z->;? Wachhvlder-Baum
wisse Weiss ein starcker und zur Gesundheitvorrresiich dienender Brantevein gezoaen«erden- Die Wachhvlder - Beeren dienenauch, das schwarte Wilopret !aug gut zu be-halten ; man pflegt sie am manchen Ortenvnter das einzemackte oder Gauer-Kraut zußreuen, die Bier-Fässer damit auszubrühen,oder gar mir dem Biere zu kschen, und beyungesünder und erstvckter Lufft in denen Zim-mern und Ställe» damit zu räuchern. DasHvltz dienet vor allen andern am besten / ei-nen Rauch;» Rckuchenm« des Fkeisckes, in-sonderheit der Schlücken zu machen. -ü derArftney ist der Wachhvlder ein Gewächs vonvsrtreflichen Tugenden: Denn die Beerrn,welche e:n hartzizeS «nS AÜrnhasstes Oel beysich führen, erwänuen, zertheilen, verdün-nen, treiben den Schweiß und Harn, ver-zehren alle l öse Feuchtigkeiten, stärcken denMagen, und offnen die Verstopffungen derersten Wege der Abführung, führen denMein aus, wehren dem Gisst, ansteckendenKranckbeiten, böser Lufft, und schädlicherThiere Bissen, wenn sie entweder in Aeingeweicht, oder wie der Thee übergösse«, unddavon gerrnncken, oder im Munde gekauet,oder gautz Hintex geschluckt, oder damit ge-räuchert wird. Das Holy dienet mit zuSchweiß- und Horn treibenden Träncken.Der Rauch vom Wachhvlder-HM, so imMertzen gehauen worden, vertreibet die Flös-se. Man drechselt auch daraus i nnde BZchs-'ein, >» welchen zu Pek-Zeiten Balsam,oder Schwammlein mit Pest-Eßia angefeuch-tet, getragen werden. Das auS dem Hslseschwiyende Gummi, welches nun trocknenFirniß nennet, wärmet und trocknet, die-net in Glider-Kranckheiten, Lähmungen,auch in Haupt - Krancklwiten, so von Kälteherrühren. Der Wachholder-5pir,rus treibtden Stein, und ist auch vorrreflich inHanpt-und Glieder-Beschwerungen, in- uns äus-serlich zu gebrauchen. Das wachholder-Gel, und zwar das, so aus den Beerenkömmt, nutzet wider die Lähmung, denSchlag, die fallende Sucht und andere Ge-brechen des Haupts, so von Kälte herkom-men, stärcket den erkälteten Magen, reini-get die Nieren und Blase, treibt den Steinund Grieß, von drey zu sechs Trvpffen inWein oder einem andern anständigen Nassedes Mvrgens und Abends eingenommen, dochmit Bescheidenheit, daß man nicht z» vielnehme. Das aus dem Hvltze gezogene Wach-holder -Oel wird äusserlich sür Resssen undLähmung der Glieder gebraucht. Das Sa!yaus der Asche der Beere, oder auch des Hol-zes, treibet den Harn, und thut iu der Was-sersucht und Mllk-Kranekheit gute Dienste.Das Mus oder der Safft umd wegen seinervielfältigen Tugend der Deutsche Thenackgeuennet, und kau an statt desselben gebrau-chet werden- (Siehe Vvachl>old-u - Safft).Der Extract aus dem Holke ss wohl, alsder aus den Beeren treibt den Schweiß, undist ein Le-o-riUcum wider die schwere Noth,
Wachholder-Ssfft ^ Wachs zo6o
Pest und ansteckende Seuchen. Das Elixir istein bewährtes Mitte! wie« teil Stein.
'Nlackvolöer-- Äeere, Rrammess- oderAr«ttnewer-Z)ecrc ,Recrhc»lder-Seere,suche
>V.->cI)!'oIdeu-,vai!M,
iVacht>c>!der--Kafft, wird folgender Ge-stüt geborten: Man nimmt zwoiff Viund gu-ter, zeitiger und im September eejamm'.eterWichbolder-Beeren, säubert sie von allemWe.ir und Staube, flösset sie gröblich, gies-ftt viermal so viel srisch Brunnen-Wasserim Kessel darüber, und lässet es bald einsie-den; Msdenn presset man sie aus, seiget siealso durch ein Tuch, daß d-e Stemlein undSaamen dahinten bleiben, thut es darnachwieder in Kessel, lässet es aufkochen, und rüh-ret es stets um, bis es dicke und zu einemSaffte wird, doch darff es nicht anbrennen.Wenn dieser Safft verkühlet, verwahret manibn in einem gläsernen oder WaldenburgischenGefässe, so dauret er zwoiff Jahr, und ist einherrüches Mittel zu vielen Dingen, daher erauch der Deutsche Theriack geneunet, und viel-fältig an statt des ordentlichen Theriacks ge-brauchet wird. Er hilfst wider den Dampff,kurkenAthem undHusten,wehret dem Schwin-del, zertheilet die Blähungen, und widerste-het dem Giffr, der Pest und andern anstecken-den Kranckkeiten.
wachholder Schwamm, ist ein Gewäch-se, welches, wie ein MooS im Mayen sich andie Wachholder-Bäume oder Sträucher seitt;er dienet, wenn er noch frisch, ei» Wasserdaraus zu bereiten, welches für allerley Ge-brechen der Augen hilfst, und ein bewährtesMittel für ge'ähmte und von der Gicht er-härtete Gelencke ist, wenn sie des Tages zweymal damit geschmieret werden. Diests Was-ser wird folgender Gestalt zubereitet: Die ab-genommenen Schwämme thut man in einGlas, und fetzet sie an die Senne, so zerge-hen sie leichtlich, und werden zu Wasser.Dieses Wasser seihet man durch ein reinesTuch in ein ander Glas, und seyet solches ineinen Ameis-Hausen, so wird das Wasser schonhell und lauter werden.
wachs, Heisset das beym Feuer zerlasseneund geläuterte Roos, (Gewircke, Wüfftig,Wafel ober Honig Wabe», nachdem vorhe-rv das Honig davon geseimet werden), welchesentweder so, wie es an sich ftlbsten ist, odergelblicht, oder auch gefärbt, zu grossen undkleinen Licdter» oder Kertzen, zu Messungallerley Früchte, zu Bvßirung allerhand Bil-der, zum Siegel in Canneleven, und in derArtzeney zu denen meisten Pflastern gebrau-chet wird. Die natürliche Farbe des Wach-ses ist gelb, wen» es von alten Bienen her-kommt. Das iveisse, welches auch Jungfer-Wachs genennet, und vor dem gelben ittder Arsney gebraucht wird, kommt entwedervon den jungen Bienen, die zum erstenmalHonig machen, oder es wird, wie unten an-geführet wird, ordentlich gebleichet. DieArt und Weise, das Wachs aus dem Gewirckeoder Rces zu wachsn, iA diese: Man leget