürnberg :e. sechzehn, Fuß. DieRheinlandische Ruthe hält zwölff derselbegen Schuhe. Zindere unterschiedene Maassenvon Ellen, Ruthen, ingleichen von denen Flä-che», als Aeckcrn, Morgen und Tagwereken,suche unter denen Wörtern Elle und Feld-Maaß, ingleichen Schuh. Nur dieses ein-zige gedeneken wir hier noch. Die Bestim-mung des Feld-Maasses, wie alles andernNaasses gegen einander, ist in der Wirt-schafft noch sehr ungewiß und unrichtig. Manhat noch kein zulängliches Mittel ausgefun-den, dieser Unrichtigkeit abzuhelffen. Unterdem Artickel Ranne kan man mehr von die-ser Erinnerung finden. Indessen muß mans!ch doch bemühen, daß die Unrichtigkeit nichtviel auskrage. Und wenn dieses geschiehet,

10 bekümmert sich endlich der Hauswirt son-mlich in Dingen, wo er die Menge hat, nichtM um en, kleines Ein - oder Auf- Maaß,dieses nun sonderlich bey dem Feld-Maasse,womit das Mengen- Maaß um eines durchandere desto deutlicher m bestimmen,

M verkuupffet wird, zu verhüten, hat manwi verschiedenenHguxl-Gcsamig anzugehen

gantze deutsche Meile von der kleinsten Art,ist zwaimig ransend RheinländischerKuß lang;von der mittlern, zwey und zwankig tausendfünff hundert, und von der grosten, fünffund zwanzig tansend dergleichen Schuhlang. Das körperliche, oder auch so ge-nannte Mengen- Maaß, ist zweyeUey, undwird entweder bey trockenen oder bey fliißi-gen Dingen gebraucht. Zu jenen gehö-ret vornemlich der Scheffel, welcher, nachdem in dem gantzen Churfürstenthuui Sach-sen eingeführten Dreßdner Maaß in vierViertel, und ein Viertel wieder in vier Me-tzen getheilet wird, also daß ein Scheffel sech-zehn Metzen hält. Zwölff dieser Scheffelmachen einen Malter, lind zwey Malter einWispel, daß solcher Gestalt ein Wispel vierund zwankig Scheffel halt. Drey Wispeloder sechs Malter, oder zwey und siebettzigScheffel, machen im Sächsischen und Bran-denburgischen eine Last Getraides. Nach demsogenannten alten oder Leipziger Maaß, hältei» Scheffel vierSip-Maaß oder Viertel, einSip-Maaß vier Metzen, und eine Metze zweyKuchen-Maaß. Ein Heimbzen ist ein halberScheffel. Zu Nürnberg wird das gröste Maaßzu trockenen Dingen, ein Summer genennet,welches von zweyerley Grösse ist. Das, so manzum harten Korn braucht, hält fechzehen Me-tzen, das zum rauhen Getra-de hingegen zweyunv dreyßig Meken, der Metzen hat acht Diet--häufleiu, und dieses zwey Maaß. Ein Süm-mer Hirstn hält daselbst sechs und zwanfiigMetzen. Gotha gebraucht zu trockenen Din-gen Malter, Scheffel, Viertel, Metzen undMäßlei», u. hat ein Malter zwpy Schesssloder^ 2 viel