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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3479-3480
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Land-und Haus-Wirtschassts- Calenders, AugustuS.

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sie forthin bis gegen Michaelis nur zweymahl.Um diese Jett pfleget mau auch die Hämmel zuschlachten, oder zum Stich zu veriauffen. Sowerd.»auch zu gleicher Zeit/ nemlichzu Endediests Monats, die Schweine, jo d-e Sroppelnüberlauffen, auf die Mast eingethan,und kan

Monat die Karpffen wohl zum vierten mal, istaber nur Stöpsel Brüt, wie man sie zu nennenpfleget, und nicht besonders zu achten. Inden Teichen, Flüssen und 'Lache« muß man nundas Hanff und Klachs Rosten allerdings ver-bieten, weites den Fischen kochst,chädüch ist;

Nian sonderlich Roagen-und Geiste!!- Spreu auch keineRinneü aus den Bächen, als »vor-einmahl von der Mühle lauften laijen und den-! durch die Brüt abgeleitet wird, verstatten,selbe» geben; oder sie auch sonsten, wo man ! Ungleichen soll man mit dem Rohr in denendie Gewohnheitund Gerechtigkeit hat, aus die 'Teichen, und zwar allezeit zu Ende des Mond-Mühlen austheilen; oder endlich dieselbe in > Scheins,ssrlsahren. Sonderlich kan nun dasdie Eicheln uns »üd Obst treiben. Die Fer- 1 Binde- oder Böttger -Rohr, oder wie es einigerkel,so in diesem mid folaendenfüiissMonalen Orten genennet wird, die Schlatten, geschnit-fallen,taugen nur in die Küchen, und nicht zur! ten werde». ,

Zucht. Sey der Jagcrey und dem Weydwerck

Bey der Pferde-Zucht insonderheit, hat! gehet nunmchro die rechte HirjÄi-Feiste an,ian in diesem Mon it auf d «e Pferde fleißig j nachdem V^sRoth-Wildpret im Felde dasGe-

traide genösse», und davon feist worden. Es

werden dahero, nachdem ein oder mehr Hirschei» ihrem Aufenthalt durch den Lett-Hund er-kundiget sind, theils pzr5or.-gejager, theilsuns nützlicher aber mir dem Zeuge eingestelletund geschossen. Zwilchen bendc» Frauen-Ta-ge», nemüch Mariä Himmel,ahrt und MariaGeburt,deren jener aus den r; den Augusti, unddieser auf den üten September fället, ist dernoch ferner beobachtet! Hirsch mit a!lem,was er an sich hat, sowohl zurArtzney, als in der Küche zu gebrauchen, und

Man

AÄt zu haben,und derselbe» sv wvh! in derÄr-,beit als Fütterung und übrigen Wart undMe-Ke wohl wahrzunehmen, weil sich ohnedem umdiese Zeit geschwinde und gefährliche Zustandsan ihi.cn ereignen; dahero sollen die Knechteund Schmidte gute Aufsicht brauchen, und mitRath und Mitteln, allerhand Zustände schleu-vlg zu begegnen, wohl versehen seyn, ^m übri-gen ian dubey, was bereits im vorigen Mo-nat gemeldet worden,werben.

Bey dem Feder-Vieh lässet man die Gän-! angenehm zugemessen. DasSchwary Wild-se noch immer auf die Stoppel-Felder gehen,! prct aber tauget nunmehro nichts, ingleichenweil sie davon mercliich zunehmen^ Selbige! Rehe und H isen,bis zur Herbst Zeit, daesnutz-Niüssen auch in diesem Montt aeräuffec oder! licher zu jagen und zu fangen. Das wilde Obstberupffec werden, weil sie vor Winlers noch' muß man nun in Zeiten trocken einsammle»,einmal in diese Schule müssen Aus dei>jun-> und solches zur Sch^ein-Kirrun^, auch imgen Hahnen kau man nochCapaune» machen Thier-Garten das Wild damit^u füttern aaf-

hingegen soll man keineHüner mehr ansetzenweil die jungen Küchlein im nächstfolgendenMonat, sonderlich wenn frühe Reiffe entstehen,leichtlich erfrieren.

ZZey dcr Kienen - Zucht pflegen nunmehronach vollbrachter Schwärm-Zeit die Bienenden Anfang zu machen, diejenigen Threnen,welche in denen Stöcken oder Körben nichtsmehr nutz sind, auszutreiben, in welchem Kriegman ihnen beystehen und nöthige Hülste leistenmuß. Solches geschiehet am beste», wenn man

heben. Jetzt gehet der Rebh'.mer - Hang an,wenn der Schnitt vorüber, uns sind sie ietzundbesser zu fangen, als nach Michaelis, weil sienoch nlcht so weit und strenge fliegen, also, daßman ietzt ihren Fall leichter wahrnehmen, undihnen beykommen kan. Sie werden aber mitdem vorstehenden Hunde und Tiras,ingle>chenauch mit dem Treib-Zeuge gefangen. Nungehet auch der wilden und Turtel - Taribe»Strich an. Sie fliegen mit Haussen auf denFeldern, da man sie schiessen oder mit Schlag-

an den Fischen thu». Wen» die Felder meh-rentheils abgeerndtet sind, und nur weinstAecker mit Haber,Hlrse oder Heide-Ävrn stehenbleiben, sänget man Wachteln mit Sreck-Netz-lein, welche nach der Qvere über die Felder ge-richtet werden: Man macht aber, da^ sie genau

mit einem Messer in sie hinein sticht, oder sie j Wänden fangen kan. Von nun an müssen,bald erttzwey schneidet, da denn die Bienen, den Herbst durch, die Reiger auf den Teichennoch einst so sehr auf die Threnen los gehen, weggeschossen werden, weil sie grossen Schaden

ihrer gäntzlich machtig zu werden- Was nö- " ^ -

lhlg, und dem Stock oder Korb dienlich, dessenschonen die Bienen schon selbst; dahero mußman nichtalle, sondern nur diejenigen rödten,die insonderheit von denen Bienen verfolget

werden. .. ^

VeyderFischereykanman das Angeln mit bey der Erden auffliegen, und treibet allaemachGrillen und ausgez»genen Krebs - Schwanken die Wachteln mit euiemSeil, daran Schellenfortietzen; man muß aber die Angel - Schnüre und Federn allezeit eine halbe Claffcer lang vonkürzer machen, weil die Fische sich ietzt aus der einander gebundcn sind; man muß aber fleißigTn-ffe erheben, und am höchsten gehen. Auf Achtung geben, daß sie nicht übereilet werde»Bartholomai hören die Zische auf, in die Grosse, und aufstehen. Man tiraßiret auch ietzt dieund Lange zu wachsen, iedoch nehmen sie am! Wachteln mit einem guten vorstehenden Hun-Zleisch und Gewichte zu; dahero hat man sich de, und auf der Hand sitzendem Lerchen-Fälck-»nn zur bevorstehenden Herbst-Fischerey zu rü- lein,so sie sehr fürchten. Die k iib-acwachstneßeii.unddariudieFisch-BehalterundGruben Wachteln halten den Tirai avl liebten. Weili« Mbern- S»nst streichen zwar in diesem mit dem Anfanz des folgenden Monats der

klein«

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