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Land- uud HauS-Wirtschaffts - CalenderS, October.
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hält man es vor ein Zeichen, daß es auch lang-samer werde Winter werden. Ingleichen, wenner eher, als sonst gewöhnlich ist, brunstet, solles auch einen frühe» Winter bedeuten. Wennes um Michaelis schön Wetterist, so soll solchWetter noch vier Wochen dauren. Also, wennes zu Ansang dieses Monats, und sonderlichum alt Egidii ant Weiter ist, so hoffet man ei-nen guten Herbst und Wein vor dieß Jahr. Espflegen auch die Wein-Händler auf we Frösteund Reiffen vor Michaelis Achtung zu geben,denn davon wollen sie erfahren, wie nachmahlsdie Morgen-Fröste beschaffen seyn werden;nemlich, so viel Fröste vor Michaelis kommen,so viel sollen deren auch künffcig nach Walpur-gis oder Philipp! Iacobi sallen; und darnachrichten sich auch manche Wintzer mit derAuf-debuna des gedeckten Wein-Holtzes. Donner-W-tter um Michaelis sollen grosse Windebe-»euten. Und wenn die Vögel vor Michaelis,«der vor der ersten Woche des folgenden Mo-nats noch nicht wegziehen, so wird vor Weih-nachten kein harter Winter vermuthet, son-dern man will sich wohl eher eines gemäßigtenWetters »ersehen; insgemein aber, wenn eseinen schonen Herbst giebt, so pfleget ein win-
diger Winter zu folgen. Herentaegen auf ei-nen warmen und doch feuchten Herbst folgetqemeinialich ein langwieriger Winter,und mazman sich sodenn bey Zeiten um Futter umthunAlso wenn die Blatter nicht gerne von denBäumen fallen, so hat man gleichfalls einenharten Winter zu gewarten.
wegen des künffngcn Frucht-Wachsesund Jahr-Ganges hat man folgende Ver-muthungen : Wenn es um St, Mattbäi -Tagschön ist, soll es külifftiges Jahr viel Wein ge-. ben.,weilen die Reben und das Hol» wohl wach-sen und zeitigen kan: Denn ein guter warmer! Herbst ist dem Weine sehr aut- Sonsten hatman auch folgende Regel: Warme Nächtebringen süssen Wein, aber sie sind ungesund;kühle Nächte bringen sauren Wein, die abergesund sind. So es in diesem Monat nochdonnert, will man auch solgends ein gut und
- fruchtbares Jahr in allen Früchten gewarken.
- Wenn es zu Ende dieses Monats viel Zweyfal-> ter oder Wein Vö>'elein giebet, so werden dasfolgende Jahr die Bäume und andere Gewäch-se grosse Noth von denen Raupen haben: Wei-
i len die vielen Iweyfalter auch eine starckeBrüt hinterlassen.
Land-und Hauswirrschaffts - Verricht - und Anmcrckungci, imOctober oder Wcin-Monat.
Felde muß man zuvörderst, was im vo-rigen Monat beschrieben, und wegen Ver-hinderung nicht geschehen können, noch verrich-ten; sonderlich hat man, da aus ein oder ande-rer Ursache bishero die Herbst-Saat vom Wei-zen und Roggen hat müssen ausqeschoben blei-ben, dieselbe in diesem Monat bey Zeiten vor-zunehmen; und sonderlich die Gersten- undandere Aecker noch bey gutem Wetter stoppelnzu lassen. Nach verrichteter Winter-Saat muß»nan die Furchen zwischen denen Beeten mitdem vfluge behörig ausstreichen, und die Was-ser-Furchen, wohin das Feld den Hang hat,qver über die Beete sein tieff ausfahren, unddie Erde mit einer Schanffel rein auswerffeinDamit im Winter das Wasser nicht auf derSaat stehen bleibe. So rflegen auch etliche,die viel Felder haben, die Haber-Aecker diesenMonat durch, oder gegen dessen Ende umzu-reissen, und säen sodenn folgendes Früh-Zahrbald den Haber hinein; und solches ist, wennman es vor anderer Arbeit thun kan, gar gut,denn ein solcher Acker erlieget sich fein überWinters,und wird viel mürber,als der imFrüh-knz erst umgerissen wird, doch leidet solchesnicht aller Orten die Landes-Art. Man führetnun den Mist aus diejenigen Aecker, daraufman künffiigen Frühling Sommer-Korn, Ger-sten, Erbsen, Hirse, Hanff, Lein und HeideKorn säen will, (doch wo die Aecker schon vorhe-ro gedünget worden, darff man sie nicht nocheinmal düngen,) und wird der Mist so bald ge-breitet und untergestüryet, und bleiben die der-malst» gestürmten Aecker über Winter also lie-gen, damit der Mist faulen kan, die Aecker aber»«von sein mürbe werden. Den Hoxfferi/ der
zu Anfang dieses Monats noch nicht zeitig ge-wesen, pfleget man gleich nach Michaelis, ehedie scharffenReiffe kommen, von den Stangenzunehmen, lässet ihn pflücken, uud ins Trocke-ne legen. Hierauf müssen die Hopffen-Stöcks! umhacket und mit Erde zugedecket, auch die-Gruben so fort mit Mist beführet und im altenMonat gedünaet werden; da sie denn also !-iSin den Martium hinein liegen bleiben. DieMohren und weisse Rüben gräbet man nachGalli o5er um alt Burckhardi ans dem Acker,führet sie ein, schneidet das Kräutig oben ab,und liefet dabey die Saam-Rüben und Saam-Möhren, wie auch die welcken Rübcn darunteraus, ohne denen ersten das Gükräutig abzu-schneiden, weilen sie sonst nicht auswachfenwürden. Die abgeschnittene Rüden verwah-ret man an einem Ort, da sie nicht gefrierenkönnen. So wird auch das Kraut um dieseZeit abgehauen, eingeführct, und die Häuptervon denen Strüncken abgeschnitten, und zumEinschnciden oder Einlegen reine gemacht. Et-liche harte, feste, und ohnschadhaffte Häupterwerden an denen Strüncken gelassen, und denWinter über in einer Sand Grube oder einci»Keller vor dem Frost »nd Mausen verwahret.Was man von dem Kraut und Rüben-Landnicht zur Gerste und Lein will liegen lassen magman also bald umackern und Korn darein sä-:».Auf den Wiesen muß man das Grummet vol-lends gar dürre machen und einbringen lassen.Und soll man so denn, wenn die Felder bereitsuberpfercht sind, und es des Winters halber ge-schehen kan, die Hürden auf die magern oderdürren Wiesen schlagen, oder solche sonstenwohl düngen. Man muß auch in diesem Mo-nate