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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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2309-2310
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-z-z? Purgier-Körner QLkder-Netze^

2va»i Ovarck-Sack 2z ro

genngen Wem da: an,laßtes wohl sieden, giebt, Qvam, ..

I»>ches.' wenn es !an worden, ,«.» ebeiiftUslbraune wilde Wgld^ei.»">^ein, decket das Pferd wohl warm zu, «»di'wohl schmecket. ' ^-.tN Lleisch sehr

reitet es darnach ms Feld, so wird es sich baldreinigen ; darnach kan man ihm ein ziemli-ch-'s ANkter geben. Wenn nian Rettig-Kraut,Ziüben-Kraut, und die Wuseln von den gel-ben Wasser-Lilien von jedem so viel man willunter einander Hacker, oder die unreiffenWicken abmähet, und den Pferden zu fressengiebt, sollen sie auch wob! purgieren. als

cQvamoclir oder Amerikanischer Jasmin/siehe Iaßnnn.

Gvappe, suche Aalraupe,gwarck, oder wie er an 1, an einigen Or-ten genenne: wird, Topssen , ist das dickeund zusammen-geronnene Tkeil, so nach ab-genommenem Rahm oder Sahne, und ab^e-lanffenen Molcken von der Milch übrig blei-

giebet.

Purgier-Rörner, sind die Körner 00» einem Kraute, so eben so heißt, und in denenGarten gezogen wird. Sie führen starck ab.Daher werden sie auch selten oder sehr behut-sam gebrauchet.

Purgier-Wurycl, siehe Rbabarder.

Purpur, ist die sogenannte loiibare rotheFarbe, weiche vor diesen sonderlich im Onen-talifche» Kayserthum nnrKarser >ind Königetrugen, andern aber verboten war. Ehemahlssoll sie aus dein Blute einer Schnecke, so diePurpur-Schnecke genennet wird, seyn ge-na-chet worden, Sie ist aber heilt zu Tage unbe-

anderii Sachen, als Kuchen, Klofem :e. ge-brauchet, infonderheit aber wird der soge-nannte Qvarck-Kckse daraus bereitet. Indem lektern Fall wird der Ooarck, wenn erlange genug gestanden, und derb geworden, ineinen Sack geschüttet, und mit Steinen ge-preßt, daß das Molcken rein ablausst und da-von austrvrsselt. Wenn es rein ausgepreßt,daß keine Molcken mehr drinnen, schüttet mandenQvarckauS dem^ack in ein Faß. Einigelassen ihn etliche Tage sieben, d- er al^ wird,und meyne»/ die Käse würden besser, da aberin diese aus dergleichen Qvmck zubereitetenKäse die Maden gar leichtlich zu kommen

kannt SiehedieLeipzirzerS-mnnl. lilSl.lpsiczen, so ist rathsamer, die Kasein zwey», Woselbst auch von denen heutigen so-!vder drey Tagen draus zu machen. Etlichegenannten Französischen und Africaiiischenchaben den Gebrauch, daß >ie den Qvarck allePurpur -Schnecken, inglcichen von unserer aus uifammen den ganzen Sommer über in eineoclienilk-und c'.!!ürms5 oder Kermes-Bee-IFaß legen und lassen es stehen, bis auf denlen, it. von IohanniS-Blut zu verfertiMder^erbst, da die Käse nicht so sehr eintreugen,Purpur -ffarbe gehandelt wird. Siehe pol-!wie den Sommer, und pflegen alsden» solchejiisch Wene-Gras. lalle nach einander zu machen.

pyramidal-oder N7ilch-Glö<Llein, ist ein^ G-varck-Faß, ist ein flaches höli-ernes Ge-schönes Blumen-Gewächse, welches in demässe, darein der Qvarck aus dem Sacke ge-Blütde eine Pyramide von blauen Sternen Mütter wird.

rräfentiret, ziemlich lange blühet, und bey beständig-wannen Sommern reissen Saamengiebet, so aber allererst im spaten Herbst erfol^gcr. Der Saamen wird im April bey wachsen-den Mond in eine gute luckere und etwas san-dige Erde an einen Sonnen reichen Ort ge-saet, die davon wachsende Pflanzn kommenvor dem dritten ^ahre nicht zur Blüthe. Mankan es auch durch die Wurkel vermehren, wel-che in Stücken gebrochen, und zween qyer Fin-ger liess in eine gure luckere Erde zur Früh-liugS-Zeit gestecket wird, da denn die Wänstentheils das andere, zum Theil aber das dritteJahr zur Blüthe kommen. Bey trockenemWetter will es zu Zeiten begossen seyn, son-derlich wenn es in der Blüthe stehet. DenWinter über bleibet es im Lande, wenn esnur an einem warmen, von den Nord-Win-den befreyeten und nicht zu feuchten Ortestehet, weil dieses Gewächse des Winters vonder Feuchtigkeit gerne verfaulet.

pyrole, »gleichen pyrolr, ein Vogel,sucheRirsch-r>ogel.pyrole, ei» Kraut, siehe Wintergrün.

vader-Neye, suche Tauch-Beeren.^ Cwäcker, siehe Äuch-Fliick,

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Nvarck-Aäse, siehe Nase.

Gvarck - Äloser werden also gemacht:Man nimmt frischen Käse-Qvarck em Pfund,und Mehl, so viel man Klöse zu machen geden-ket, schlaget vier bis fünffEyer drein, salüetes ein wenig, thut etwas Sassran und ein halbPfund zerlassene Butter dran, und machet die-ses alles mit guter Milch zu einem Teig. Dar-nach schmieret man eine Brak-Pfanne mitButter an, machet aus dem Teig Klvsc, seketsie ordentlich neben einander in die geschmiertePfanne, und diese hernach in einen heisscnBack-Ofen, darinne sie backe» müssen, bis sieMr sind.

Gvarct'- Rorb, ist ein von hnlkernenSprossen viereckigt-zusammengesei-tcs obenzweiter und unten etwas engeres Gefässe, soüber das Molcken-Faß geseyet, und hieraufder O.varck-Sack darein geleget wird, damitdas Molcken von dem Qvarcke rein abseigenkönne.

«Nvarck-Sack, ist ein Sack von starcker Lein-wand, welcher mit O.oarck gefüllet, und, wenner zugebunden, in den Qvarck Korb geleget,sodenn aber mit einem Stein beschweret wird,daß das Molcken in das untergesetzte Molcken-Faß ablausse.

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