->475
Land - und Hau? - Wirtschaffts - Calenders, Augnstus.
Iabr-Witterunaen die Trauben zu keinervollkommenen Zeitigung aclangen möaen,und also nothwendig schlechten Wein aesenmüssen. Wenn es um den Margarethen-Tag, oder das Mitte! dieses Monats, eini-
Z^7^!
ge Zeit nach einander starck regnet, so sattendie weischen Nüsse ab, die Hasel-Nüsse aberwerden madig. So vfleaen auch, wenn esum Jacobi starck regnet / die Eicheln zu ver-derben.
Land-und Hauswirtschaffts - Vcrricht ? und Anmerckungcn
im Augusts.
c^'nl Felde hat ein fleißiger Hauswirt die terarbeiten lassen; ingleichen mit dem Kraut-Erndtenoä) eifrig fortzusetzen, und den Blaten^orttahren, und Kraut und Ruoenfieis-Segen Gottes, so viel möaüch, trocken und sig jäten.> Man pstczet auch nun das frühebey Zeiten einzubringen. Sonderlich muß er Grummet Gras tu hauen, und wenn eS dörreden übrigen Naber noch bey Zeiten hauen, rö- gemacht, an behöriaen Ort brinaen zu lassen;Ken und'einführen lassen; inqleichen den im nach diesem aber müssen die Wie>en wieder-Mayen gescketen Flacks raufen" und denselben, um fleißig gewassert werden. In diesem Mo-fs bald er gerausst, rüffeln, oder die Bvllen ab-inat, bis zu dessen Ende soll man lüglelchen dasstreiffen, und in die Roste legen, die Knoten Laub vors Vieh hauen, dasiMe an der Sonne»der Bollen aber entweder an der Sonnedör-.dörren, und fein trecken emMren, man mußren, oder auf dem Boden abtrocknen lassen, sich aber damit nicht zu lange säumen, denn soDen von der Stauche kommenden Flachs soll bald der erste Reiffsullet, >o bald verdirbet auchman nicht alsobalden blauen und brechen, son-idas Laub, oerwelcket und 'ailet ab, und kandern zuvor deii Winrer überwiegen lassen, da-^dariiach vor das Vieh nichts ehr gebrauchet
mit die spröden ' . - ^
und gelinde werden,
sich viel gutes wea. . ^ ^
mein um oder nach Bartholomäi gerausst, undjLaub vor die Kuhe, ^aS Wesn-Laub aber kan
Stroh bedecken, damit das Geflügel die Körner!wahren; die vom Säumen aezogene Neickeanicht abfressen, undSchaden thun rönne.Weüii zum andern mal in gut fett Erdreich ve'.pflan-
er also acht Tage lang gedorret, wird ec ausge-bunden und einaeführet. Man muß aber auchden Hanff, wen» er aeraufft oder ausgezogen,»nd trocken eingebracht worden, bald dreschen,denn sonsten keimet er gleich, und wird gernezähe. Uni Bartholomäi wird auch der meisteHirsen reiff, welchen man, wenn er an den Spi-ken oder Kolben gelb zu werden beginnet,schneiden, und nachdem er also >n Häufleindren oder vier Tage gelegen, und auf dem Acker«edörret hat, binden und einführe» lassen inuß.DaS früh-gesäete Heide-Korn, welches eben-falls um Bartholomäi reiss, und an Körnernund Stroh schwach zu werden beginnet, magman hauen, und, wenn es ohngefehr sechs Ta-fle lang in Schwaden gelegen, ausrechen, bin-den und einführen. Den Hirsen, das Heide-Korn und den Hanssssli man, so bald sie einge-führet, ander Sonne aufbreiten, und vollendstrocken und dürre werden lassen, sonsten werdensie bald schimmlich. Linsen und Wicken wer-den gleich denen Erbsen, und im Abnehmendes Mondes abgehauen, und nachdem sie zweenoder drey Tage auf dem Acker gelegen, inStroh-Seile gebunden, und bey trockenemWetter eingeführet. Nach der Erndte, odersuch wahrend derselben zu gelegener Zeit, rüh-ret man die Aecker zur Winter - Saat, und sol-len gute Wirte kurft nach Bartholomäi da-mit fertig seyn. Den Mist, so um Pfingstennicht gar ist auf die Brach-Aecker geführet wor-den, km man in diesem Monat auf die gerühr-ten Winter-Gersten-Weihen-und Korn -Aectu' ausführen, breiten, und hernach bald un
ien,und solche fleißig besessen; ingleichendenSaamen der Orientalischen Hyac-ntsen undNarcissen säen; auch die späten Tuluancn,Kömgs-Kronsn und andere Zwiebel - Gewäch-se bey trockenem Wetter aiisn-hmen, und ineiner lufftige» Kammer, bis zurWieder-Einse-tzung verwahren, inzwischen aber die Länderzu Tulipanen und andern Zwiebeln »ut et-was kurtzem Mist und HolY - Erde düngen undumgraben, damit das Erdreich fein luck^r wer-de. Man kau auch nun die Hecken und Busch-Bäume, wie auch die Kräuter das lehtemal be-schneiden, und gegen Bartb.oloiuai allerhandBänmlein, als Lorbeer», Myrrhen, Lorbeer->Kirschen,Granaten-Bckumlein Spanische Ge-wisse, und dergleichen junge Bäumlem mehr ingutes Erdreich pflanhen.
In dem Rüchen - Garten pfleget man jetztvor Laurentii oder knrh darnach den Kapp-Saamen zu Winter - Pflantzen, ungleichen denWinter-Spinat- Steck-Rüdlem-Winter- Ct-6)vrien - Rapuntzeln - Petersilien -Pastinack-Körbel-und Winter.Rettig Saamen zn säen-Auch spaten Salat nachzusprengen, an Orten,da ein anderer schon ausgezsaen worden. S»kan man auch letzt den Feld Salat in die Gär-ten versetzen, um denselben über Winter zuge-messen, und denHoU-oder Jacobs -Lauchge-gen den vollen Mond verflantzen, die Zwie-beln aber im abnehmenden Monden ausheben,und sie auf eine» Boden dünne aufeinanderschütten, daß sie wohl austrocknen, und zumAusheben tricbtia werden. Die jungen, so imkünffiigm Frühling zu verxflanken, wie auch
die