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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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Vorstehender Hund

Vorstehender Hund Z054

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N>«I »'lernen pfleget, nemlich- daß"ÄM de g-««° Viertel-Stund-^..l v-r seinen. Fr-ß oder ^urpe l-c-"'5. »»ch- w"»e, oder wclche- emiaen»^i^rgeMt, sileiae davor lrehe, eheangre.ffen >wt, oder, daß er.. ^,,k Nase stille hal-

md Äcl'cs eilender nicht abwerffen unddocke, bis ein gcwisses Wort ansge-> oder das ABC ins aus das!'Ä et norden. Diese Kunst wird Mitalltäglich eine Viertel - Stunde

K ^ «'t wird,

/ 1l elw .m gewöhne, in denen Hosent «und Gänse zu sangen, als worüberWss jl, desiraffen.st, wie anch, daß- lb>> »lcht etwa,, mit dem Gesinde, nut»Gras-Mägden oder Acker-Knechtendas -keld wffen lasse, weiches denen ,un-.» Sinidcn, die abgerichtet werden sollen,chr schädlich, aber dadurch leicht zu verhu^

Jabr alt wird, > ist falsch und irrig, denn mau lasse nur denHund sein Alter erreichen, so wird er schonunterscheiden, was Hasen und Rebhüner,und wasVvgel sind. Wenn der Hund dreyVierrel-Iahr alt, und vorgemeldetes mit ihmgeübet wordenso führet man ihn das erstemahl aus Rsbhuner oder auf W-chteln, undlässet ihn die Probe thun; er wird, wenn erja das e/ste Mahl fehlen solle, über zweymahlnicht durffen geschlagen werden; woben fernerin Acht zu nehn.cn, daß, wenn man ihn schla-get, man ihn ja allezeit wieder a« den Strickfasse, und davon nicht befrey-, bis man vhn-gefehr etliche hundert Schritt weiter fortge-gangen, und der Hund die Schläge wiedervergessen, sonsten, wenn man ihn nach em-pfangenen Schlagen aleich lausseu lässet, ge-schiehet es öffters, daß der Hund nach Hausespringet, und nicht mehr gern zu dem Herrn

cn id,«»man sie nur anhänget oder em-Mtt, V das halbe Jahr herum, ss fuh-rt «i> den Sund das erste mahl in daskch, m'd lässet daselbst einen lebendigenml abgeschnittenen Flügeln aus, sh-,e d-x er eS siehet, und heißet ihn juchen,ls »d er ci» hinweg geworffenes Holy, oder»öMdschuh, so er zu holen pfleget, su-diü sclü; nienu er nun durch solches Sn-h!»dc» Boae! findet, ruffet man ihn, und«!>!»! kille stehen, wie er zu HauS vord» Krct stille stehet. Dieses wird er auchi Kiwi, oder Loch, wenn er einmahl ae-tOmd, willig thun; hernach führet .«ani» D km Stricke wieder nach Hause, r »i «»tzisüdret worden. Diese Führung mußkm geschehen, damit die Hunde hinter»«»Herr»-»bleibengewöhnet werden, wvr-i im sie, so offt sie zu weit hervor treten,m enie» Streich mit der Ruthe anwei-t. Mm» dieses nur ohngesehr zehen mahl,v Taues eine Stunde, und »nr zwey Tage> m Woche geschehen, so wird der Hund,!^!»»» ihn im Felde suchen lasset, da-^ch ichon begriffen haben, daß, so offt als»«M Pfeiffer, und mit der Ruthe drohendMachen Heisset, er so balden sich hinterHm» begicbet; welches man, damit«MlM, aufieden Gang etliche mahl« lam,enillch ihn von der Schnur le-Wisset, bald aber ihnNeibey ruffet und anbindet. Thut der>° wenn man ihn

i gewiß thut, so

r chkn h.üb angerichtet, und hat man nur

»,l ^ "»wöchentlich ein paar

w u 5 SettuPe.. Vogel in, Feld vor-!tt'>n vermeynen ins-

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nchm ' ^>und sonken nurVv->"la..M gewöhne; aber diese Meynunz

gehet, welches gar eine üble Gewohnheit, undofft nicht mehr zu ändern ist. Die Züchti-gung soll aber nicht mit einem Stock, son-dern Mit einem Rüthleii! oder Peitsche ge-schehen, u. nicht aufdenKopss noch weniger :.fdie Nase treffen; doch mag man sie wohl beyden Ohren ziehen; und weil sie mehr aus,Freudigkeit, als aus Bosheit fehlen, soll dieBestraffung ihre bescheidene Maasse haben,damit sie nicht faul und verdrossen werden;hingegen, wenn sie wohl gethan, soll man nichtvergessen, ihnen schön zu thun. Daß ein jun-ger Hund, wenn er zu Hans angeleget irird,anfänglich nicht an einen Strick, sondern aneine Kette gebunden werden müsse, weil siesousten die Stricke zerbeissen lernen, ras istallen Jägern bekannt; aber daß man vor ei-nem jungen vorstehenden 'Hund > den manzum Tiras brauchen will, nicht schiesse»dürffe, das verstehet nicht ein jeder, »nd da-durch werden doch die meisten Hunde, diesonst wären gut worden, vernachiäßiget.Daserne die Hunde nicht zierlich suchen, son-dern stets mit der Nase auf der Erde liegen,werden sie au einen sogenannten Schnabelgewöhnet, das ist ein kleines höltzernes Gä-belein, welches mit einem Riemen, wie ei-ne Halsster am Pferd, gesasset, und derglei-chen Hunden an das Maul und um denKsrss gemachet wird. Wenn ein Hnnd wohlabgerichtet worden, ist am besten, daß nureiner, oder aufs höchste zwey mit ihm umge-hen, denn, wenn ihn Leute, die es nicht rechtverstehen, oder seine Weise nicht wissen, insFeld führen, wird er irre gemacht und leichtverderbet, baß man Mühe hat, ihn wiederzurecht zu bringen. Daher auch, wer ei-nen abgerichteten Hund von einem fremdenkaufst, wohl thut, wenn er mit seinem Mei-ster zwey oder dreymahl ins Feld gehet, undwohl in Acht nimmt, wie derselbe mit ihmumgehe, damit er bey derselben Weise bleibe.Einen verstehenden Hund gut zu erhalten,soll man demselben frischen Rebhüner- Kotyofft in die Nase reiben, und allezeit das Ein«-aeweide von Rebhünem und Wachteln zu'fressen «eben. /'

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