Land-und Hau«-Wirtschaffts-?alenderS, Iunius
I .^- Zeitein'sebr herrlich- und köstliche« Waf«
« i!>-' d.«»'s den Hirsch - Kolben, wo man ,ie baden
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-,Ms den ^iricy - aeoioeii, >vv >««»V.» destilliren, welches alles Drucken um dasr« >md die Brust hinweg nimmt, auch jonst^cr nelerley Gebrechen dienlich ist - man, »ct sie auch wohl in der Speise zu gebrau-^.i' wovon aehör-aen Orts m vorhersteken-Meldung aeschehen. Mit solchenM dergleichen anten Arzeneyen versehen sichM dieie Zeit sorafältige HauS-Vater und
" -slcbemEnde sie denn auch
Erdrauch-
»OA»-. Mä-chutter, zu welchen« Ende sie»ä> AloLmarin- und Fenchel - auch>Siiv?H-I Miüser und dergleichen brennen; denn nun-»« " --
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iÜ5ro in diesem Monatwie auch im IuUo oderAal Monat, sind die Kräuter, GeWachse und-ile aiidere Dinge in ihrer besten Krafft, so, daßwdesten Wasser, Oele, und Artzeneuen darausS 2»» «machet werden können. Nun kan man auch: iieKrören an der Sonnen ausdörren, welche^Kchlanaen-Bisse, oder Pest-Beuien gele-it,. gute Hülffe thun. Und weilen die grosse
Mi«diesem Mvnat die Gchwelß-Locher des«Älichen Leibes alluisehr ö/net, und al,o' die äusserlicke zrosse Warme die innerliche aus-^ und schwächet, so wird»un das Aderlas-
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'> > ti! ausserlichesrosse Warme die innerliche aus-M und schwächet, so wird nun das Aderias-ftundArizeney-brauchen, wo nicht dieäusser-s„ Noth vorbanden, gantzlich verboten. Wo<jse»>i kan, soll man sich von ailzilhitziqer Ar-tttl. oder allzuhefftizcr Bewegung enthalten;,»ch des Obstes und Schlasss sich nur gar mas-s»aebranchen. Sonderlich aber soll man sich«Trinckeu mäßig halten, bevorab, wenn derKid abgemattet und erhitzet ist: Denn weil«und alle Schweiß-Löcher im Menschen offens>O, so kan sich ein Mensch, wenn er gar zu vielWes Keträncke in sich gicsset,schnell und plö»-li-hso erkalten,daß er leichtlich den Schlag undWmmg, oder gar einen schnellen jähen Todl«li haben kan. Wenn man demnach solchenWigen Durst und Mattigkeit bey dieserZeit hat, muß man zuvorderst einÜiuiickleinBrantewein gemessen, um dadurchdie Hitze im Magen zu sammlen, worauf mandm» einen nicht allm kühlen TrunckWasser,Mch, Wein oder Bier ohne Schaden zu sich»chiiiN! kan. Denen Reisenden ist auch einmnick Wermut-oder Alant-Wein dienlich,Aedemi auch das Wermut-Bier in diesem. .. Ailiat, bisweilen vor Essens aebrauchet, gar^ Miiid ist. Guter Wein mit etwas Wasser ver-A Mt, mDalich gelruncken, dienet auch zu, - I mier i>cit. SvnKe« wird auch gerathen, daß«»un im Sommer nicht harte, sondern wei«
!rm,!^°,)^?en'cn gebrauche,als gekochtFleisch,Kohl,
^!»k, aut Augemuje, und daben ein rein Ge-»mc'e trmcke, das.ie.n klar sey, auch s-ÜH. t« Zeiten ein wenig Lactncken-Salat
»derRauten-Blättermit Butter und«eK. Herzeaen soll man der .Käse,I und gebratener Speisen
«chelitbeils muxig gehen.
i^neruns I>etrcsscnd,^sv fangen nun
»»»kll-Skz.lüiik üskdWk> '
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i» ^^ nTdaue zu fallen. Der Vöibmonduc>em Monat bis zum letzten Viertel
,^'Ä.^«»at bis zum letzten Viert.^ Sturni-Winde bringen,
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soll
In
zemcuilgiich grosse
Wetter und Wasser-Güsse zu kommen. WaZvvli.btisndern Tägen, als Medardi und der-gleichen gesaget wird, hat keine Gewißheit.
^enen dci'Früchte Gedeyen ist zu merL.en: D'ß/vb zwar insgemein, auch wohl iirden gewöhnlichen Bauern-Regeln oderSprichwörtern, einem nassen Brach'Monatnoch ziemlich das Lob gesprochen wird, doch sol-ches keinesweges vor qut zu halten, sintemchlda? nasse und kalte Werter in diesem M"iutnicht nur denen Reben, sondern auch allen an-dern Gewächsen sehr schädlich undnachtbeilizist. Im Gegentheil ist es viel besser und zuträg-licher, wenn die Mtteruni in diesem Monatmehr trocken und warm ist, sonderlich in denje-nigen Ländern, die etwas kalt, und dennoch mitWeinwachs -versehen sind: Weil bey derglei-chen Wetter die Reben geschwind und lästigverblühen, da sonst, wenn Regen Wetter ein-fallet, es nicht nur langsam damit zu. ehet- son-dern auch die Trauben an Beeren sehr dünnewerden, und also hernachmais destö irrigerausgeben mögen. Jedoch ist es sehr nül -^chund gut, wenn die Blüthe vorüber, und als«denn etwa ein warmer Regen darauf erfolget,als von welchem die Trauben so denn mächugzunehmen und wachsen, daß es nachmals einenguten und reichen Herbst giebt; dessen mansich^aber nicht zu getrosten hat, wenn die Wein-Bl'.tths durch kalt Regen-Wasser aufgehattettund beschädiget wird. Wenn dahero der Wein-Stock noch vor dem alten VeitS -Tage abblü-het, so ist guter Wein zu hoffen, wenn auch derHerbst schon nicht gar zu schön und war ck-re- Also hat man auch von der Wein ^lüiheangemsrcket, daß, wenn der Wein im Voll- oderHschschein blühet, er hernach feine völligeWeinbeere bringe, die den Ä!u«d und dc.ß Fäßfüllen. Der Winde halber wird ingleichenaus der Erfahrung davor qchülten, daii. dieNord-Winde durch das ganke ^ahrnienüizli«cher, als in diesem Monat" doch so ferne sie nichtallzuscharff oder gar zu kalt mid, als irovonein altes Sprichwort ist: Daß sie alSdeim'Korn und Wein ins Land wehen; weilen sienemlich nicht nur der BUnhe im Roggen wohlzu statten kommen, und selbige befördern, da siedie Aehren bin und wieder bewegen, daß dieüberzeitige Blüthe dMn abfallet; ftn »ernauch denen Reben darinnen ebenfalls gar dien-lich sind, indem sie die Trauben gleicher Gestaltvon dem, was von der Blöthedaran übn-, ver-blieben und nicht abgefallen, weh! sa ubern unsreinigen. Sonsten, wenn es-um und nach Ur-dani gut Wetter ist, und denn gegen den Veits«Tag etwas regnet, soll es auch ein An-.cicheneines fruchtbaren Jahres seyn. Auf Medardihält man fleh dee Wein -Fröste halber völlig -versichert; daher der alte Reimen! MedarSbrknat keiuen Z ?rost niebr her, der dem Weinstockgefährlich war. Um St.Vetti und'vauli sagtman. breche dem Korn feine Wiirtzel ,««d als-denn reisse es Tag und Nachr: Weilen nemlichum diese Zeit, und im Anfang des folgende!»Monats, die Wnrreln an dem Korne von derÄitze zu dorren beginnen, dadurch solches zutcl.it- seiner