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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3437-3438
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xand-und Haus- Wirtschaffts - Calenbers, Majus.

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^it^m Boden, damit er desto ehenderT ndwurkele. Das Heide-Korn kan manR m Ende des Monats, gegen alt Urbanisäen, und zwar im Ickten Viertel, denn?Men>oll es nur immer blühen- Bohnen und

werden gemeiniglich zu Anfang deS

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ter noch m rechter Zeit, wo es noch nick)tge-Men, uberwalyen- Ingleichc» auch denVen und anderes Getraide, so es sichuber-Aen will, gehörig schräpffc». oder m.t derSichel abschneiden, doch daß den Schvß-Ulaen kein Schaden gethan werde- Diesessoffen, welches auch an etlichen Orten sa-genennet wird, geschiehet am besten, eheii-»och zu schössen anfangen, oder eiiien HalmMinnen- Nun ist die rechte Zeit, den Ho-Wj» stängeln und anzuleiten; manioll ihm-der nicht zu lange Stangen geben, damit erM zn starck wachse, als welches »hin hernachwzeZeit schadet; und hierauf muß man ihnM andernmahl im alten Monden behacken.W das Mittel dieses MonatS, oder auch umMasten, ?steget man die Kraut-Pflanften,„„d jirar nach einem Regen, damit sie beklei-ini, zu stecken- Etliche willen dergleichen imWe nicht vornehmen, denn sie halten davor,d^diePflanken selten gerathen, und haben da-

icr Mi Sprichwort: Mayci, - Rraut, keinDock halten andere nichts davon,»nd stecken die Pfl«ntzen, wenn sie nur nachei-» Regen dazu kommen können. Wenn dieWnl-en bekliere», muß man sie etwa» vierze-hn Tage oder drey Wochen Hernacker, da et-mii ein Regen aemllen, wohl behacken oderMacken Die Mäade sollen das Unkraut imMaide fleißig ausjäten, eintragen und demNch geben: Im Winter-Getraide aber lan-M nicht, als bis alt Philipp! Iacobi oder altWaldpurais grasen. Um Pßngsten sänget man«», den Mist auf die Brach-Felder aüszufüh-irn, und nachdem solcher gebreitet, den Ackerllinnittelmäsig feuchtem Wetter zum ersten-mal)! zur Winter - Saat umzureissen- Manlm nun dann und wann die Wiesen besu-chen, mW sehen, daß nicht zu Schaden gegra-sttwcrde, Item, noch auf die Satz - WeidenAchluna geben, wo sie an Stammen zu sehr«likirachie», daß man dieselben Sprosien ab-mcht. Nach verrichteter Saat-Zeit kan ma»«uch die Zäune und anders vollends verfer-ti»m und ausbessern

^ Im Lust Garten kan man NUN, was im vs-Wn Monat von allerhand raren BäumleinMd Gewächsen im Winter-oder Pomeran-WHause zurücke gelassen worden, völlig her-aus bringe», und jedes an seinen Ort, wo es>MvrigenIahrgestai!ben,seln ordentlich hin-m»en- Nunmehro ist die rechte Zeit, daß die^MMnüen-Citronen-und ander« fremde^svmlein, ingieichen die IaßmrnM ausge-dürre Hel!', samt allen^^w»!>'e!> Zweigen abgenommen, und de-bäumen eine feine runde gleichförmigeMt gegeben werde. Das Versehen die->»Äauiii!ein kan anietzo auch glücklich verrich-

tet werde». Von der Indianischen Opuntiakan man etliche Blätter abnehmen, und sie las-sen vierzehen Tage in dem Schatten trucknen,und hernach halb in gute luckere leichte Erdepflantzen, so wurtzeln sie und wachsen. DieAloe Und k4ep»rica lnliica > nzjx auch l^olocilizund l'-mnz In-Zic- können durch die Neben-Ausschlägeder Wurtzel fortgepflantzer werden,wenn man solche fleißig mitBegiessen wartet.Alle junge Citr»nen-nnd Pomerantzen-Bäum-lein, so von den Kernen im voriqen Jahr ge-wachsen sind, kan man auch wieder im Wachse»deS MondeS in gute Erde verpflantzen, um dar-auf zu ocuttren. Man kan auch die übrige»in Kasten gesäete samt den Kern - Gewächsen,wenn solche aufgegangen, in den Karten trage«und fleißig warten. Item, alle Sommer-Ge-wächse, als allerhand Anemonen, Indianische«Psesser, Gauch-oder Guckgucks-Biumen, undwas im vorigen Monat nicht versehet worden,anietzo verpflantzen, sie fleißig begiessen, undhernach vom Unkraut wohl reinigen- Mansoll auch, wenn es nöthig ist, gute frische Erdeum die Bäumlein und Gewächse;» legen nichtvergessen.

In dem «iichen-Garten, kan man nochallerhand Küchen-Kräuter, deren im vorige»Monat bereits Meldung geschehen, sonderlichdasjenige, s« etwa» die fortwährende Kälte bis-her» nicht leiden oder zulassen wollen, vvllendtsäen, als roth«, weisse und gelbe Rüben oderMohren, Majoran, Basilien, Selen, Rettiz,weisse Bohnen, Gurcken, Erbsen, und allerleySalat, solche spätzu haben und zu gebrauchen.Man kan den frühen Kohl zum andernmahl ha-cken, und den Melonen den Ausbruch an demHertze und Neben-Rancken thun, damit sie ihrevöllige Früchte bringen; solche, wie auch dieGurcken und andere Gewächse, muß man fleis-sig beaiessen, wenn es nöthig ist. Man ka»auch den zuerst gepflanftten Selen, wenn er er-wachsen, behacken, und Erbsen und Bohnenstäbcln oder stängeln. Und weil in diesemMonat das Unkraut unter dem guten Saamenmit aufwachst, so muß man dasselbe fein beyZeiten fleißia ausjäten, oder ausrenken, damitdie guten Kräuter und Gewächse an ibremWachsthum nicht gehindert, noch dadurch garerstickt werden. So auch die Gswächse garu dicke an einander stehen, muß man sie »erzie-len,oder das beste davon weiter versetzen, theilsauch in dieKüchen geben. Man kan noch dieCapxcs-und gemeinen Kohl - Pflantzen, ingiei-chen noch junge Zwiebeln, auch Basilien, Win-ter-Majoran und dergleichen, bey beqvememWetter verpflantzen. Calmus wird bey ab-nehmendem'Monden in einen feuchten undträchtigen Boden versetzet, und will er gerneNässe haben; regnet es nicht, muß man ihn be-.. giessen- Nunsänaetmanan,cii'.igeKrautcr!>lre- Arizney einzusammlen; man schneidet aber sol-lt j che Kräuter des Morgens früh ab, ehe die grosseHike kommet, und lasset sie auch nicht an derSonne, sondern nur im Schatten trockne«/'denn sie sonstenalle ihreKrasst und Mrckungverlieren würden. In diesem Monat blühen