H4- 7 land« und H aus« Wirkst
tronenund Iaßminen, allerley Geschlechte,,welche in unser» kalke» Orten noch bis »u An-fang des Mayen unter Dach bleiben müssen,weil vffr im April noch Nacht-Fröste kommen,vnd diese Gewächse, denselben zu widerstehen,viel zu zart find. Er soll seine ins Mist - Beetgesäete Blumeii-Saamen vom Unkraute rei-nige» , und solche fleißig begiessen und warten;die erwachsenen aber nachmals an gehörigenOertern in gut Erdreich gegen den vollen Mond»fiantzen; auch die Roßmariv-Stöcke wiederins Erdreich, wo sie im vorigen Jahr gestan-den sind, einsetzen; so wohl junge Roßmarin-Zweiglein in gute feuchte Erde pflantzen, undsolche mit Besessen und sonßen wohl warten:ingleichen die Gewächse, deren im Winter vielbey einander gestanden haben,als Nelcken,Lev-eo>en, gelbe gesüllete Violen, Lac-Diolenodergülden Lac, wie auch allerhand Blümlein, alSLorbeer, Myrthen,Cypressen, Granaten, Spa-nische Ginst oder Geniste, und andere derglei-chen mehr, mit dem vollen Mond in andere mitauter zubereiteter Erde angefüllte Geschirrevon einander pflantzen, sie wohl begiessen undwarten, auch etliche Tage an schattigten Or-ten verwahren, bis sie bewurtzelt sind. Er kan«uch noch allerhand fibrosische Stauden-Ge-wächse , dergleichen sind die gefüllte i^cknirOks>c-lIonic-i; gefüllete^ckni- cvronzrm oderMarien-Röslein; LarclinsU- oder Car-dinais -Blume; gefüllte Cartheuser-Nelckeu;
Lu>.u>i oder Guckgucks-Blume; via»-MNUZ orericuz oder Eretischer Diptam; /^b-tinlkium komsnnm oder Römische Wermut;AUrum verum eder Mastix-Kraut; 5roecliZ5^rzbicz oder Stöchas-Kraut, WiNter-Majo-ran und dergleichen mehr, so wegen der Zar-tiakeit sich nicht eher wollen »erpflantzen lassen,versetzen, und selbige fleißig warten-
Im Rüchen-Gartcn findet sich iiunmehroArbeit genug: Denn nun ist die rechte Zeit al-lerley Küchen-Gewächse z« säen; nemlich,was unter sich wächst, als: Früh-Rettig, früheGarten - Rüben, Zwiebeln, Selerie, Pastinack,Petersilien und dergleichen im abnehmenden;was aber in dieHöhe wächst, als: Salat, Erb-sen, Bohnen, Artischocken, und der Art im zu-«ehmenden Monden- So mag man auch imwachsenden Licht in fette gute Erde folgendeKräuter säen und pflantzen, nemlich: Basilien,Jsop, Thymian oder Römischen Qvsndel, Ma-joran, Lavendel, S-ilbey, Saturey, Melissen,Coriander, Fenchel, Angelika oder Heil. Geist-Wurtzel, Löffel-Kraut, Körbel-Krant, Garten-Kümmel , Krause-Müntze, Betonien-Kraut,und was dergleichen mehr ist. Nun kan manauch noch allerley Saam-Stengel aussetzen,und anfangs zudecken. Beginnet warm Wet-ter z» werden, so pfleget man nunmehr Cucu-mern-oder Gurcken-Saamen zu sstzen, auchwohl noch Melonen-Kerne zu kecken, und sel-biges soll um den Vollmond in einem subti-len und wolMinisteten Grund geschehen; andenen etwas kalt gelegenenOrten aber ists rath-sam und nützlicher, damit bis zu Ende diesesMcuats zu w»rten, weil sie m ih^er Mttn Iu-
affts-Caleutns, ApriliS- ^
gend gar leicht von der Kälte verderbet wer« ^den, »der auch sonst Schaden nehmen können,daß sie nachmahls gar schwerlich fortzubringen,da solche doch, wenn sie in einem milden Wet-ter gesetzet werden, denen ersten noch vorkom-men, auch bessere und vollkommnere Früchte .bringen. Man kan dahero, dieser Ursache hal- !ber, solche Kerne nach einander, und nicht allezu einer Zeit einlegen, damit nicht auf eine <ohngefehr darzwischen kommende Kälte alle zu- ' 'gleich verderben oder zu Schanden gehen.Konften werden auch die Gurcken bis ZoHan-nis hin, um immer junge zu haben, gestecket.Es mag aber geschehen, zu welcher Zeit es will,so ersorbern sie, sonderlich zu Ansang, eine garfleißige Pflege und Abwertung; und werdendie zwey - und drey-jährigen Satz-Kerne vorbesser gehalten, als die erst vor einem Jahre ge- !' >wachsen; Kürbisse und Erd-Aepffel pflegetman vier oder fünf Tage nach dem Neu-Mon- W?den zu stecken. Die Zwiebeln aber im letzten MViertel des Monds. Man kan auch in diesem 10 ^Monat wieder allerhand Kopff-Salat - Saa- >men säen, solchen hernach zu verpflantzen, und Ä -späte zu gebrauchen; Salat, Sauerampffer, >11Löffel-Kraut und dergleichen, im neuen Mo», ^den; Kapp-Häupter, Satz-Rüben, Kiivvlüiich, ^Möhren, Porrum und Seleri aber, im abneh- tinenden Monden versetzen. Wenn die Blu-men-und andere Kohle ihre Grosse haben, ka» »man solche im Wachsen des MoMs in gutes 'fettes Erdreich, und zwar allemahl zwey Schuhweit von einander verpflantzen; ingleiche» 'die Erd - Beere, aber nur einen halben Fußbreit von einander. Nunmehrv muß man dieArtischocken reinigen, den langen Mist davonthun, den kurtzen aber sein untergraben, und ' ^die übrigen Schösse und Pflmtzen sein mit der ^Wurtzel abnehmen, und anderweitin gutfeucht und fettes Erdreich verpflantzen und ,wohl begiessen. Man soll auch um die Wur- -,U-zel, ehe man sie wieder zudecket, alten kuckenMist legen, und das Land umher fein umgra-ben,.so werden sie desto grössere Früchte brin-gen. Man kan nun Römische Beten und >'Beten-Kohl, ingleichen die jungen Attische-cken und Cardvnen im wachsenden Monde »er-setzen; Die gepflantzte Erbsen stangeln, undwieder etliche Länder damit bepflantzen, »msolche später zu haben. Den Winter-Kohlmuß man >n diesem Monat zum andern mal be-hacken ; unv insgemein die Kräuter und Ge- 'wächseimArtzeney-Gartenausnehmen,und inverneuete gedüngte Beettein umsetzen, auch ^andere Garten-Kräuter, da sie schon etwas »x-..erwachse«, mit fleißigem Jäten von ihrem U»-kraut säubern, und selbige, indem sie hervorschiessen, ini kalten Wetter überdecken; Auch ' 'sonsten im Küchen-Garten dieWege undgros-sen Gänge fein reine machen, und die dar- ' ^innen befindlichen Hecken fleißig beschneiden ,und putzen. Die Erd-Flöhe, weiche iekt her- ^vor zu kommen pflegen, und dle zarten Pflan-zen und Gewächse übel verderben, mit Aschen, q,,/Gerber-Lohe, Kohlen-Staub, oder welches . ,noch besser ist, mit Rus aus dem Maitz-Osen ^
vertrei-