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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3471-3472
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kand- und Hans-Wirtschaffts-C-üenders, Julius.

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Nie! speise»/ ss werden sie vortrefflich zur Lo-! damit es nicht sauer »nd stinckend werde^undcke, auf den Herbst in der M^seu-Hütte bey > bey der harten und schwerenSchnitt-Arbeii diedem Kloben zu gebrauchen, oder auch nur dieLust vor einem Fenster bey einem, vermittelneines Gewichts, sich immer selbst richtendenMeisenschlaa, oder etlicher anderer Meisen-schlage damit zu haben. Weil auch nun dieZeit des Vogelfanges herbey nahet, soll man dieNetze und Garne herfür suchen, und was et-w m von Ratten und Mausen zernagt und zer-bissen, oder sonst zerrissen ist, bey Zeiten fleißiggusbessern und flicken. Auch soll man alle alteund lsere Vogel-Häuser zeitig aussaubern undzurichtn, damit man, wenn der Fang angehet,dieser Müheüberhoben ien. So soll man auchim Verrath starcke eichene Stangen zurGchnexffen-Psurwle, a»ch aufdieKrammels-Vögel zu Leim Stangen, und was man son-sten zu den Herden und anderm Pogelsana fürHolst und Pfähle bedarff, gehöria anschaffen:

Damit um diele Zeit bis zu ansehendem Fangalles wohl austrockne, leicht und starck werde.

Nach Endigung des Fangs muß es insgesamtwieder abaetrocknet, und an einen sgubeni Ortunter einfach geleget werden, da ihm die Nassedes Regens nndSchnees nicht schaden, sondernclles desto lanzer dauren, und man dadurchmanchen Unkosten ersparen, auch übers Jahrwieder brauchen msae. Am besten ist,man ver-sehe sich mit deraleichen Holst und Standennoch in; Winter, da die beste AeitHoltz zu fallenist, sonderlich mit den Nacht-und StreiÄ-?!.c!;-S/aiigen,a,!ch Lerchen-NeK-Stä' en, dendiese müssen dunckel und aleichiam rußig seyn,damit sti im Duncke!» nicht zu weis! scheinen.

Nicht «e»i?er mu§ man auch die Maschen und

armen Leute sich erqvicken können. Das Ge-traide auf denen Korn-Böden muß man, son-derlich, wenn unten Vieh-und Pferde-Ställevorhanden, noch immerfort fleißig stärken las-sen, damit es von beyderley Hiye und demViel? Gestanck nicht angehe. Das beste Heu-Futter von dem neuen soll man an einem be»sondern Ort behalten, damit man solches demVieh gegen Lichtmeasürleaen, und eS dadurchbeym Leibe erhalten könne. Nun muß derFlachs geräufft gerüffelt und die Ballen oderKnoten, wenn sie ander Sonne gedörret, aus-gedroschen werden- So muß man auch denHanff, so bald er bey trockenem Welter heim-kommt, ausklopffen, ehecr anzeucht und zähewird. Die reisten Kit schen und ander frühesOdst muß man fleißig brechen lassen, und msman davon behalten will, ausfieden oder ba-cken, oder Kirsch-Br.intewein davon brennen,dieandern aber verlausse». Also kan man auchnun die sauren Kirschen oder Weichsel dorren,oder Weichsel-Weine davon mache.-«. Die Kel-ler-Locher und Oeffnmigen soll mau wohl ver-wahret halten, damit die Bliüe und Wetter-Leuchteu um diese Zeit dem Wein nicht Schä-del! dringen. In diesem und folgenden Monatpfleget mandie Brunn-Adern und Qvellen zÄden Brunnen zu snc.'en, und solche zu graben.Jngleichen bey denMühlen, was vonnötken, zubessern. Sobald der Schnitt (oder dcch grö-sten theils) verrichtet, kan man von dem neuenGstt>ide etwas zur Probe ausdreschcn, oder,wie es eigentlich genennet wird, vorschlagen,. . . «m zu sehen, wie ftch das Metraide in Körnern

Schneisse^ oder Dohnen, und zwar die starcken z ergebe, damit ein vorsichtiger Landwirt einen

vv» etw in zehen Haaren braun oder schwartz,zudenLaus-BogcnbeyZciken im Verrath ma-chen; oder zu den Amseln und Drossel» »onvier, füuf oder sechs Haaren, welche man zu denHenck-und Lauff-Bogen gebracht. Insge-mein werden erstgedacdte Bogen von birckenenRuthen, und zwar so viel im Verrath gemalt,«ls man derselben gebrauchen will, odervounö-thenhat. Uibrigens soll inan noch wie sonstden ganzen Sommer über denen Raub-Vö-geln fleißia nachstellen, und ihnen ihre Gestelleund Horste oder Nester auespure» und verstö-re^in Summ» sie, so viel möglich, ausrottenund vertilgen-

Zu Haus? muß man noch zu Anfang diesesMonats vor der Erndte die übrigen Stroh-Geile machen; auch die Scheunen fein aus-räumen, und sonderlich die Dacher davon re-pariren und ausbessern lassen, wenns zuvornicht geschehen ist. So muß man auch das an-dere nothwendige Schiff und Geschirr zurErndte Wyhl gefaßt halten, damit es hernach-M >!s «l» der Arbeit keine Verhinderung gebe.Juglcichcn nach dem geräucherten Fleisch undanderen Speise Vorrath bey Zeiten sehen, obm 'N auch durch die Erndke damit durchlanaenmochte! nicht weniaer das Getrckncke vor das

ohnaesähren Uiberschlag machen könne, was erzu Gelde zu machen und wiederum auszugebenhabe, um den bevorstehenden Winter über sei-ne Hanswirtschafft darnach anstellen zu kön-nen. So mag man auch absonderlich bey Re-gen-Wetter, bald anfangen, Winter-Gersten,und denn auch Weisen und Kern zum Saamendreschen zu lassen.

Bey der Rüche kan man nun die jizngenGänse, welche um die Helsste dieses Monatsihre volle Federn bekommen, zum Verspeisengebrauchen. Auch um diese Zeit Melonen mitZucker zurichten, doch mußmansienurma'ßig-lich gemessen. Nun kan man kleine Gurckenmix Fenchel und Eßia einmachen, und Turcki«sche Bohnen oder Phaseolen zum Verspeisengebrauchen, oder gleichfalls einmachen.

Die Arynev und Lebens-Ordnung destreffend, kan die Hau^-Mutter noch immerRose» Wasser brennen; ingleichen die Spil-liug-oder gelbe Psiaumen-Kernesammlen, undalo ein dienliches Mittel wider die rothe R»hcaufbehalten. In diesem Monat soll man auchdie Peonien-W»r»,e!, als eine edle Arkney wi-der die fallende Sucht oder schwere Kranck-heit und viele andere Haupt -Beschwerden,

(Ännds nud Frvhner aus rein und sauber Ge- ! zur Zeit, wenn die Sonne in^den Löwen 'tritt,M füllen, und in eilten guttr Keller legen,! autgraben, und so es ^gleich im Zunehmen