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solche Ringe wird an gehörigem Orte die Ober-Lein?/ unten aber dieUnter-Leme durchgehen,daß sich das Tuch ziehen kan, uns kommen übervier hundert Ringe zu iedem Tuch. An derOber-Leine werden auch zehen Wind Leinen,jede vierClafftern lang, und eines gute» Fin-gers dicke angcmachet, und nach der Länge desTuches eingetheilet. An ieowedem Ende desTuches wird mit feiner schwartzcr Oei-Fardedes Herrn Wappen oder verzogener N«hme,nedst der Jahr-Zahl, wenn es gsmachet wor-den, gezeichnet. Die Furckcln darzu, derenman ellffe haben muß, sollen von Tennen Holze, fünffund eine halbe Elle lang, auch erwüslänger gemacht, und oben mit einem Aingunveisernen Hecken feste bcschlaaen werden, weildasTuch mit derObez-Leine darauf lieaen iu»ß.Die grossen Hefftel zu denen Ober-und Unter-Leinen, wie auch die Schlägel darzu, müssenvon festen weiß-büchenem Holtze gemacht, auchoben mit eisernen Rincken beschlagen seyn.Die Hefftel zu denen Wind - Leinen undHaacken, damit die Unter-Leine angepstscketwird, müssen ebenfalls von buchenem Holtzezu trockener Zeit gehauen werde». Dieffur-kelnmuß man nicht inwendig, sondern auswen-dig, zwischen der Unter-Leine und dem Tuchestecken, damit es der Wind nicht aufhebenkan; solchemnach muß es inwendig im Jagenwie eine Mauer gantz glatt und weiß ausse-hen, und bey einfallendem regnerischem Wet-ter alle Leinen mn etwas nachgelassen wer-den, weil sonsten die Hefftel aus der Erdezu reisten , oder die Leinen zu zerspringen pfle-gen. Die Dänische» oder Mittel-Tücherwerden bey weitiäustigen Jagden meistentheilsan die hohen Tücher mit angchefftet, damit dieEtallung um so viel grosser werde. Ihre Län-ge ist ebenfalis achtzig gedoppelte, oder hundertund sechzig einfache Wald- Ichritte, und dieOber- und Unter-Leine, auch Wind Leinen,grosse und kleine Hefftel, Ringe und Knebetmir aller Zugehör in alle» den vorigen gleich be-schaffen, nur daß die Leinewand um ein gutesschmaler, und dieFurckeln darzu kürker gema-chet werden- Man hat aber zwcyerley Galtungvon Mittel-Tüchern, nemlich hohe Mtttcl-Tücher und schmale Mittel Tücher. Diehohen Mittel-Tücher stellen vierEllen, wei-len doch das rothe Wildpret nicht so leichte daz-über zu fetzen vermag, zum. HI, wenn man mitVortheil an die kleinen Berge, Lehnen oderHübel stellet, da der Hirsch keinen Ansprunghaben kan, auch ihme das Tuch höher vorkömr,uis es in der That ist. Die schmalen Mittel-Tücher sind von gleicher Länge, und mit denenübrigen Zubehörungen ebenmäßig »ersehen,nur, daß sie an der Leinewand drey Eileu hochstellen, und daher» zur wilden Schwems-Zagdsehr beqvem sind: Massen eben zu solcher Zeitdas rothe Wildpret verschonet wird, w-^il derHirsch mager, das Wild aber trächtia ist, alsowohl leicht übersetzen können, die Sauen aberMesonderr und im Zeuge zurücke gehaltenwerd«»,weil selbige mit dem Uibersenen mchr soflüchte sind. DieFurckeln müssen him» drey
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und eine halbe Elle hoch sevn. Auf ein FuderZeug nun werden ordentlicher Weise drey hohe
Tücher, und derbreiten oderhohenMitrel-Tü-wcr viere gerechnet. D s Lauff-Tuch wirdalsv genennet, entweder wegen des von einan-der und wieder Zusammenlauffens, oder weildie eisernen Ringe an der Ober- »nd Unter-Lei-ne, einem Vorhange gleich, hin und wiederwuffen, oder vielmehr, weil es an dem Lauff-vor dem Abjagungs-Fiuzel die qverevorgestellet wird, und so es aufgezogen, dasWildpret daselbst durchlauffet, und der Herr-sch.ifft zum AuMiessen vorgesaget wird. Die-se Tücher werden in gewisse E,ntheilungen ver-fasset, an weichcn oben und unten Ringe, so andenen Ober und Unter-Leinen fortgehen, festanaeneher s»iv, damit vermöge solcher Ringe,die Lauff Tücher, wie Vorhänge, nach Belie-ben können ans- oder zugezogen werden, wennm«n das Wilv zur I igd einlassen oder abhal-ten will. Be« ieder Emtheilung müssen zweyMänner stehen, das Auf-und Zuziehen zu ver-richten, und zwar in solcher Geschwindigkeit,daß, wenn sie dieselben aufgeben haben, siesich darein wickeln und stehen bleiben, in derMitten aber ein Loch behalten, um des Zäger-MeiAers Befehl im Auf-und Zsziehen zu beob-achten. Diese Tücher sind ebenfalls fünf El-len hoch, aber nur den dritten Theil so lang, alsdie hohen Tücher.
Tücher-Lappen, sind von grober, iedochweiß-gebleichter Leinewand,drey Viertel-Ellenbreit, und anderthalb Ellen lang gemachte undgesäumte Striemen, welchean Leinen mitdar-zwischen gclassenem Raum von drey Viertel-Ellen qenehet, und im Nothfall an stat der Tü-cher gebraucht werden. Ais, wenn man unver-hofft an den GrennenWildpret spüret,das seineWechsel drüber hat, oder auch svnsten einigeWöiffe oder Sauen beym neuen Spur-Schneein Dickigten und Behältnissen eingekreisetworden, sind sie Tücher-Lappen in so cher ge-schwinden Eil eine herrliche Erfindung, mitdenselben über Berg und Thal, Brücher undMoräste z» stellen. Es gehören aber zu einemBund Tücher-Lappen anderthalb Schock El-len Leinwand, und eine Länge von mertzig ge-doppelten Wald-Schritten, oder hundert Ellenlana und eines kleinen Finaers dicke, daran dieLappen angenehet und zwischen zweyen allezeitso viel Raum gelassen wird, als die Breite ei-nes Lappens austräget. A» beyden Enden derLeine wird eine Lange von drey Clafftern ohneLappen gelassen, und an dem einen Ende ei!»starckerHaackcn, ein paar Ellen lang und vonbuchenem Hol«, an dem andern aber ein vonsolchem Holke starck gemachter, und oben miteinem Ring l escklagener Hefftel angeschlun-gen. In der Mitte eines ieden Lappen ist desHerrn Wappen oder Nahme, nebst der Jahr-Zahl mit schw rtzer Oel-Farbe aufgedrucket,weiches so feste hält, weil etwas dran ist, undfein bunt-scheckigt aussiehet, das Wild abzu-schrecken. Die Furckeln hierzu sind meistensdrey Ellen lang, welche oben mit einem Ringund Kerbe versehe» sind; diese braucht man,
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