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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3325-3326
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Zange Zapffe

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.^P-mm-rn »nd Preussen häufig ange-Äen und gelangen wird. Erglelwtmit dem'» K we.l er schmal, einem Hecht, mit demSdrizen Leibe aber einem Pärsch, hat weißlichte«.n harte, rauhe Schuppen, und gran-Me Floß-Federn, ist aus dem Rucken grun-" qrau, auf dem Bauche wen-, ""d-"nLe-!t ,>knm?«en Flecken besprenat. El ist

Zapffe

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^ ?>-Feder», ist aus dem Rucken arun-^au, auf dem Bauche weiß, »»!>. mit schwärzen Flecken besprenM fraßig, wird bisweilen einer ElliM lang,isicket im Martio oder Aval, und ist kl» dasa«.M Jahr über gut. Sein Flciich ist weiß,Lwshlschmeckend und gesund, ^ ^an gl-.chnHechten undPärschen zugerichtet werden,«nders aber pfleget man ihn gank zu kochen,^ Meiner klaren Butter-oder mit emer«enif-Brühezubegiessen. Wenn er Schei-Mireise zerschnitte», und etliche StundenMSaltz eingesprenget gelassen wird, kan ermieeDelieacesse eines Schell-Fischesgcbrack?twerden. Dieser Fisch wird auch im Ammer-See, in Bayern, etliche Meilen von Landsberg,

sey dem Mrckt Flecken Diessen, doch gar sel-ten achnzen, weil er die meiste Ieil, daselbstjnderTieffe bleibet, und »ich selten über sichbliebet.

Zange, ist ein eisernes Werckzeug, zu man-cherley Gebrauch, wo etwas mit Stärcke oderWendigkeit anzngreiffen, oder etwas zu fas-sen, da man die blosse Hand nicht gebrauchenkm. Also dienet in der Haushaltung die ge-meine Feuer Zange, das Feuer auf dem Her-ieundmdemCamine zu regieren, die Beiß-oder Kneip Zange,eingeschlagene ?Age! auszu-ziehen u.s.w. Bey der Iägerey hat maii grvs-leZlwgeii, die Dachse und Fuchse mit aus ihrehB«, oder Wölffe und Luchse aus denen>Km hervor zu ziehen. Einige haben dieselbeM Hvliz, weil aber die Erfahrung bezeuget,mS vor cine Gewalt ein solches starckes grim-miges Thier, als ein Wolff oder Luchs habe,iiad ivie behutsam mit den Füchsen nnv Dach-sen zu verfahren, wie leicht diese Thiere um sichkneipen, und einem Menschen Schaden zufü-gen können, sind selbige besser, wenn sie von gu-tem festen Eisen, nach der Grosse des ThieresHalS gemachet werden, weilen cm solch höltzer-neS Werckzeug leicht zerbrechen konnte. Undwman mit solchem das Thier so wohl um den5Mfassen, als auch damit vorhalten, daß esmbeissen muß, da man es mit demselben in dieKinnbacken fassen und aus dem Winckel oderMen hervor ziehen kan: Massen dergleichen' wenn sie Hunde mercken, nicht gerne«Tage-Licht wollen, so, daß man sie hierzunöthigen muß.

«.-5.^ eigentlich ei» rund-zugespift-ttS Stucklein HollZ, so in das Loch eines Faß-»°dens gesrossen, und durch dessen Ausziehen,mdarinnen enthaltene GetrSncke daraus ge-wMivird. So fuhren auch eben diesen Nah-..^^/lenigen Stucken Eisen, welche an den«nein la»-,en Ende spitz-und viereckigr, an dem«vi^'! wie ein Zapffen abgerundet, mit

zu beyden Seilen eingetrieben, mit den

andern kurtzern und abgerundeten aber in sogenannte Pfannen geleget werden, wenn sichdie>elde in die Runde bewegen soll.

! Zapffe, Hauch, H»uch, Huch, Heisset anchdas hinten am Halse über dem Schlunde hän-gende länglich runde Stückgen Fleisch in demMunde eines Mensche», welches sonderlichjurStiMmeund Sprache nölhig ist, auch zurbessern Verwahrung des Schlündes »nd derLufft-Rohre dienet. Es liegen auch ebenbey demselben zwey grosse Drüftn, wie Man-del-Kerne, so daher Mandeln aenennet wer-de». Bevde sindaar leicht allerhand Anfal-len, sonderlich Entzündungen, Geschwülsten,ja wohl gar der Emterung unterworffen. Undes ist nichts gewöhnlicher, als d»ß einem derZapffen geschossen sey, oder entzündet werde,dabey man Stechen im Schlunde empfindet.Der Nieder-Sachse spricht: es sey ihm derHuch geschossen. Dawider braucht man zuHaus-Mitteln, ein gelindes hiepnächstbefördert man die Ausdünstung durch warmenThee, oder brauchet folqendes Gurael Was-ser: Punvinel-Wurstel,Klelten-Wnrxel,Sas-safras, iedes zwey Loth, Salbei), ^sop, Brü-netten und Klatsch Rosen, iedes eine Hand-voll, geflossenen Alaun und feine» Zimniet,iedes ein Qventgen, acht Stüct klein gemach-te Feigen, alles wohl verniischet, eine halbeHand voll genommen, wie Thee gekocht undgebraucht. Es dienet dieses Wasser nicht nurden Zapffen in die Höhe zu bringen sonder»auch vor die Mandeln, ja vor dieSchwäme derKinder im Munde, wen» er damit gepinseltwird. Mit dem scnsr aewöhnlichen Heben,vermittelst einer Messerspitze und daraus ge-legten Pfeffers, oder dem Ziehen, Zupffeilan gewissen Haaren auf dem Wirbel oderauch den Spann des Mundes über dem krum-men Daumen, weiches man bey dem Zapfe»brauchet, hat es ohne andere Mittel nichtviel zu bedeuten.

Zapffe, heisset auch die schuppige Frucht desTangel-Holtzes, nenilich der Kiefern, Tannellund Fichten. Diese Zapffen kommen anfäng-lich fast in Gestalt einer Erd-Beere hervor,haben einen lieblichen Geruch, und sind schö-ner Violet und erüner Farbe, werden aber, in-dem sie nach und nach grösser wachsen, von Zei-ten zu Zeiten grüner denn dunckel grün, undendlich braun und gelblich- In solchen Za-pfen ist der Saame verborgen, und iede und alleKörnlein besonders mit Liedern oder Schuppen! eingeschlossen, daß ei» eintziger solcher Zapffen,I sonderlich «»Fichten, hundert und mehr Saa-! men Körnlein in sich hat, und unter einem Lie-i de oder einer Schuppe auch zuweilen zweyj Körnlein stecken. Die Fichte hat die läng-! sten Zapffen, welche unke» gany spitzig anzuse-hen; die Tannen Zapffen hingegen sind et-was kürzer, unouiite» kaulicht, oder etwas ab-gestumpfft, die Kiefernen aber noch kurker-Wenn es viel Tanne» - und Fichten Zapffellgiedet,so siebtes nicht viel Hary, weil sich die-ses so dann in gedachte Zapffen ziehet- Die

»unge»