Druckschrift 
2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3485-3486
Einzelbild herunterladen
 

Land- und Haus-Wirtschaffts-Calsndcrs, September-

ii.

«lG 'i-t^

ch<4>

e.A»?A

»!«sS>.^

Mlk«'.?!>>ld

we-I^l Atztt».

.«„Krund ausrotten lassen- Und da endlich- cnothwe.idi-iere Arbeit vorhandm, .„dens ,sse» sonderlich, wo d.e V.ei>c.,ssl ist, denk ss Ä-th aufheben und zusammen su)l..aenN, den n, n denn fernerhin und wieder, und« cmiiÄ in den Gärten gebrauchen kan.M.IU pfleget auch um diele ?elt die Ahoin-M'tterzusammlen, und ander sonnen zu^ ?>u, weil die Trauben dünnen wohl ver-/ >,'»r> l..,i<> -lutdehaiten werten können.

«adret, und lange aufbehalten —.. . ^s« kau man auch noch Leun zum Zl^-strei'^ Back-Oefen und Scheun-Tennen grabenu„l> über Winters liegen lassen--,m ^ust- s.v^rc» soll mau oey trockenem^nnü andere-^wle-

« ö«!toii

iNilidki.«! Zill^vÄ

Sjjws»?

»k!

tis geringste» Neisse nicht leiden noch«»iii-en, nach Bartholomai, als um welel)- Jettie Neiffe!»fallen beginiien, unter Dach undmj Vewachs-Haus bringen und verwahren.Mi muß aber vorher» die Indianischen Ge-Mse, als da ist tt/acimkus lubcrvsus. 5.-M ii'iiicz. ^>°L und andere mehr, wenn siemch feuchte sind, mit dem Geschirr gegen dieSonne auf die Seite legen, damit die Feuch-lickeit sich heraus ziehe, und sie fein austrock-mn können. Man kan auch nunmchro vonallerhand Bäumen und Gewächsen, so in Gar-ten im Laude gestanden, als Lorbeer», Grana-ten, Mrthen, Oleaster, Lorbeer-!-Kmchen,Leufchbaum, Feigen-Bäume und dergleichenmehr, wie auch die gefüilete Levcojen undNetcken, die noch imLandestehen, wieder inKasten zusammen pstantzen, und seidige imGewächs-Hause wohl verwahren, Ebenfallsiß auch der Roßmarin mit der Erde fei» aus-jiiheden, in Kasten zu verxflaiitzen, wenn es ge-frieret, ins Gewächs-HauS zu bringen. Undendlich allerhand reiffer Blumen Saamen behutsam abzunehmen und sorgfältig zu ver-i«»I>reii-

Im Rüchen Gm-ten soll man die grossenzemseiiSaam-Guicke» abnehmen, und t» diekufft ins Trockene legen, ehe es aber gefrieret,den Saamen heraus thnn, waschen und imWarmen aufheben. Man kan auch die zeitigeZwiebeln noch immer bey gutem Wetter aus-ziehen, und etliche Tage zum Abtrocknen lie-zen lassen; hingegen aber die kleinen Zwiebelnm denen, welche um oder nach Iacodi ausae-dvben worden, zu Winter Zwiebeln wieder insMreich seüen. So muß mau auch nun den^»^wien, wenn er bereits etwas starck erwach-!e»/ so, daß er sich auf der Erden ausbreitet,dey trockenem Wetter zusammen binden, da-tierinwendig nicht fau! werde, sondern fein>a»»n gelb und weiß ve bleibe, sonsten bleibet^ und verdirdet. Man säet noch

«»lbel-Krauk, Rapuntzeln, Spinat, Petersi-uc», Mangold undde:gleichenKüchen Kräu-sowohl des Winters, als auchM zruhling, dasie bald zeitigen, zu yenisssen-"«t weniger säet man auch in diesem Monat^vhren- oder geloenRüben-Saamen, inqiei-^eii Capxes-und andern Kohl, um solchen imtWligen Mertzen oder April wieder zu ver-

Z48S^

psianyen. Nun muß man den Sparge! säu-bern und reinigen, solchen mit Hüner- Tau-ben- ober kurizem Käh-Mist überjeaen, undzwischen den Spargel-Slvcken fein untergra-ben , hernacher wieder kurken Mist darüberbringen^ mW also liegen lassen; auch die Arti-jchvckeii-Slvckeausputzen, dleGtengel an derErde abnehmen, und vom übrigen Kraute rei-nigen, damit sie hernach zu rechter Zeit kön-nen behacket und zugedecket werden. Bey an-gchendiun Herbst wird der Caimus ausgeho-ben,uiid denn im folgenden Mertzen wieder hin-aus versetzet. So kan man auch ietzt, eben alswie im Martio, die Zohannis- und Stachel-oder Rauch-Beer, vermittelst vbenher etwaszugestutzter geschlachten jährigen oder HeuergewachienenZweiglein, daran etwas wenigesvom fertigen Hvltze gelassen wird, fortpflan-zen- Ebenmäßig kan man die Berberis- oderSaurach-Beere/ oder, wie sie auch sonsten ge-nennet werden, die Weinschierlings-Beere/aus den häufig-neben-wachsenden junaenSprößlingen vermehren, und solche gar füg-lich an die Geländere stecken, weil sie nichtnur mit allerley Grund vorlisb nehmen, son-der» auch die Garten-Scheeren eben so wohl/»ls die Iohaimisbeer-Slaudeu vertragen kön-nen. So lassen sich auch dieQvitten auf erst-erwehnte Weise um diese Zeit fortsetzen; siemüssen aber an dem Ort, wo sie abgeschnittensind, ein wenig geklopffet werden, daß sie Fä-ser gewinnen. Ungleichen werden nun dieHecken und lebendigen Zäunezuw andern malgestutzct- In diesem sowohl, als folgendemMouät müssen die Garten Beete, darein mal?künssrigen Frühling wiederum säen will, ge-düngt und umgegraben werden. So sängetman auch mit dem AuSgang dieses Monats an/bis in den solgenden hinein, einige Küchen-Gewächse und Kräuter in die Keller in frischenSand oder auch in die besonders darzu verfer-tigte Gruben in Verwahrung zu bringen, alS:Winttr-Endivien, Cichorien oder Wegwarte»,Pastinack, rothe Rüben, Mohren, Steck-Rü-ben, Haber-Wurtzeln, Petersilieu-Wurtzeln,Rettige, Zucker - Wuri;e!n und dergleichen,nachdem sie zuvor acht oder vierzehen Tage inder Lufft abgetrocknet worden. Aus soichenmuß man die besten aussuchen, und zu Saamenbehalten.^ Ingleichen ist Zeit, daß man dieübrigen nothigen Kräuter "abschneide, und zudörren eins-mimle: denn in diesem Monatbringen bereits ihrenSaamen,die kleinen Klet-ten, Marien Distel», Speck-Lilien, Wolsss-Milch, Wegerich, Schleen-Sträucher, Rosen,kleine Maßholdern, gelde Schwerte!, Eppich,Korn-Rosen, Puupernüßlein, Hundszunge,Fenchel, allerlei, Kürbisse, wilder niedrigerKümmel und andere mehr- Solisten grünenund blühen noch in den Garten, und zeigenauch wohl zum Theil ihre Früchte, die Sie<'-mars-Wurtzel oder Morgen-Stern, Herbst-Zeitlosen, Schwein-Brot, Flachs-Kraut,Herbst-Narcissen,die grosseDürr-Wurtz, krau«fe Basilien, Herbss Enzian; item, Dreyfal-tigkeits-Biüiuiein, Eisen-Kraul, Fünsssi-iger-Kr«uk, Nücht-Echmeii, Wasser-

Klee,

1

I

^ ^ D

. s

I