WittschasstlicherUibsrschlaz
Wisch-T«ch Witterung z»74
^m^cbäffte zu erlangen, sondern auch die.ml genauer Unterscheidung, waslÄendia und mehr oder weniger entbehr-» ist d. rn?ch einzurichten, E6 nutzer sol-A überw-pt zu einer ordentlichen Wir-7^5ts MruN',', und ist der '.^uu, »ach wcl-aewirlsci'aistet und alles eingerichtet wer-5. muß Hilkliächst dienet eszumExunnne5 .ur Untersuchung derer Rechnungen, allwoün die wirckllche nach diesem Etaat gesche-?« >: Einnahme und Ausgabe aufgezeichnet»nd aefthen wird, ob man demselben nachge-. naen, wo, wie, wann, und warum man da-n aboegangen, ob und wo man sich geir-oder nicht. Daher denn auch bey einem»lciiea Uiderschlag die kurtz vvrhero gehen-de Rechnungen sowohl als die vorher» ge-wsen Uiberschlaze dazu genommen werden,Wil man desto gewisser und zuverlaßigerMa könne, was einzunehmen, oder ordent-lild und ausscrordentlich auszugeben, einem et-Nporlalle. Durch eben diesen Überschlag kan'wl auch »u>> tzt allemahl sehen, wie man inVermoatN stehet. Man lebt bey ei-N solchen Reael nicht aufgerathe wohl, undMder wilden Gans um die Wette, wie manMe» pfleget. Man hütet sich eben durchdttzlcichen nach seinen Klafften, niit^Uiber-gemachte Lntschlüssung, übereil-te »nd unüberlegte, oder zu dem Zustand ei-« Wirtschafft sich nicht schickende Entrepri-sui »oriunchmen, wen» man nicht sehen kan,diMchevondemschon erübrigten, oder dochiki zu erübrigenden Uiberschuß zu bestreikensind, Kurtz: Je qröffer die Wirtschafft, ieckhizer und nämlicher ist der alljährige wirt-Mi^iche Überschlag. Ja eben in diesemz«ll, wo in einer Wirtschafft vielerlei» Haupt-Wttschafften begriffen, da iede ihre besonöe-ll Einuahme und Ausgabe hat, kan man zu«in General-Überschlag nicht gründlich ge-Wn, wsnn man nicht erst Speeial ^ Uiber-lAii'zemachet. Darum ist auch dieses eine derMMen Einrichtnnge» bey dem Cammer-md Ananlj - Wesen und seiner ordentlichenMwalrung, daß alle Jahr ein solcher neuerAm errichtet, oder doch der vorige revidi-m u»d nach denen Umstanden geändert wer-Solcher Gestalt siehet man, ob und wieDn in seiner Wirtschafft auskommen könne,mnilchl^ Es macht sehr behutsam, und am«c erkennet man, wann Inventar««, An-M»?e, Überschläge und Rechnungen bey ei-»lang getuhrten Wirtschafft sein harmoni-seinen Pflichten gemäß gewirt-N. / wie man gefehlet, und alsoMlgw es zu verbessern habe, ja wie svl-A^Men könne. Es ist zwar wahr, inund wenn man ein guti/I - ^ überdem aber vigilant ist,
-ier7^! '"^s schrisstliches
k die xen-r-iiz, und in soll» die-
^"setzen Ein iederordent-?ber doch seinen UiberschlagU Kovffe und Gemüthe zu
i^eit n»achen und solchen genau obser-
vireil. Wer mit seiner Einnahme und Aus-gabe ohne Überschlag wirtschafftet, wird ge-wiß schlecht zurechre kommen, oder er mästefast alle Tage neue unverhoffte Glücks Fälleerleben. Dieses, daß man diesen Vortheil imWirtschafften nicht beobachtet, und sich nichtin Zeiten daran gewöhnet, ist eine Ursache vonso vielen zurück kommenden Wirten.
'Wisch-Tuch, gehöret zum Pferde-Putzzeug,und ist entweder leinen, wollen oder hären.Man pfleget damit nach dem Striegeln diePferde um den Kopff und den ganken Leb z»reiben und abzuwischen. Es soll täglich wie-der ausgewaschen und an der Sonnen oderLufft aetrocknet werden. ManchePferde habendie böse Gewohnheit, daß sie die Wisch-Tücher,wo sie darzu kommen können, fressen und sichhernachmals übel darauf befinden, ja gar viel-mals hertzschlachtig davon zu werden pflegen.Damit es nun einem solchen Pferd nicht scha-de , soll man zehen Eyer in einen glasirtttiTopf thun, scharffen Eßlg daran giessen, daß erüber die Eyer gehe, und so lanae mit einem war,meu Tuche zugedeckt stehen lassen, bis der Eßizdie ausser» Schalen davon verzehret, so lauffmdie Eyer in de m innern Häutleinauf und wer«den groß und weich. Von diesen Eyern stössetman eines nach dem andern dem Pferd, welchesmit dem Kopf über sich gebunden seyn muß, mden Hals, lässet es hierauf eine Weile zugedecktstehen, und giebt ihm hernach unter das Futterein wenig rohe Gerste, und zerschnittenes Boh-nen- Stroh oder mit Wein benetzten Haber,so wird es sich wohl von dem etngefressenenUnrath reinige«,' Oder man thut einen schwar-zen Ameis-Hnvffen in einen Sack, nimmtWachholder-Reii' mit grünen Beeren dazu,siedet beydes zustimmen in einem Kessel mitWasser, giesset es hernach ab, lasset es kaltwerden, und giebt eF dem Rosse alle Tage zutrincken, so vergehet ihnen das Übel in dreyoder vier Wochen.
Wispel, ist ein Ksrn- lind Ketraide-Maaßim Sächsischen, Brandenburgischen, und an-dern angrentzenden Ländern, und halt zweyMalter oder vier und zwanzig Scheffel.Zu Braunschweig und Delle hat ein Wispelvier Scheffel. Zu Hamburg hält ein Wispelzehen Scheffel, drey Wispel aber machen ei-ne Last. Es kommt auf die Grosse der Schef-fel mi.
wisperlein, siehe VveidewZeißlg.
Vviste, suche Hart-
Vvirdwohl, rvitwohl, sieheRirschvs-gel.
'Witterung, Heisset insgemein die Verände-rung und Abwechslung der Lufft mit Warmeund Kälte, Regen und Sonnenschein, Windund Stille. Weil an solcher Witterung beyder Land-Wirtschafft, Garten - und Acker-Bauofft sehr viel gelegen, hat man von allen Zelte»Fleiß angewendet, durch gewisse Anzeigungen,dieselbe aus das zukünsstige voraus zu erkun-digen. Unter diesen kommen sonderlich mBetracht, die aus gewissen Erscheinungen mder Lufft abgenommene Zeichen; dieweil aberv-j-i z diese!-