kand-und Haus-Wirtschaffts-Calenders, AuZustus.
sten und fettesten sind, so soll ein Hank-Vaterdarausbedacht seyn,daß er Talch oder Unschlitt
Fang angehet, so muß man allbe-
^ Än diesem Monat darzu alle nothige Anstalt .
Noael-Leim undLein-Oel anschaffen, zu Lichtem, und geräuchert Hammel-FleischxberescheiuBeere sammlen, Voael Herde^ind j den Winter über in seinem Hause^abe, Man
den^Ä^o 'ist' säst"die ftliönste Lust mit den,-i-reutb Lerchen- oder Gereuth Vogel Fang,t- n Strich drey Wochen eher angebet, °IS derxinckeu Strich, und sind sie auch viel b^ zu,ssen Der Herd wird mitten auf das F-idmacht, wo keine Bäume sind, und die d.zu.choriaen Lock- Vögel werden den Sommerüber, wie andere Sina-V«ge> verhatten. ^ v,an man auch ietzund noch die Lock von andern«einen Vögeln, als Grünlinge, Snegl-ye,Hänflinge und dergleichen frühzeitig auf denM .Tennen fangen; oder, wenn sie auf denHauff und das Gemäuer fliegen, kan manieim-Sxindeln hinrichten, und ihnen die Flu-B hernach mit Asche reiben, so bleiben sie,lim die Reifste dieses Monats, oder doch kurkjem«ch sa'nget man selten mehr Nachtigallen,«eil sie um diese Zeit gemeiiliglich schon ver-glichen. SvnKen ist zu Ausgang dieses Mo-«atS und im Ansang des folgenden der Vogel-zug mit dem Sorenckel am besten : DennAder solche Zeit pfleaen wenig Sprencksl-Vs-«el, ausgenommen Rothkählgen und Meisen,Wterstellig zu bleibe».
Zu Hause hat man die Getraide-Boden beyZeiten zurichten und säubern zu lassen, damitmnen-gödroscheneGetraideauf daS dünnestedaraufaeschüttet werden könne. Es muß aberdas beste und reineste Saam Getraide beson-ders geschüttet, überhaupt aber alles neue Getraide über den andern oder dritten Tag fleißigumgewendet werden, daß es nicht auf einan-der erwärme und sich erhitze, sondern vielmehrwohl auskühle. Wer aber Mangel an Saam-Getraide hat, oder solches nicht sauber wäre,muß bey Zeiten bessers einkauffen, denn manhat sich nunmehro ,ur Winter-Saat in allemMst zu halten. Von dem ausgedroschenenGroh soll man iede Gattung, als Futter-«ttoh.Heckerling-Stroh, ingleichen was zumDach-Decken und Stroh. Seilen dienlich, auchdas Streu. Stroh besonders legen, und fleißigAchtung geben, daß das Gesinde dem Vieh»ichtdas nützliche und gute Futter^Stroh un-lerstreue. Wenn man Eyer einlegen, undden W>nter über oder sonsten laiige behaltenwi«, soll es nun auch in diesem Monat gesche-hn; im Sommer bleiben sie am besten inÄleyen oder Asche»; des Winters aber insteuern oder im Korn. So sol! man auch«un bey dieser warmen Iahrs-Ieit nicht vielbacken, weil es ieftt insgemeinÄ Hingegen kan man nun desto mehrM dörren und im Dorrath aufbehalten,«e» auch.etz« die Hämmel, welche die Gtop-' l»beiauffm,etivan bis Michaelis hin am be-
soll ingleichen um diese Zeit die ädrigen Lager-, Bicrevisitiren, auch nicht vergessen, die Wem-^ Fässer und anderes zur Wein Lese gehörigesGeräthe bey Zeiten hersor zu suchen, den Prcß-Jeug zuzurüsten, uns sonsten Anstalt zu ma-chen, damit alles iu dem bevorstehenden Herb-ste fertig und gerüs sey. Den übrigen Hanff,so bald er bey trockenem Wetter heimkommen,soll man ausklopffeil, ehe er anzeucht und zähewird. Den Flachs rüffein und rösten, auchdie Bollen, wenn sie ander Sennen dürre wor-den, ausdreschen. Das Gewand und Bett-Zeug kan man sönnen und lüffren auch flicke»und aukbess"-,,, und endlich bey allen Gebäu-den die Dacher, Fenster, Oefen und anderesbesichtigen, und nach erforderenderNothdmfftrepariren.
Vev der Rüche kan man nun CucUmernoder Gurcken mit Fenchel und Eßig einmachen:Capxes - Kraut, Kohl, Kürbisse und Melonenzu allerhand Speisen zurichten; Erbsen, Hir-sen, Gersten-Graupen ze. aber vor die Tage-löhner verspeisen. Item, Pfifferlinge und an-dere eßbare Erd-Schwämme zubereiten, theilstreugen, sasse» und anhängen, um solche denWinter hindurch zu gebrauchen- Man kanauch «un anfanaenSchnecken in dkeSchnecken-Gärten einftmmlen zu lassen, und aus demfrühzeitig abgefallenen Obst Branntewein zubrennen, oder Eßig zu machen, oder auch sol-ches zu verkochen.
Zur Aryney und Lebens-Ordnung ge-boret, daß man nun, sonderlich zw-schen denbeyden Frauen-Tagen, (nemlichvomi;Au-gusti bis den « September) allerhand Kräutereinsammlet und dörret, als da sind Angelica,TeuffelS-Abbiß, Baldrian, Braunellen, Basi-lien,Enge!süß, Heidnisch Wund-Kraut, Gun-del-Reben, Hirsch-Zungen,Majoran,Melissen,Meer-Hirse, Poley, Qvendel,Ringel Blumen,Scabiosen,Tausendgulden Kraut, Tormentill,Wohlgemutk, Betonien, Wegwart, Camillen,Beysuß, Roßmarin, Salben, Rittersporn, wil-der Saffran, Stab-Wurtz, Trauben-Kraut,Sprina- oder Treib-Körner, Iüden-Kirjchen,breitblätteria oder aülden Wund-Kraut, Isop,Lein Kraut, Bingel-Kraut,Lachen-Knoblauch,Augentrost, Leber-Kraut, Odermennig, Bil-sen-Saamen, Alant- und Benedieten - Wur-zel :c. davon die Kräffte und Wirckungen be-höriger Orten bereits gemeldet sind. Wennauch die Flieder-oder Hollunder Beere in die-sem oder folgendem Monat wohl reiff sind, pfle-gen gute Hauswirtinnen Safft oder Latwer-gen daraus zu sieden; und solche ist der Baurenund armer Leute Theriac, und beste Artzney vorGifft und allerley Kralickheiten bey Menschenund Vieh auf das nützlichste zu gebrauchen.Von den Himbeeren oder Hoblbeerei! kan maningleichen einen treflichen Eßig machen. Sosind nun auch die Hirsch- Geweyhe, die zwischenMariä Himmelfahrt und Geburt geschlagen
wer-