Land-und Haus-Wirtschaffts-Calenders, Oktober.
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5ein um diese Zeit von allerhand Vieh, dasMi nicht zur Zucht aufbehalt, wegzugeben
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Vev der Pferde-Zucht insbesondere mußWli NUN den Pferden die Mäuler räumen las-st», und zwar, wie einige wollen, im abushmcn-
^en Monden. So muß man auch Acht habenod die Füllen nicht die Kehlsucht kriegen; undAnen wöchentlich ein dienliches Roß-PulverMeben. Ingleichen pfleget man nun dasErbsen und Wicken-Stroh, welches wohl cin-undiinschadhafflist/dcnPfer-
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M - z« mengen, weil es die Wurme vertrei-W Au» kan man noch letzo d.e ,ungenwillen watlachen oder ver^(!)Nkl^en.
^ Vey d-m Feder-Vieh pfleget man den HÜ-ncm aesottenen Haber zu geben, damit sie desto?tcr lege». So stellet man auch nun r>- Mast.Mise ein. Ingleiche» kan man iek° alte Hen-nen einstellen und gut machen, und an derenStelle junge nachziehen. Wie man denn auchinsgemein alles übrige Geflügel, so man nichtm Zucht oder der Haus-Nothdurfft bedarff,Mben und verkauffen soll.
Sey der Bienen Zucht fangen die Biene«in diesem Monat an, wenn sie »ach dem Zei-del» das abgelauffeue und aus den Stand ge-ronnene Honig wiederum hinaus getragen, dieStocke zu verharren, die Ritzen und Lochleiniu vermachen, und sich gegen den Winter undeine Kälte sicher zu setzen. Ohngeachtet des-sen »der mu? man die Stocke sowohl, als diejtörbe aber nal verschmieren, und sie aleden»schon an Ort und Stelle rucken, woselbst sieden Winter über stehen sollen. Es muß aber,iveni! man die Stöcke zumacht, nebst demWclilein, welches für das Flug-Loch mußmgeschobcn werden, denenseiben, damit sienicht ersticken, noch genügsame Lufft gelassen«erden, weil man soiik bey Aufmachung desStockes gegen den Frühling die Bienen überdie Helffte todt aufdem Boden antreffen wird.Diesem aber sürzukommen, muß man ein Luft-koch, und zwar bey den Körben, unten zwischendem Korb und zwischen dem Bret! bey denenStöcken aber am Ende des guten Beuten-Brett, der Länge nach, eines Fingers lau,/«der nur einer Messerspitzen breit, machen,damit bey so engem Raum keine Bienen durchschlupffen könneii.
Dev der Fischerey sänget man um Galliund gegen Sttiivnis und Iudä an, die Teichei» fischen. Es pfleget dabey die EintheilungWender Gestalt gemacht zu werde», daßnnn«»ezeit die nächst an einandergelegene Teiche,m der Ordnung, wie sie folgen, fische, und der«Meug nicht weit hin und wieder geschlexpet«erden durffe. Mit denen Fischen muß manMerilch umgehen, und sie nicht grob hin und»n lverffen, damit sie nicht die Schuppen abWen,und Hernachmals von denenFisch-Händ-I»n unter dem Vorwand, als ob sie nicht vor«Mfmanns'Gutju halten, ausgeschosse» wer-«innogen.Was man vor sich felbsten zu Wic-«e'beletzung der Teiche, »der in die Küche be-
darff, wird in absonderliche Hälter und Fisch«Ganser gethan. Wenn in einem Teiche schoneKarpffen gefangen werdern, soll man etlichewohl-gewachsene Rögner aussuchen, um solchezu Laichern, oder Streich-Karossen zu aebrau-chen. Um Galli lässet man auch die Streich-Teiche ab, und siehet, ob die Karpffen dar-innen gestrichen haben, und ob es auch Hecht-lem darinnen gebe, als welche man, so wohl alsdieKarpffen heraus sangen muß: Denn, wenndieses nicht geschähe, so würden das andersJahr,wenn die Karpffen noch einmal streichen,der einfache Strich und zwey,ährige Saameuunter einander vermenget seyn die Hechte aber,wenn sie selten darinnen gelassen werden, denStrich auffressen und zu Schanden machen.
2Sey derJägercyund demlVeydewerck,währet die Hirsch-Brunfft »och, nach deren En-diguiig die Hirschlecken oder Wildpret-Suüzenerneuet werden müssen. Nun gehet die Zeitan die wilden Schweine zu sällen oder zu He-tzen, und kan man ihnen bey denen Morastenund Suhlen, wo sie sich einwühlen, aus denBäumen unterm Wind auspassen, und sie vondort aus schiessen. Die Hasen retiriren sichletzo in die Kraut-und Rüben - Aecker, undwerden sie entweder gehetzet, oder gepürschet,oder mit Netzen gefangen. Man kan auch desNachts die Dachsen mit grossen Spür-Hundenaussuchen und Hetzen, sonderlich, wenn es vielObst hat; man müß aber auch starcke GabelnundDachs Zangen dabey haben. Und endlichkan man auch noch Wolff-und Fuchs-Grubenmachen lassen. Jngleichen mit der Fuchs-Pürfche den Anfang machen: Denn nun sinddie Bälge aut. Nun kan man Vogelbeere unddergleichen bey schönem Wetter brechen, undan einem trockenen lufftigen Orte aushängenund verwahren lassen, um solche im spätenHerbst und Winter aus den Herden und zuden Dohnen zu gebrauchen. Zum Rebhüner-Fang mm man nun den Treib-Zeug gebrau-che», weil die Steck-Garne keine Dienste mehrrhun- Noch vierzehe» Tage gehen die Hasel-hüner in diesem Monat gerne aus die Lock, her-nach verstreichen sie aus einander, und gehenpaar weis in ihr Winter-Lager, in diedick-ver-wachsene Hasel-Büsche oder Buch-bäume»?Wälder. Diesen gantzen Monat durch ist auchder beste Sctnierffen-Fang: Denn nun fliegensie aus den Wäldern um Abend-Zeit aus dieSand-Aecker, wo sie ihre Nahrung suchen,weilen sie ietzt mehr auf die Bau-Aecker,! alsaus die Wiesen kommen: Da muß man den»zu Abend, wenn man zum Gebet oder Feyer-abend lautet, zwischeu den Wäldern und Fel-dern, wo man ihren Strich gewahr wird, denOrt wohl mercken, wo sie fliegen, und ein yoch-Netze darnach richten; und also kan man, wen»man einen Flug gefangen, des andern Tage»Abends wieder auseinen andern Strich, wsman etwas vernimmt, richten, weilen derSchnepff seinen ordentlichen Flug hin und wie-der in den Wald hält. VorallenDm^en taugtdie Schnepffen-Panther« dazu, welche einehalbe Manns-Höhe von der Erde, sonstenaberl.ll4 MS