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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3319-3320
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Zahn

Zahn

Zahnen

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aus, damit man das Alter nicht erkennen möge,weiches insonderheit die ffrantzoscn thun sollen.An denen vordersten Zähnen wird das Älter derPferde folaender Gestalt erkennet: Te» Her-annahung des dritten Jahres, bey manchemPferde auch später, fallen einem Pferde diezuittelsten vier vorder» Zähne, als zwey obenund zwey unten aus. Siehe i^r, 5?um.6,I.!r, I! »um. 7,8, welches Ausfüllen auch Schie-ben oder Brechen vcnennet wird. Wenn dasvierte Jahr herbey nahet, so schiebet oder brich:es wiederum zwey unten und zwey oben, dienächsten neben denen, die es vorm Jahre ge-schoben, nemüch »u. y, io, 11, i z. Im annä-henden füüfften schiebet es die äusieisten vier,als zwey oben und zwey unten, dlo.l Z.>4,i5,i6.

Wenn es nun ausaebrochea, od.er völlig geschv.benalsdenn ist es bey seinem reckten Gewächse,und fänzet das Pferd an in die Bre-re nnd Di-

cke zu wachsen: Denn ein Pferd wckchset in dieHöhe bis ins fünffte, und in die Breite bis inssechste Jahr. Di geschobenen I.ir n? sind nichtso weiß, gleich wie die, welche eS aus Mutter-Leid mit siey gebracht, sondernHo«ig,Ai» miteinqerieffren Grnbiein oder schw-nl-cn FleckenrderÄunetieiu darinnen,welche lesttere !>ian!>ieRennung, Dohne oder den Rern nennet:Denn, wenn diese Zähne oben gan?! glatt undweiß sind, so ist das Pferd alt, und hat dieBohnen ausgefressen; wiewohl ein Hengst sieehender ausfrisset, als eine Stute vcer Wal-lache. Gleichwie nun ein Pferd in ftinm jn»<gen Jahren seineBrächegethan, ebene.' Massen!n>d in gleichen Jahren verlieret es den Kerncder die Bohnen an denselben ?shne!',die esder Ordnung nach geschoben ha:: Denn erst-S ch fristet es den Kern aus an denen vier vordersten Zähnen,6,7,8, im siebenden, (denn imsechsten Jahr stehet es stille) >/, >c?, , 1,12 imachten, lz,t4,is, 16 im nennten Jahr. Nach- eu! neunten Jahr hat es keinen Kern oder^vknen mehr," sondern die Zähne sind glatt,vollkommen, Und fangen an weiß zu werden;.desgleichen auch die Haaken Zähne nunmehr»vollkommen, rund »ndstarck werden. Wobeyzu mercken.daß dieFohlen, wenn sie ihre aubere?ähne schieben, zugleich auch die Stock-Zähneschieben, als nemüch im drittel, Jahr di». 17,i8,19, -0,2i, 2-, 2z, 24.Jn1 vierten »a.25,26,27/ 28, zo, z -,Z2. Im fünfften Jahr »o.zz,Z», ?5, Z6, Z7/ Z?, 40. Betrügerische Roß-Kämme pflegen denen Pferden die Zähne kur-zer zu feilen,ihnen mit einem Meiselein dieZäh-ne wieder hohl zu schlagen, Schwefel vderMan-deikcrn in die Grüblein hinein zulegen, und ein«lüendeS Eisen daraufzuhalten, damit dieZäh-ne wieder schwarye Bodnen, oder den Kern be-kommen ; man kan aber diesen gemachten Kern,wenn man mit einem scharfen Pf., " °i o?crspiftigen Eisen darinnen gräbst, auw wiederheraus thun, welches hingegen an jungen Pfer-den nicht geschehen kgn; zu dem so wird man ei-nem Pferd die Zahne nimmermehr so gleich for-mten können,als sie ihm vonNatur gewachsen.Die Stuten bekommen auch zum Theil, abernicht eine iede, ihre Hanken-Zähne, sondern

nur diejeniae, welche sehr him'ger Natur sind,deroweaen selche zum Gestüt und zur Zuchtnicht so tauglich als die andern, masse» sie we-nig Fohlen bringe»/ auch zum össtern unfrucht-bar, ausser diesem aber für die allerarbeitsamsteunk' dauerhaffte Pferde zu achten und zu haltensind. Die Menschen beion-men ihre Zähnenach und nach,und zählen die Manns-Perinimderer ordentlich dreyßig, die Weibs-Personenaber nur gemeiniglich acht und zwanzig, darun-ter die zwey hintersten Zähne offt erst im dreys-sigsten Jahre hervor kommen, ja, sie bleiben beyeinigen wohl gar aussen und werden die weis-heits-Z-idne genennet. Sie^ind aber nichtalle einander gleich, sondern ihre Figur ist alsobeschaffen, wie es der Gebrauch dererselben er-fordert: einige theiln sie demnach ein inSchneide Zahne, welche zum Abrissen die-nen, schmal» und schneidig, wie eine Scheereseyn, gleich vorne im Munde stehen, und nureine einfache Wurtzel haben. In zermalmen-de, wclchezum Kanengebrauchet werden, nndzu benken Seiten an den Backen stehen, daherman sie auch die Lacken- Zähne zu nenne!? rfle-get: sie sind darum breit und starck, und habengemeiniglich eine dreyfache, ja die obern auchwohl eine vierfache Wurstel, welche mit ihrenSpin'!! in den Kinn-Backen stecket, damit auchdie härtesten Sachen dadurch zerbissen und be-g'-em zerrieben werden können. In Augen-over ^iünds-.aähns,die etwas von den Schnei-de-Zi-hnen und Back-!men haben, und auch;w»chcn dickn beyden ihre Stelle ins Mundehaben, auf emer zweyzackigttn Wurizel sie-den, und darzu dienen, daß d:e Speisen, soinitkelmäßig hart, damit zer-rücket werdenrönnen. Von der Bewegung der Zähne istzum Beschluß noch zu behalten, daß die obereReihe derselben unbeweglich, die untere her-geaen allcine sich bewege, indem man sie ent-weder starck von unten in die Höhe drücket,oder daß wir sie an die obern nach der Seileziehen.

Zahn-ZZurstlcin, ist das subtile Instrumentin Form einer Kehr Bürstm, mit einem etwaslangen,doch zarten Stiel,womit man aber nichtgar zu derb den Schleim zwischen den Zähnenund demIahn Fleisch heraus;u bs.,?-n sfleget.Es sollen daran dieBorsten nicht «.Nz» hart,son-dern fein weich und desto dichter emgeseketseyn, damit dieselben dem Zahn-Fleisch nichtso sehr empfindlich werden.

Zahnen, wird nicht nur gesagt von den jun-ge» Kindern, wenn sie dieersie» Zähne bekom-men, darbey sie vielmalen sich gaiiy unleidlichbezeigen; sondern man braucht es auch zuwei-len von einem und anderen Instrument, wen»dasselbe a» seinen äussersten Theilen, wie z. E.ein Rad in einer Uhr,die Stange an einer Fuhr-manns Winde u. s. f. eiiigcschnitte», »nd alionach gewissen Abtheilungen Kerben hineingefeüet werden, daß darbey ein Zwischen-Raum stehen bleibet, der, zu beyden Seiten ge-nommen, die Wurkel eines Augen -Zahnesvorstellet, welche Spiken gleichsam m vaS

Gelne-