tanv- und Haus-Mrtschasst6»Calenbets, Iuliu«.
seiner Zeitipung mächtig befördert wird. Wennmm solche Zeit starcke Regen sind, so pflegendie Hasel» und andere Nüsse schlecht zu gera-then, weilen sie um diese Zeit noch zart seyn«nd die äusseriiche Feuchtigkeit Nicht wohl lei-
den können. Zugleich«» wenn die Eiche!«um IvhanniS anfangs kurtz in ihre» Hütleinstecken, bedeutet es, daß sie wohl gerathen wer-den ; sind sie aber läMicht, und wie Zapfte»heraus, zeiget esdasWiderspl'elan.
Land--und Hauswirtschafftö-Verricht-und Anmerckungen in demIulio ober Heu - Monat.
Felde hat ein fleißiger Hauswirt vorallen Dingen gute Anstalt zu machen, daßdie Arbeiten vollends verrichtet werden, die im»origen Monat zurück geblieben sind. Undsonderlich, daß der Mist noch gebreitet und un-tergepflüget werde. Ehe auch noch die völligeErndte beginnet anzugehen, pfleget man dieAe-«ker zur Winter^ Saat, da sie nach dem Brachenvon neuem sehr verwachsen seyn,nun zum an-dern male umzuackern, oder mit dem Pflugeumzuwenden. Welche Aecker aber nicht gar»u zähe, noch zu sehr mit Qoecken durchzogenMd, solche werden insgemein nun bald ge-rühret. Nächst denen Kraut-Feldern soll man«»ich noch den Flachs fleißig >äten und reiniaen.Den frühen Flachs und Hanff aber rauffen,rüffeln, und ins Wasser legen. Item, denHanff fimmel», das ist, die kleinsten und subtilesten Stengel, die nicht Saamen tragen, sobald sie anheben zu stäuben, bey Zeiten auszie-he» und sammlen lassen; denn dieser Fimmelgiebt ein gutes Gespinste, und wird unter dasflckchsene mit untergewircket. Weilen hier-nächst in diesem Monat fast alles Getraide reiszu werden beginnet, so hat man sich nun feinzeitlich mit dem nöthigen Schiff und Geschirrezur Erndte gefaßt zuhalten, sonderlich aber dieRosse vorher recht ausruhen, und wohlsütternzu lassen, damit sie im währenden Einführendes Getraides ihre Dienste recht verrichten.Die Erndte selbst soll, wo möglich, bev schönerZeit «errichtet werden; d« es aber nicht sey»fan, muß man doch zum wenigsten die Früchtetrocken in die Scheunen bringen. Und wennauch das geschnittene Getreide beregnet wor-den, muß man die Mandeln zerlegen und ab-trocknen, und denn wieder festen lassen. In-sonderheit aber muß man auf die Schnitter'gu-te Acht geben, daß sie die Früchte nicht zu hochabschneide»/ und also zu kurtzes Stroh machen,«eilen solches einem Landwirt nicht vorträg-lich. Die Garben müssen mit Fleisse gebun-den, und nicht starck nieder geirorffen oder nie-der geflossen, auch im Aufladen nicht grob be-handelt, hierauf in den Pansen sein gleich aufeinander gelegt, und nicht wieHcu und Streuauf einen Haussen geworffen werden. DenWeihen und daS Korn mag man schneiden las-sen, wenn sie am Halm weiß zu werden begin-nen. Der Weiften darff über zwey Tage nichtliegen, sondern so bald das Gras daran gedör-ret, muß man ihn so gleich aufbinden und ein
das Gras abgetrocknet, eingeführet werden.
Die Gerste und der Haber, wenn sie zu sehr rei-fen mid überstandig werden, pflegen einzubre-chen; derowegen mag man sie in der Gelb-Reisse, und wenn an dem Haber die Rispen be-ginnen weiß zu werden, nur bald hauen, undnach etlichen Tagen rechen, binden, wandelnund einführe» lastrn. Man hat aber bey demHaber u>M Achtung zu geben, daß er auf demAcker in Schwaden liegendeinenguten durch-dringenden Regen bekomme, und also wohl rö-sche oder röfle, damit er Spreu «nd Körner imDreschen wohl gehen lasse; undnimmetmandavon diese Probe, daß man eine Hand vollHaber aufhebet, und dieselbe wohl schüttelt,lasset er sodann die Spreu flieaen, so ist es ei-ne Anzeigung, daß er genug geröschet oder ge-röstet, und auszebunden werden müsse. Eineandere Bewandniß hat es mit dem so genann-ten Augst-Haber, welcher, wenn man die vol-len Rispen in die Scheune, und die Körner aufden Boden haben will, frühezeitig gehauen undbald aufgebunden werden soll. Also auch, wenndie Erbsen und Wicken an den Schoten schwartzzu werden beginnen, so lässet man sie schneidenoder hauen. Etliche lassen sie binden, etlicheauch nur also ungebunden einführen. DieKraut-Pflanken muß man in diesem Monatfleißig behacken. Auch das Kraut um Iaco-bi hin anfangen zu blaten. So bald die Win«ter^Gersten-Ernt.te vorbey, wird dieStoxpel-oder Halm-Brach vorgenommen, und etlicheStücken von solchem Felde noch vor der andernErndte mit Rüben angebauet. Denn in die-sem Monat muß man noch die Rüben-Saatverrichte», und solche entweder in die Winter-Gerst-Stoppel», oder in den Acker, daraufmanfrühen Lein gerausst, oder auch in ein eigendazu gedüngtes Stücke Brach - Feld zuiaen.Man darff sich aber vor Iacobi mit dem Rü-ben-Saamen nicht viel ins Feld machen, dennsie werden sonst zu harte und bolyia. DieFlachs-Aecker geben die besten Rüben, welchevor andern am weichste» koche». Man pflegetauch die Rüben wohl zweymal, auf zwey un-terschiedliche Stücke», und zwar daS anderemahl etwas langsamerzu saen, damit, wciin neauf einer Stelle umschlagen, sie doch auf derandern besser gerathen mögen; und, da sie auchgleich auf beyden Seiten wohl gerathen, sokommen sie deswegen nicht um, sondern kön-ne» dem Vieh gegeben werden, bev welchem sie
führen: Denn, wenn er über zwey Tage auf im Futter und an der Mast wohl aushclffen,dem Acker lieget, so wächset er gerne aus, son-! Man kan auch noch Wick-Fulter «nssäen, demderlich, da er beregnet worden. Das Korn soll! Vieh damit eine Güte zu thun. Uuddamanauch bald hinter der Sichel her aufgebunoen,! auch wegen Rezen-Wetters diesen Monat nochzemandett, mid mnn es vicht sehr grasicht,oder nicht recht zur Erndte kommen ka», so ma,
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