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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3493-3494
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,^den Pjla»men ein wohlgeschmacktes, ,md Mißw^chlT^^^'^

Eßbares Mus siede». Jetzo »l es höbe Zeit, > «ich h«x /'ehrten ss,ix.

kie Pressen und Kelter zu der bevorstehenden i chcn, was ^iberschia,^-ui.xi-

Miniese zvznrüste», und sonderlich die dazu iNoti>d.,sss^ iuii, Gebäue, Hzus-

-ebsriaen Fässer, Kuffen und andere Gesäffe zubinden und auSzusäubern. Gleicher GestaltNiiß man an denen Orten, wo nur über Win-Iirgedrauet wird, das Brau-Gesasse wieder an-ijchtm, und in guten Stand setzen; auch dieMt-und andere Gefässe in der Haushaltungtjüdcn lassen; ferner die Keller ausräumen,

Mm, und da es nöthig, mit gutem Räuch-k>mk ausräuchern, inaleichen die Wein - und

oder

Land -und Hau s-Wirtschaffts-Calenders, Septem ber.

Z4S4

^b -rc ^MÜssieden.

.,»!> ^!i>»e..» ... - Nothdurfft, Ziegel-und Kalck Oefen bedarff,

um die nöthige Verordnung darnach zu thun;ingleichen die Abrechnung der gethanen Frohn-Dienste mit denen Fröhnern zu halten; undendlich insgemein die Inventarien und Ver-zeichnissen über das Vieh, das sämtliche Haus-Geschirr und Werckzeug, auch sonst allerhandFährnisse zu eollationiren und verneuern.

In der Rüche kan man nun Burretsch oderVorragen und Ochsen-Zungen im Salat undSpeisen gemessen; item frische Weinbeer vordem Winter aushängen; auch aus denenFrüchten und Gewächsen, welche die Gärtenund Aecker um diese Zeit in grosser Menge her-vor geben, allerhand Speisen zubereiten.

wegen der ArHney und Lebens-Ord-nung muß man zuvorderst ingedenck seyn, daßmannach ausgestandener Sommer-Hitze wie-derum in diesem Monat den Magen und dessenDauung stärcle; man mag auch wohl artz-nenen, iedoch nicht eher, als wo es die Noth er-fordert: Welches ingleichen bey dem Aderlas-sen zu beobachten. So kan man nun auch wie-derum Kopffe setzen oder schrepffen, und iedochnicht allzu warm baden, sonderlich aber denLeib des künfftigen Winters wegen purgiren.Von Kraulern und Wuryeln sammlet mannun Vorragen, Nachtschatten, Majoran, La-vendel, Eisenkraut,Fenchel, Süßholtz, Entzian/Angelica, Tvrmentill, Meisterwurtz, Alant-wurtz, und allerley andere Krauter und Wur-zeln, so vom vorige» Monat her noch in gutenKräfften sind. Gleicher Gestalt werden nundie Wachholder-Beere einaesammlet, und Cal-, wus eingemacht. Zum Geträncke mag manI»7m7^dieV^ ! Wermut-Bier, Wermut-Wein, Z.egen - und

> Schaf-Milch gebrauchen, als welche in diesem

Mk a'.israucyern, ii»,ic>u^" ^Dier-Läger zubereiten und abtrocknen.

W-ili soll man bey trockenem Wettn,renn der West-oder Nord-Wind wehet, und^yiicch im abnehmenden Monden ablassen.Ar Ost und Süd-Wind, wie auch der Voll-Md, sind zu dieser Arbeitgantz und gar nichts«ii--! Denn die Weine, so zu dergleichen ZeitMzapffetwerden, hallen si^? nicht- So muß«i, auch zu Kraut und Rüben sehen, ob siejiS Absauberns und Pilsens bedurffen. Jn-snSccheit hat man sich min ans kommende»Unter mit allerley Vorrath in dieKüchen undMr !ii versehen; zu welchem Ende ein anterDSirirt das dazu benöthigte Geld in Vor-,i!h haben soll, damit er seine HaushaltungMaller Notddurfft (so er sie nemlich selbernicht hat), als mit allerley Getraide, Mehl,Snck, Küchen-Gemüse, Obst, Fleisch, Flachs,llnschlirt oder Talch, Kobl, Rüben, Kraut,?-le,Schmalk, Holtz, Honig, Gewürft, Oel,md andern Victualien mehr, deren er das gan-xZahrdurch bedürfftig und benöthiget ist, beyZiüen versehen könne, denn nun ist fast die bestei«i> wohlfeilste Zeit im ganzen ^ahr, darinnenillcNokbdurfft am besten j>, bekommen. Nun

Ärr^th zu ziehen. Gleicher Gestalt muß manm allerley Leder und Felle zur Haus-Noth-ierffl bey den Gerbern und Kürschnern arbei-U lassen; Item sehen, ob die Oefen in dc«I«, Vieh-Stuben noch gut seyn, auch ob dieW>, Pfannen und Blasen noch halten, da-nn!, irv es nicht wäre, der Mangel bey ZeiteniBnoch vor Winters ausgesetzet und ersetzet«den könne. Nicht weniger muß man nochiie Cisternen und Wasser-Leitungen räumenmd zubereiten. Es ist auch noch in diesemGnat vor der herbstlichen Tag-und Nächt-liche gut/ lebendiges Brunnen-Wasser zul-ch-ii und zu graben. Sonderlich kan man»WdieO.veUen am besten probiren, ob sie auchichlwasserhältig find, wenn ein dürrer Som-«U gewesen, und die Erde kein Regen-Wasseriisichhält. Inaleichen muß man nun sehen,«»nichts an Gebäuden fehle und abgehe, um>m Winter über die behörige Nothdurfft zu«erschsffen, und zeitlich Bau-Leute zu bestellen,>«ch alles vorhero wohl überlegen und aufzeich-wi, «aS kunffliges Jahr zu bauen nnd anzu-Achten. Man soll auch ieno einen Überschlag°>l>lbcii: Wie viel man von ieglicher Frucht ins«brauche; wievielman verkauffen könne,w «»e viel man irgend« aufeinen einfallenden

Monat eine sonderliche Artzney sind. Hinge-gen hat man sich noch vor vielem Traubcn-undObst Essen zu hüten.

Die Vvittei-ung betreffend, weilen dieserMonat das Ende vom Sommer, und hingegender Anfang vom Herbst ist, so ist er zwar im An-fang gemeiniglich noch ziemlich heiß, aber imMittel lässet er allgemach nach, und wird end-lich kühl; sonderlich pfleget um die Zeit, da derHerbst heran nahet, eine merekl-che Verände-rung des Gewitters,dem Aprillen Wetter nichtungleich einzufallen; daher es alsdenn, wegender geschwinden Veränderung der Lufft undvielen Regens, insgemein eine ungesunde Zeit,und zu vielen Kranckheite» geneigt ist. DerLandmann hält sich insgemein an folgendeWetter-Regeln: Nemlich zu Anfang dieiesMonats tritt der Hirsch in die Brunst; wenn ernun an einem schöne» Taa eintritt, so halte» siedavor, daß er auch bey schöner Zeit wieder dar-aus treten, das ist, vier Wochen nach einanderschön Wetter seyn werde; tritt der Hirsch aberin Regen-Wetter ein, so werte man eben der-gleichen bey seinem Austritt Habs». Und soder Hirsch etwas lanzsamer, als sonsten insge-mein jährlich geschiehet, in die Brunst tritt, so" t.ll - hält