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werden, in ihrer besten Krafft. Man kan iektroch Kröten aufbcncken, und an derLusst dör-ren, als ein gutes Mitte! vor die Pest und giff-tigcr Thiere Bisse, Massen sie auf den Schadengebnnoen, allen Gifft ausziehen- Und weil SieHi>?s diesen Monat über nsch immer anhält,soll man sich des Artzcncyens, sonderlich Purairens und Aderlässen», gäMlich enthalten,-auchalles hikigeGerräncke, Sveiftn, Gewürtze undden vielen Schlaff nebst dem neuen Biere mei-den. Hingegen soll man gute Diät halten,und säuerlich« küble Speisen^ auch anbey krssstige Magen-Starckungen gebrauchen, und indas Trincken Odermennige,Benedieten-Wurz,Polen und Wegbreit legen.
"Wegen der Witterung ist z» mercken,daß um die Mitte dieses Monats die Herbst-Winde entstehen, und nun insonderheit dieSüd Winds zu wehen ansangen. Um dieseZeit fallen auch die frischen Thaus, wovon dasObst und andere Früchte reiffen und abfallen,auch wurmstichig werden. Jngleichsn erhe-ben sich nun, sonderlich gegen das Ende diesesMonats die Nebel, die denn ziemlich ungesundsind. So psteae« auch schwere Regen, mit un-terlaussenden starcken Winden, und wohl end-lich Reisse zu entstehen, wovon das Laub an denBäumen bleich, und letztlich welck wird. Wenn
Land-und Hauswirtschassts-Vcrrich
oder Herb
c^m Felde fähret man zu Anfang diesesMonats fort, das Hinterstellige von demvorigen Monat gar zu vollenden, und sonder-lich das Heide-Kern gar einzubringen. Umalt Egidii und darnach wird der Hopffen, wenner hübsch zeitig ist, so, daß er gleichsam staubtund gelblich scheinet, bev trockenem Wetter ab-genommen und bald sepsiücket; nachmals läs-set man ihn auf einem breterncn Boden dünneausstreuen, damit er recht austrockne und nichtanlauffe, und so man ihn wegen der Menge,oder engen Gelegenheit des Ortes, etwas di-cker auf einander schütten muß, muß er zumofftern, iedoch behutsam, oewendet werden, da-mit das Mehl und die Körnlein, als des Ho-pfens beste Kraffk, nicht ausfallen; wenn er nunendlich genug abgetrocknet, kan man densel-,ben in einem wohl verwahrte!? trockenen Ge-mach, darein keine Lufft kommen kan, als wel-che ihm ssnst die beste Ärafft ausziehet, a«sbe.<halten. Das Krant muß man immerfort vonden gelben Blättern reinigen und abblaten, ^auch die RÄen durch Ausgrasen des Unkrautssäubern. Man fäkrer auch fort im Anfangdieses Monats, den übrigen MiA auf dieBrach-Feldcr ausftiführen, zu breiten und untefzu-ackern. Die Weiften - und Korn - Stoppelnwerden nun zum Sommer-Gerst-Feld umge-stürzet, jedoch nicht tieff, sondern, daß es nurbloß von der Erden bedecket werde, damit esvor Winters verfaule und sich erliege. Daraufxehst die Ssat-Ieit an, wie denn dre» Wochenvor und vierzehen Tage nach Michaelis die be-ste Saat-Zeit ist. Man fälMt wohl än ei!i-
ts-Talendsks, September.
der Mond im Zeichen der Indafer ist, und esentstehen ssdsnn Donner-Werter, so sviiMviel nnd grosse Rcaen darauf erfolgen.
Werzen der Früchte Gedeyen ist anzn-mereken, daß nun iext zuweilen eiN TH-iu aufKraut, Laub, Gras, und andere Gew icht -«fallen psiege, wovon i"cht nur Raupen und n-deres llngsu'cfer wachsen, sondern auch die'Baum-Früchte aleichsam infieiret werden, dazdahero die rothsRnbr und dergleichen Kranck-hcitcn entstehen. Man soll demnach um dieseZeit kein rohes Obst von Bäumen cFcn, csftv denn zuvor gewaschen oder geschälet, oderdoch zum wenigsten wohl abacrieben und awe-wischet worden, wei! diese Thaue an dem O-stshangen. Der Angustus ist, wie obgedacht, desWeines Koch-Monat, daher» Hoffes man, wennes um Laursntii nnd Mariä Himmeifehrtschön warm ist, auf oute Weine: u-d wennes aleich bisweilen mit un^er ngnet, so /Hg-dets denen Trauben doch so sehr nicht, wennnur die Sonne nicht darein scheint. Findetman um Bartholomai ci»e oder «ndere i c ffeTrauben so ist sonderlich gute Hoffn««' zugutem Weine. So es aber um solci.e» Tagschon reistet, so ist die späte Saat besser, alsdie Früh - Saat; weil chnfehlbar wiederumwarmes Wetter folget.
^uiid Anmcrckmigcn. im September,Monat.
chen Orten mit Egidii an zu säe«, zumal, wersich alten Weitzens zum Saamen bediene', esinuß aber ein iedsr sich nach seiner Luid- s-?!rt,wo er wohnet, richten. Winter Rüb-Saamc»pfleget man insgemein um alt Bartholomai zusäen. Um eben diese Zeit säet man auch dieWinter-Gerste, den Weisen aber aemmüalichetwa« acht oder zchen 5aze vor Michaeli? oderdoch knry hernach. Das Korn säet «I N! kur»vor oder um Matthai, aufdiegssönimcrrcTr-bis- und Wicken-Felder; >wfMittel-Felder,die mit schlechtem Hof-Mist qedüngek,um Mi-chaelis; auf ante warme Felder aberachi Taicnach Michaelis, bis Galli hin; wvde»;« Mee-ren, daß man die hochliegende«, und daüer tro-? cbencn Felder früher, ü nilich um uiid vor Mi-
^chaelis, die tieff- und in den Thälern lieacnseGrunde aber später besäen soll: Denn die Thä-ler haben, ihrer Natur und Gelegenheit nach,ohnedem genug Feuchte in sich,da im Gegen-theil auf Bergen m;d Hügeln sich solche baldverlieret. Das Grummet kan man auch nochum uud nach Egidii machen; also werden auchdie Herbst-Wiejen, die nur eüimal Gras tra-gen, gegen das Ende dieses Monats gehauen,uiid so fort das Heu gedorrel und eingebracht.D-e veralteten Wiesen, wol ehe wenig mehr tra-gen, kan man nun umackern, und so es nöthig,mit etwas Gassen.Erde,Schlamm oder andermguten Dünger uberwersten, und dennKlee-odeeHeu-Saamen darauf säen. Desgleichen kanman letzt im Herbst-Monats neue'Wiesen an-richten, unddas unnütze Gestände, Dsrnssräu-che, Kletten und Utliiaux mit allen Wurtzeln
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