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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3473-3474
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Land und Haus^WirtschafftS^ Calenders, Julius.

.7. .Müden aeschichet, ,oll die Arkney desto^mer scv». So sammlet man auch nun? «Mtcr, die ihre beste Krafft haben, alsji»t, Odermennig, A»is,Beymß, Bor-i«acn, Tormcittill

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iiz^imit, Odermennig, Anis, Beysuß

5 -n Tormculill,Bären.K!au.öamiUen,Car-Ä.cdicten^ Tauben K°rbcI?'Ängel.ca, Sa-ck , Neisterwuriz, Salbe», .,sop, Thymian,dsiöckcl, Lavendel, Nießwür^Waiier- Be-Mi-u.W-llwur?, W-ndcn, Wullkraut, Tan-MÜlden-Kraut, Ochstn-Zungen,

oder Bocks - Horn, Mutter -Kraut,«Minder --Muthe und dergleichen. WegeniMmmwngderKchiM' u»d Wu/'^ln, wor-»lmmmekro. sonderlich »W-i^en Manä Hmn-«chunß unbMaria H-mmelsahrt, die beste x>eitz.büt man inSgemciü nachfolgendes zu mer-km! Sommer sammlet man die Krauter»»» Dörren, die man nachgehend? zur Aryney,der zur Speise, und sonsten den Winter durchMbrauchen hat. Im Herbst sammlet manlieSaamen von den Kräutern, >o wohl dieiel-W zu gebrauchen, als den Garten wiederumzu besäen. Im Herbst, da das Krautmzaugen, und die Krafft in der Wurtze! ist,lwchlauch im Frühling, gräbet man die Wur-zel», um Confitüren und Conssrven dasvn zuWchen. Die Blüthen und Blumen, so manin der Arkney gebrauchen will, muß man ab^nehme», wenn sie sich avftdun, und ehe sie noch,i>»sich selbst abfallen. Die Kräuter und de-Vi Früchte aber insgemein soll man einsamm-le», wenn klar Wetter ist, absonderlich im ab-nehmenden Wond. und vor der Sonnen Auf-Mg. Koch-und Suppen-Kräuter rauffet

verfertigen; iedoch nach dreyen Iuhren verlie-ren sie, und sonderlich die destillirte WassermehrentheilS ihre Krafft, da man denn selbiaewegthun, und sich mit neuen versehen muß.We>l in diesem Monat die H»?e recht angehet,als soll man sich vor allen mäßig halten, undwenn man sich starck beweget uiiderhiketkat,nicht zu lahling oder auch zu starck trincken,Massen man sich nun leichtlich um seineGesnnd-heit bringen kau, Man soll <ruch in denHnnds-Tagen weder zu warm noch zu kalt baden, auch,so es nicht hoch nöthia, keine andere Aiyeneynoch Aderlassen gebrauchen, nicht weniger vorstarcken hitzigen Weinen sich alierdinas hüten,auch der süssen, allzulMigen oder auch zn vielgewuryten Speisen, sonderlich aber der Fische,die in Pfnlen oder sumpfigen und mooßgenWassern gefangen werden, oder die sonst einweiches Fleisch haben, Karpffen, Schienen,Aale, Aalraupen, Weißfische und dergleichensich ebenfalls enthalten, denn man nun garleicht eineKranckveit sich davon an Hals esse»kan. So hat man sich auch vor dem Obst zuhären; hingegen maz man guten Kräuter-Salat, von Lattich, Endivien, Wegwarten,Kresse?e. mit Eyern ic. zubereitet, gemessen,auch Morgens nüchtern ein wenig Saldey undRauten aufButter und Brok essen.

Die Witterung betreffend, pflegen in die«sein und folgenden Monate sehr schädlicheThaue, so man insgemein Mehlthaue neunet,zu fallen, wovon Laub und Kraut blättenchcund wurmstichig,, die Weide und Fütterungaber dadurch beschädiget und ungesund werden.

man aus, wen» sie noch im Wachsen und also So ist auch zn mercken, daß, wenn um diese Zeitbey guter Krafft find: die Arkney - Kräuter die Ameisen ihre Hausen höher und weiter, als«der, ehe die Blatte abfallen, als um welche! sonst gewöhnlich, machen, solches einen frühenI Zeit dieselbe in der besten Kraft stehen; hinge-1 und kalten Winter bedeute. Wenn es in der«enden Saamen davon, wenn solcher beginnet Erndte-Zeit trübe, aber doch kühle mit ist, s»

dörre z» werden; die Wurlzeln, wenn die Bläk,ler vergangen sind, und das gemeine BaumM und Früchte, ehe sie seihst abfallen. Die

fürchten sich die Bauren nicht leichtlich vor ei-nem Regen; wenn es aber geschwul, und die

, ,. ! Fliegen haben ein grosses Geschwärnie, und ste-

Krauter, Blumen, Saamen und Wnryeln, diesen sehr, so wohl auch die Floke,ssbefahrennian bewahren und hernach gebrauchen will, l sie sich eines Regens, und legende gebundene

müssen nicht an derSonnen. sondern an derLustundim Schatten,und insonderheit die BlumenZwil chen zwey schonen leinen Tüchern getrock-

Garben bald in die Mandeln, Wenn a«ch derabgehauen - liegende Roggen knistert und pla-net, als wenn man einen Halm entzwey breche,m werben, denn sonst würde die Sonne ihnen, so psieaet ebenfalls bald ein Regen darauf t»MKrafft ausziehen und vermindern. Man ^ erfolgen.

m? auch solche Kräuter, Blumen, Saamen i wene» der FrüchrcGedeven ist anzumer«W Wmizeli, in Schachteln oder Säckle>n!ker!, daß der Mehlthau, so in diesem MonatWt einpacken, damit sie bey ihrer Krafft blei-j fället, dem Wein und allen andern Fruch«»en,»nd sie nachmals in trocknen Orten bewah-tm, sonderlich aber der Vieh-Weide und Fut-'^..Die Saat, so in Hülsen vder Schalen! ter sehr schädlich sey, und solche offt in Grund«acvit, als Erbsen, Lauch, Zwiebeln und der- verderbe -, Doch wenn es bald darauf regnet.

S -ichen, lasset man am bestei, in gedachten ih-"'^Schalen, bis zur Am, da sie^ ^ werden. Die Wurtzeli! aber, die'"7 >» CoiislturenmidConservc» gebrauchenK U, mux man von ihren Spcößlein und Fäser-»m iaudern und rein waschen, darnach trock-

und der Brand abaewaschen wird,so schadet esnicht so sehr. Wenn es in diesem Monat sehrHM, so bleibet der Wein klein-körnig; regnetes aber zuweilen, so wird er fein groß-körnig.Kalte und nasse Hunds-Tage sind dem Weine

«?>, i>. v ^ "»»">«, auch schädlich: Denn man sagt im Sprich-

«m,ni Scheiben schneiden, anreihen, und also wort: Was Julius und AugustuS am Wem^''ncrrussl iin Schatten voliiz irocknen. Vonuucht kochen, das wird der September,wenn ergemeldeten Kräuteri, nw, kau mai, um dieses auch »och so warm wäre, nicht braten. DaherM'ulcrlchiedliche Aryneven, als gebrannte^ sind auch die späten Jahr -Gänge insgemein"»»er, Con,erven, Syruxe nnv dergleichen nichts nuft. weil nemlich bey dergleichen spaten

! ; Jaw