Land- und Haus-WirkschasstS - Calenders, ApriliS.
Ü7r'trcibeil. Von Kräutern zeigen sich dieZ, den Maßlieben, die euif^enDott^-Schmaltz-BIumen, tauve fesseln, Wie-«reise mit grossen Blumen, ffeldwegwar-lind der vor den Scharbock sehr dienliche^jttk ÄIee. Item, die Hasel-Wurtz, kleinewilde Pimpinciieii, Wallwurtz, Pfaffen-Rohr-Itin, Pfiiffen -Piatte (Tsrsxzcum), Saucr-Klee
den Baum-oder Obst-Gärten sollman dasjenige, was im vorigen Monat WegenMerh-ud Ungclegenheit beymBanm-Vfroxf-k n nicht hat verrichtet werden können, nunvollends endiaen; bis in den Herbst aber keinenGaum mehr dünaen, denn es wachjen nun ger-ne Wünne und Ungeziefer davon, die an den«url,e!n der Bäume Schaden thu». Inglei-che» keine Bäume mehr versetzen, auchdenfel-den nicht mehr schräpffen oder lassen; Hinzegen
Z4Z-v
die ^eden-und Wasser-Schösse sowohl in diesein, als folgenden zweyen Monaten, oder soIM- man solche verspüret, allezeit fleißig ab-
nehmen, Junge Bäume können noch, so esmnölben H, ausaehoben und versetzet wer-de». Man muß nun fleißig nach denen ge-pfropften Bäumen sehen, ob einige Wurmedabe» oder unter den Reisern wilde Ausschlä-1-smd, solche fein ab-und dem Stamm dieWasser-Schosse benehmen, den Ort aber ieder--eitmit Pkhppff Wachs bestreicke», auch denMccS beyMssem Werter abschaben, und dieWeisen bis in den Herbst hinein fleißig davonausmustern, so kan man ihnen auch Stange»deimecken, damit die auffliegende Vögel dar-mf siyen, und also die Peltz- oder Pfrepff-Rei-ser von ihnen verschonet bleiben, weilen sieM leicht davon abbrechen. Wenn die Mer-jiii tussr die Erde ausgetrocknet, sol! man die«-gesetzten oder gepfropfften jungen Bäum-lein mit faulem Wasser, absonderlich vonÄd-Mist-Lachen begiessen, oder in deren Er-nisiigelun^iiur Käh-Koth ins Wasser legen, esUhl umruhren, und damit der Banine Wur-zeln begiessen, auch etwas von guter feuchterM darzu legen, so werden sie desto frischerdawn, und nehmen auch im Wachsen wohl zu.Das NindS-Blut ist auch sehr nutzlich, dochnmß man die Stämme damit niemals benetzen.Ungleichen muß man um diese ZcitaufdievorWinters gesetzte junge Bäume Achtung ge-ben, wenn sie das Geftöste ausgezogen hätte,das? ma» das Erdreich eintreten, und wiederwll anschütten lasse. Im Fall man aber dieBäume wässern weite, kan man nur kleineGrablein rings umher mache» , vavon dieMchngkeit dennoch zu denen Wurtzeln ein-dringet. Wenn die aufgesetzte Propff-Rei-«und Zweige etwan schön im andern Jahre»luden, so muß man ihnen die Blüthe beneh-men, damit ihnen nicht der Safft, und also auch^ Wachsthum verringert werde: wie sie dennw'ch d«s ollzufruhe Tragen wohl gar verder-ben und unsrnchtbar werden. Eben also mußwn min auch andern jungen und schwachenvW-Baumen die uberflüßiqe Blüthe beneh-Es fange» «der nunmehr» Kirschen-
Pferstch - Mispeln - Bim - Aepffel - und Nuß-Baume an,ihre Blüthe zuzeiten,welche aleich-wohl MerS durch die Nachr-F-öste beschädi-get wird. Jedoch thun ihr bieReisse nicht baldSchaden, wenn man denen Bäumen nur dieWurtzeln esst befeuchtet, als welches mau «>«denen Baum Gärten, so auf einer Insel ste-hen,oder mit Wasser rings umqeben sind, wahr-nehmen kan! Weilen die stets aufsteigendeWasser Dunste oder Dämxffe, als w, lche diefallende Kalte und gefrierende Krasstbrechen,hindern und verwehren, daß die Bäumean ih-rer Blüthe nicht leichtlich Schaden von Reif-ten nehmen. Man soll daherv Trädlem umdie Stamme machen, und solche all.ze>k deSAbendS mit Wasser anfüllen, doch muß ftlcheS«hne Entblössung der Wurtzeln, auch nur ansgichen Orten geschehen, da der Baum nichtohnedem schon ziemlich feuchte stehet, weilener sonst gar zu Wasserschlüngig werden würde,dahero denn dienlicher, bei, solchen Bäumenmit Wasser gelullte Geschirre zu setzen, denReiff an sich zu ziehen und aufzufanqen. Ge-gen das Ende dieses Monats kan man die ge-steckte Pfersich-Marilien- oder Apricosen-Ha-sel-und Welsche Nuß-Kerne, wenn sie bereitsfünssoder sechs Blätter geschoben, aus den Ge-schirren mit samt der Erde sachte «nsnehmcn,und sie in sandige gute Platze, doch eben so, wiesie im Geschirre gestanden, auch der Tieffsnach, versetzen, und iedweoen anfangs mit et-was Erde aiihäuffeln. Man seil auch min dieSpalier-Bäume fleißig ausschneiden, solchezum andernmal,wenn es nöthig, anhessten, -unddie Erde lucker und rein um die Stämmekalken,und endlich die Raupen-Nester und der-gleichen Gewebe bey feuchtem Wetter, odersehr srühe unv um der Sonnen Untergang vonden Bäumen mit genauer Aufsicht auf dasfleißigste abnehmen unb tilgen.
In den Xveinberrzen und Gärten Mußman zuvörderst die«en Monat, was im vorige»des Gefrösts halber nicht hat geschehen können,vollends bearbeiten, und sonderlich das Be-schneiden und Aufziehen aufs eheste zu Endebringe»; das «Messende Rcb-Wasser aber mitanaehängten Geschirrlein auffangen. Also-fort nach dem Schnitt, und ehe noch die Au-gen oder Palmen ansgehcn, muß so gleichdas Räumen vorgenommen, sonderlich aberso denn die Wasser - Wurtztin an den Sto-cken fleißig abaenonlmen, und die Steine,so wie ein Huner-Ey und grösser, aufgelesenund hinweg geschaffet werden. Nach diesemmuß man die Keb - Stöcke oder Pfahle,jedoch mit aller Behutsamkeit, auf da« imStecken die Mutter nicht etwan verderbetwerde, einschlagen, und hierauf st> fort, ohneeinigen Verzug, die Stöcke bey gutem tem-perirten und begvemen Wetter anbinden undböanen. Wenn man auch befindet, da!- bisStöcke auSaelassen, kan so denn noch di-Sencke vor die Hand genommen werden, wel-ches denn mit dieses Monats Ausgana. oderdoch mehrentheiis im Anfang des sollendengeschiehet. Jngieichm W iimü lisch ;u An-tii s Mü