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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3307-3308
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Wur m Knut W urst

Schaden oder die Wurßcl des Baumes da-«lit begossen, vertrieben werden- Manhat vermittelst der Vergrosserungs - Gläserwahrgenommen, daß allem wildenBaum - Gaamen cm kleiner Wurm sichbefinde, der mit blossen Augen nicht zuerkennen; wenn solcher Saame nicht sehrwohl in Acht geiwmmen, und temserirtgehalten wird, gewmnet der W»rmLeben und Wachsthum, und verzehretden Saamen, wie der Korn-Wurm dasGetreide.

Wurm -Gebände, siehe Vvirr -ZZunde.

Vvurm-Rraur, wird von einigen der gelbeReinfahren genannt. Siehe Rheinf.ihrn.

Wurm - Saame, siehe Zittrvcr-Saame,

Wurst, ist ein aefülitcr Darin, so den«Menschen znr Sp«ise dienet. Wie nun das,so darein gefüliet wird, unterschiedüch ist, sobekommen auch die Würste davon besondereZunahmen: Ais Brat-Wurste, Hirn-Würste, Leber - Würste, Dlut-ocerSchiveisi-Würste, Anack-Würste, Ter-velar-Würste u. d- a. Die Brat-Wür-ste werden aus Schweine - Fleisch, Speck,und allerhand Gewnn-e zubereitet. Darzunimmt man vom Sckwein die Lenden - Bra-ten, und das kurtze Hals - Fleisch, hacket die-ses durch einander g,m!z klein, mischet würff-licht aeschnirtenen Speck/ halb gar gestosse-nen Pfeffer, geriebene Eitronen - Schalen,und ein wenia Wein darunter, und saitzet zu-gleich, was recht ist; nimmt serner Schweins-Därmer, streiffet solche sauber aus, auf daßsie fein helle werden, s'liet das zubereitete ge-hackte durch einen Wurst Bügel hinein, ma-chet sie drey Viertel-Ellen lang, und hängt siehernach zusammen gebunden an ein Stäiigel-chen auf, damit sie trocknen. Oder man nimmtzwey Theile maaer Schwein Fleisch, einenTheil mager Rind-Fleisch, kackt es aar klein,und salbet es wohl, thut hernach klein ge-gossenen Zimmet, Nelcken, Musealen Nüsse,Mnscaten - Blumen. und gröblich zerstosse-»ien Vseffer, wie auch würfflicht geschnittenenSpeck dazu, mischt es wohl unter einander,stzet es mit Wein, und füllet es in dieat-Wurst-Därme, daß kein leerer Ortbleibe. Wenn sie feste cinacfüllet, bindetü;an sie hernach zu, und hanget sie auf, daßsie trocknen. Man kau auch unter die Wür-ze Cardamvmcn, Roßmarm und Majors»nehmen. D'ese Würste werden entweder auseinem Rost überKoklen, oder in einem Tie-«!el in Fett oder Butter gebraten, >md alsonensssen, oder mit einer Scnff-oder Citro-:ieü-Bruhe,oder auch mit saurem Rahm undCapern zugerichtet und ausgetragen. Diekleine Art der !»uc!k!e5 oder Brat-Würst-cm bereitet man meistentheils aus jungemtz-chweme Fleisch, auch welches besser aus et-was K-lb Fleisch, und Fett von Schweinen,Welches alles sehr klar unter einander gehackt,,md mit Sais, Pfeffer, Ncicken, Musealen,i!. s. f- nebst Eitronen-Schalen gewürtzet, und»! dünne Hammel. Dänne, d- sie vhngefehr

W u r z zsz

nur Finaers dick seyn, geflossen werden muß.Man reibt auch wohl vorher» nur beschrie-bene Fülle mit ein paar Löffel voll gutenRahm, und einem rohen daran geichlagenenEn gehörig ab. Dergleichen Wurstgen le-aet man zuvorderst in kochende Milch, undlasset sie nur einen Aufwail thun, alSdcmithut man sie entweder in den Potage-Kes-«el und Cassero!, worinnen Potagen einge-richtet stehen, lasset sie nur also mit kochen,da sie hernach zum Garniren gedachter Po-tagen dienen ^können; oder man nimmt die-selben aus der Milch, legt sie auf einemmit Butter bestrichenen Bogen Papier in ei-ne Tcrten-P?anne, sei-et sie in einen geheil-ten Back Ösen, daß sie darinnen braten.Wenn dieses geschehen, richtet man sie aufeine Schüssel an, giesset dvs Fett aus ^derPfanne, darinnen sie gebraten haben, darüberher, bestreuet s-c mir würffiich geschnittenenCitronen - Schalen und geriebener Semmel,und traget sie also auf; man garniret auchmit gleichen gebratenen Würstgen die Po-taaen; so dienen sie auch als Beylagenzum Braun Kohl, grünen Kraut, welckenRüben, durchstrichenen Erbsen, gehacktemSauer-Kraut, Kuinrs-Kraut und derglei-chen. Hirn-Würste zu machen, mimmtman von des Schweines Gehirne die Adernberaus, kacket solches klein, würyt es mitSalk, Mnscaten-Blüthen, Ingder, Pfeffer,und Saffran, rühret Cvrinthen oder kleineRosinen, ausgekörnte und in Gtucklein zer-schnittene C-beben oder grosse Rosinen, läng-lich geschnittene Mandeln, ein paar Eyer,und ein wenia Milch darunter, süllet es indas gereinigte Schweins-Gedärme, und bin-dets auf beyden Seiten zu- Solche Würstebrühet man etwas in Wasser, bräunet sie her-nach aus einen: Rost schön ab, bestreichet siemit Butter, und bringt sie also warm zn Ti-sche. Au den Leber - Würsten, ob sie schonvon der Leber allein den Nahmen haben, wer-den gleichwohl anch das Hern, die Miliz,Gurgel und Lunge genommen, alles in Was-ser ein wen.ia übersotten, denn durch einan-der, nebst etwas Sreck, klein gehackt, her-nach Soll;, Ingber, Pseffer und Würy-Na«gclein darein aestreuet, in saubere Darme ge-füllt, auf benden Seiten zugebunden, imWasser mit Saltz gesotten, und folaends ent-weder kalr oder wie die Hirn-Würste abge-braunt, verspeiset. Oder, hacket eine zuvorübersottene Schweins-Leber klein, siedet inauter Milch eine Hand voll gerieben weißBrot oder Semmeln, dicklicht wie ein Musoder Brey, werfft ein Stücke Butter hinein,rühret, wenn eS kalt, die gehackte Leber, nebstSM, Pfeffer, Mnscaten-Nuß, Nägelein,etwas zerschlichener Butter, und zehrn Eyemdarunter, füüets in die Gedärme und laß stenur eine halbe Stunde lang im Wasser oderFleisch-Brüh kochen, sg kan ma» sie gleichsamt ihrerBrük zu Tische geben. DieVlut-

Würste, auchAoth-und Schweiß-Würste

genannt, werden von Schweins- Biut mit

geschmt-