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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
3289-3290
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Leuten getragen , und nach

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»iuülich sind. Sein rothlicher, pl^kt.r undWracher Stengel ist bey vier 5»ß Koch. D eKwe, e,l>° sie zu ihrer f-M"'»? ^ ^

chet sie einem eisernen Sturm-Hure, ^i-s->s Gewächse, weläies vor etll todtltchesKifft gehalten wird, wachset auf den pel-zen und i" Thälern. Es soll so gifftig seyn,laß es tvdteii kan, wenn es bloß in der HandBalten wird, bis es erwckrmet, und istN leicht ein Mittel zu finden, so seinemMfft widerstehe, wenn es den Leib eilige-nommen. Um der Blume willen, wclcheschön blau, gelb oder Purpur-färb, biswel-en auch weiß sind, wird es in den Karten«ehalten. Es giebt dessen mancherley Arten,nelclie alle zaseriae Wurtzeln haben, bis aufdie Winter'Wolffs-Vvurnel, so emeknol->!« Wurkel hat, aus welcher es sehr frühim ^ahre'etliche an Spannen- oder andert-halb Spannen langen Stielen sitzende, gleicheinem Stern, aber mit stumxffen Endenausgeschnittene Blätter, und in der Mitteeine gelb-grüne und bleiche Blume hervortreibet, davon hernach Schotlein kommen,die den Saamen in sich halten. Dieses/Se-m'chse, wenn man sie ja aus Curionkat ineinem Garten halten will, soll von demMtner an einen sicheren Ort gestellet werden,damit niemand Fremdes, Unwissendes oderVorimiaes dazu kommen und Schaden da-durch nehmen möge.

Wolffö-Zahn, nebst denen Zähnen, sodie Ferckel alsobald mit auf die Weit brin-gen, finden sich auch bisweilen zu beyden Sei-ten auswärts schwaitze spitzige Zähnlein, dar-in sich dieselben unter dem Fressen stechen, undiveik sie davon Schmerheii empfinden, lieberHunger leiden, mithin, wo ihnen nickt beyZeiten g«holffen wird, verderben und zuSchanden gehen; und dieses werden dieWolsss-Zähne genennet, welche man denenFerckeln, wenn sie ohngefehr vierWochenalt,mit eineni scharffen Zänglein aus- oder entzweybrechen muß.

Wohlgen,uth, siehe Dosten.

Wolle, dieser giebt es unterschiedene Ar-ten, als einige, die vvndenCanieel-ThiereninoenMorgenländischc» Orten abgeschoren wird;eine Wolle, die man von gewissen Kräutern undEtrauchern auf dem Felde sammlet; dieSaum-Wolle oder Schafs- wolle, welcheolle zu Verfertigung gewisser Manufakturenvienet und gesammlet wird, von welchen an-^rn Arten der Wolle unter ihren besondernBenennungen Meldung geschehen, daherodiesem Orte von der Schaf-Wolle ge-nudelt werden soll. Diese Heisset eiaentlich^ Haar,^woniit die Haut der Schafe bede-ist eine von denen ansehnlichsten

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rktt ist.

Nutzungen, die ein Haus-Vater, der bey sei-nem Guie mit einer Schäferei gesegnet ist, vonderselben aiifzuheben hat, i - die ohne Ab-gang des Viehes alljährlich wieder kommt, da-her» er auch Fleiß anzuwenden hat, durch or-dentliches Umgehen dieselbe nehorig;n iniker-hatten. Man ziehe auch den Attickel Schaafhierbey zu rathe. Diejemmzch sollen die Scha-fe einen ^ag vor der Schur bey schönemWetter geichwemmet, sauber gewaschen, undwieder wohl getrocknet werden , damit dieWolle, wenn sie abgenommen wird, reinund nicht feucht sey. Bey dem Scheeren solleine lede Sorte bessnders, erstlich die Stäh-re oder Schaf-Böcke, denn die Mutter-Schafe, hierauf die Lämmer, und endlichdie Hammel hergenommen, auch die Wollealso, oder doch wenigstens die Lämmer-Wol-le, well sie die feineste, und Höker iin Preis,als die andern, verkauffet wird, obaeson-dert werden, damit die Käuffer ihre Gattungnach Begehren finden mögen. Die abge-schorene Wolle soll, wenn das Schaf unterder Schur geschwitzet, erst getrocknet, Kernachfein ordentlich aufgewickelt, und nicht in ein-ander verwirret werden. Die Wolle ist ent-weder ein-oder zweyschiirig; jene kommtvon denen Schafen, die des Jahres nur ein-mal geschoren werden, und wird denenselbenim Früh- "ahr zu Ausgang des Aprils oderAnfang des May abgenommen; Diese ge-winnt man von denen Schafen . so des Jah-res zwey mahl, und zwar das eiste mahl etwa»drey Wochen vor Himmelfahrt, das anderemahl aber dle Woche vor Michaelis geschorenwerden. Diese wird die Sommer- jene aberdie Winter-Wolle genennet. Die einschürigeWolle ist länger und feiner, alsdiezweyschüri-ge; und unter dieser wird die Sommer -Wolle,weil sie reiner und feiner ist, der Winter-Wollevorgezogen. Die Wolle ist sehr unterschiedli-cher Gattung und Güte, nach dem Unterschiedder Länder, oder auch der Weiden in einemLande. Insgemein wird die Spanische Wollevor die beste gehalten, welcher hernach die an-dere Arten, z. E. die Englische, Brabandische,Böhmische, Polnische und Deutsche folgen;so giebt auch in dem besten Lande ein StrichErdreichs vor dem anderen gute Wolle- Die-semnach geben auch hohe und trockene Weideneine bessere Wolle, als die niedrigen und feuch-ten-So hält man ebenfalls die Bauren-Wollenicht vor so reine, und immer geringer als dievon den grossen Schäfereyen, denn es ist ih-nen meist Trifft und Futter sehr knap zuge-schnitten, sostderlich wo zugleich grosse Schä-fereyen sind. Die Englische Wolle soll ihreFeine zum Theil davon haben, daß die Scha-fe daselbst nicht gemolcken werden, undeben dieses ist auch hier zu Lande der Er-fahrung gemäß. Arglistige Schäfer pflege»auch unzuläßige Vortheile zu gebrauchen, in-dem sie Ziegen-Böcke zu den Schafen tas-sen, davon die Art mehr Wolle am Gewicht,aber die sehr grob und straubig ist, geben soll,welches aber in verschiedenen Poücey.'Ordnun-

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