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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3469-3470
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Land-und Haus-Wirtschaft-Calenders, Julius.

Z470

^ - .Tücken - Denn, wenn man fie.bey solcher. ' '//selten trancksk, sv übersauften sie »ich h-r-v rfana/,, davon leichtlich; da manmit Bescheidenheit offt ttäncket, so .iisI^ ^i stat eines guten Habers, Bey gros-

k, ^e soll man die Pferde zum offter», in die?ch'w-mme reiten oder sonst abwaschen.^>ch soll msn!

Ksssr reiten, bisgriffen, daß si-^ wiederum los

^iremmereiten. ooeriv»u uv.v»,u^». Son-soll man sie des Abends fein tief ins, K-ss-r reiten, bis an ^nH«^«?d^ab-

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Uiffen'dai li'- des Schw^iN'und Stau-m'ederum los werden; doch muß solchesM geschehen, weil sie noch heiß sind und«kc-i sondern wenn sie ein wen-g geruheta.und ihnen die Hiße verganaen ist, als-»B, maa man sie schweuimen, dap nedarnach"m, und die Müdigkeit sich verziehe. MauN ihnen auch Sa!« mit Mehl vermijcht, fleii-d!»lecken geben, denn svnsten bekommen siejllch'tlich böse Mäuler. .

Lev dem Feder -Vieh kan man nun indie-U, Nonar die jungen Gänse gleichfalls in diekküpel-i treiben, weilen sie sehr gut und wohl''I Miuack davon werden. Man muß ne anchM unmerzu vor den Mücken verwahren, und^nassen, Wetter dieselben innen halten, undMauttreiben. VorIacobi, und ehe diemsse SiPe einfallet, müssen die Hähne, sv zuxmnmea dienen sollen vollends gekappt wer-kA Auch soll man keine junge Tauben mehrMaen lasse». , .

Aey der Bienen-Zucht. Weilen sich inWw Monat noch SÄwärme finden, als mvßsi«ißia Achtuna haben, daß sie nicht durch-Diw. Gememialich aber, wenn im Iunivck.'ä?r»»I «fes??etter gewesen, bringet der Julius s»l-che Schwärme ein. Wenn die Schwärm-Ieit:A' ßch«eendi-!.t,m«ßman, so bald die Vor-und»e.?::W.-I M> Schwärme ausgezogen, die Unker-Ge-I tiiide hert-lr bringen, damit die alten Biene»/iienkümehro ihre Schuldigkeit im Vermehrennd Schwärmen abgeleget, es auch an ihrerftniern 5'rbeit. dem Bienen - Herrn zu Nnyen,mchl mögen ermangeln lasset: Denn diesesiß ein Menat, dai iniieu die Bienen noch herr-lich luu.'n können; haben sie aber alsdennleinen Raum, indenie die jungen Bienen, eheßeamgeioaen, init ihrer Beyhulsse den alten?leck sastsnllm helffeu, so werden sie fernerzn«!?>!en l'äg und faul. Solchenmach ist INIZ»lio nach der Schwärm-Zcic das untere Ge-bäude höchst nöthig.

> L>ev der Fischerey kan nun, wer sich des An-i Seins bedienet, Laub-Frösche, Heuschrecken.Gnllen, oder auch gesottene Krebse dazu gej muaien. Man kan auch noch in diesem Mo-mt das schädliche Geröhricht in denen Fisch-Tclchei, hauen lassen,und soll es im leütenVier-^.. , m des Mondscheins am ersten u«d besten zui,i^' Wen sei,». Und weilen die Hifte in diesem---i:-"' > Menar gemeiniglich sehrgrvß zu werden psie-

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.M.als soll man die Teiche, undWche in denen-Um,wo man Gelegenheit darzu hat, öfftersmn" NMHem W .sser anlassen und erfrischen.^ »>e E>!»en,oll man fleißig von denen Srreich-Aid 'ruk-Teichen wegschaffen, weil sie so woklMi gewchte» Karpffen-Rogen, als der jungen

Brnt grossen Schaden zufüge,,- Die Ganssaber, weilen solche absonderlich die Teiche mder Fläche hin und her ausschnudcrn, und dieNahrung-suchende Karpffen und junge Brütvertreiben,soll man ebenfalls nicht dulten- Espflegen die bische, wenn der Donner in dieTeiche schläget, wieeS offtmals in diesem Mo-nat paßiret, abzustehen, dahero man fleißignachzusehen, und wenn dergleichen erfolget/alsobald frisches Wasser in die Teiche lassen,oder in Ermangelung dessen, denselben l» y Zei-ten abziehen, und die Fische in ein anderes undfrisches Wasser seven, als worinnen sie sich nachund nach bald wieder erholen werden. Svn-sten streichen die Karpffen in diesem Monatzum dritten mal im Jahre, wie auch dieSchienen,Karauschen und Pärsche, und nochviel andere gemein.Fische. Und weilen zu En-de des Monats die Fische insgemein aufhöre»zu streichen, als kan man nun in den Wassernwiederum dieNeye und Fisch Garne bis gegenden Frühling hinein gebrauchen.

25ey dem ^Vcydwerck kan man, so bald dieKirschen reiff werden, Äinsel!', Wcyrauch-over Kirsch-Vögel und Kernbeisser mit Leim-Spindeln fangen, damit man sie herm'K imHerbst zur Lock gebrauchen kan. Wenn maneinen Kirsch - Vogel oder mehr bekommt, kanman sie, absonderlich in Käfiche eingeschlossen,anfdie Kirsch-Bäume stellen und Leim-Ru-then darauf richten, so stechen die wilden Vö-gel daraufund werden also gelangen. Auf demGebirge werden die Schnerren Haussen-weileauf denen Herden um und nach Jacob! ge-fangen, weilen sie nach Wachholdern, Vogel-oder Eberesche» - Beeren, und Ki-scheu, nurgrosser Begierde in den Strauch fallen, wobeyaber ein paar lebendige Lock-Vegel fern müssen.Nun können die jungen wilden Tauben-in den

Vdrhöltzern geschossen werden. Zwischen Jo-hanniS und Jacobi manfen sich die wilden En-ten und Gänse, tilcher sie in den großen mitSchilff und R>'hr bewachsenen Teichen umsolche Zeit Hauffen-weis kennen aesangen wer-den. Gleich nach Jacob» gehet der Vogelfangmit dein Käuyaen an. Man mag auch um sol-che Zeit die Sprenckel anrichten, veriiemlich,,vo mau rorbe wilde Hollundsr-Beerlem ha-ben kan. Etliche brauchen Maimis-Beerlemund Kirschen an solcher Stelle. Man bekommtzu Anfang dieses Monats noch die meiste jungeVögel, die mau in denen vorhergehenden habe»kan: Gegenden, Ende des Monats aber höre»ihrer viele auf zu brüten- Die jungen Ainc.enfallen vier Wochen vor ihrem Strich Hallig mdie Gärten ein, so, daß man in allen die Lust ga-ben kau, mit einer Schlag-Wand zwankig bisdreyßig auf einmal zu ziehen, wenn man nur,ohneGebranch der Lock, den Rasen an dem Ott,wo man das Gar» hinschlageil will, hinwegthut, und 5ie junge» Fincke» eiliche Tage langmitHanff ankörnet. Auch kau man zu ^udedieses Monats junge Meisen mit Heuschreckenfangen, nud weil sie den gedruckte» Hanfs uns

...üsse noch nicht ertragen rönnen, selbigeHeuschrecken, oder m Milch geweichter Sem-KK.K 4 wel