Druckschrift 
2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2965-2966
Einzelbild herunterladen
 

Tritt Trog

Dr vm melsucht

296s

mit den Füssen !'i treten pfleget nmet-der Hohe herunter zn langen, und^hec dieser m iwe», drey oder mehr

^r'ntt, wird aber auch unter denen sonst so«ielei, Zieniizeichen, wodurch die Jäger einenMch ii! seine? Mrde von einem Thier unscheiten, eines mit von denen kentbaresten«cl'eu, und bestehet in sollenden Arten:°»i temZ-lend- Äey-Tritt- «r-l-y-Irm,Schilp-oder Schluß^rirr, wieiol-^Mer den gedachten Worten ausfühili-ilk-? beschrieben zu sinden.

Tisdel, heißet man den Ort, allwo em-irisr Bo-rath an alten Kleidern, abgenutz.-l meiien Aeuz und Hausrath, an zinn-i>'«i!ig kupfferu-und eisernen Geschirr, In-sin«leii, Schil^er.yen »ud dergleichei!,in- «üch Bücher zum öffentlichen Verkauf«>isMet werden, und findet niaa derer be-iLhmichi!' solcher Trödel-Märckte in Wien,Amßeidam, Nürnberg », s f. Wieiiiüi selche ÄödelS diesen Nuscn haben, daßzuscilm ein Armes um ein weniges Geldnoch ein gutes brauchbareö Stucke kaufenw, über dieses auch an manchenLiM seiche Trödel-Leute, weil ihnen vie-lüdiiiiS Jeng unter die Hände kommt, zuxMliM Tarirnngen mancherley Mobi->kii!!in?ewucher: also hat man i»der Po-My iwch eine rechte Tredel-Ordnung. ver-«!sze welcher ein ieder, der da trödeln«ii, s>H bey der Obrigceit angeben, Bur-M!ei>ii, sich dißfalls eintreiben lassen, lind«schzehendsttkftliÄ hüten muß, daß er son-»ch im öffentlichen. Ansrnf die Bürger«hl mthMig überbiete, oder sonst ihneni«Ä«ch!beil handle, Inqleiche« nicht mit»Wim Sachen Unterschleiff treibe. oderinficirte Sachen in die StädteM>e lind verlause.

man ein inwendig ansgehöhl-^ ^>!ie, so bei, einer Haushaltung sc^ir''»d uvthig ist, im übriile» aber^K l.«l-ri«led und Bev-N.ch!nen erhältSache, wci^u es gebraucht

Lo,ch Cro?; zu Wartung"""> die Freß- und'-»d entweder kle-n^.tock -Uisae

t», uno vair sie vor die besten"»»he können nicht nur bequemer germni« lverden, als die eiuielnen aus Stem ae

werde», als die euueMen aus Stein tze-MüeTrjze, welches dem Vieh gar julrcig-u»d stieret auch im Winter das Futters» diumiic» ei», gleichwie es in» <?-e->'ll!i«l im Sommer barumci! leichte reesäu-

ert; sondern es kan auch das Vieh das Fut-ter daraus besser genießen, und was die eineKuh nicht frist, das kan doch die andere be-kommen; die letzten sind ins gevicrte ausge-hauene und meist iedig stehende Tröge, diesich ^bald an diesen bäid an jenen Ort fort-schaffe» lassen, uns dienen das grobe Futrervor das Vieh darinnen zn flössen/ und Heissetein loicher daher ein «itampff- oder Srosi-Tesg. Denen annoch beyzufügen die einen!ieden gar wohlbekannte Röhr-oder Wasser-Tröge, von denen allen an seinem Orte be-reits gehandelt worden.

Tromboni, siehe Meryen-Aecher,

Trommelsucht oder 'Wind-Vvasserfuch»,ist eine Kranckheit der Pferde, da ihnen derUnterbaue!), wege.i derer darinnen versamm-leteii Winde dennassen dick, aufgeblähet,und Karl wird, daß er, wenn man mit einerHand darauf klopffet, einen Hall oder Tonals eine Trommel von sich giebet. Die da-mit behaffteten Pferde haben eine ausgespann-te Haut, starcke Halse, welche sie dermassenausgestreckt halten, als wenn sie keine Gelen-ke darinnen hätten, also, daß sie den Kopffnicht unter sich, und dem Futter entgegenbücken, noch auch im Gehen die HintereGchenckel z» den vordem bringen können.Sie mogei! weder sressen noch sauffen, undschlafen wenig oder gar nichts, geben auchden Mist und HiN'ii mit grosser Beschwernißvon sich. Diese Kranckheit entstehet von demverstopfftsn Canal der Gallen, ingleichen vonVerstoxffung der Leber und Mi!-;. Bey derCur muß man für allen Dingen den Leid of-fen halten, und die Vertheiluna der Windedurch ein Clsstier befördern; darzu nimmtman Mauer-Aauten vier Hände voll, Nes-sel-Saamen, Kumme! und Lorbeer, iedcszwey Loth , Mangold dre» Hände voll, ko-chet es in einer fetten Brühe, und nimmtdieser Brühe ein Maaß, Baum-Oel einViertel Pfund, und eine Hand von SM,mischet es unter einander, und appiicirt eSlaulicht. Uiber den Bauch feil man warmeÄfche überlegen, welche mit Lohr-Oel undwilden Cueumer-Gafft besprenget worden,und folches fein 'rssle thun. Man kan auchvier Pfund Äuh-Äoth, ein halb Pfund Zie-gen-Koch, ein Pfund Tauben-Mist, einhalb Maaß Bohnen-Mehl, drey Hände vollBerg-Müliye, eine Hand voll Kümmel, einhalb Pfund Honig, und ein Viertel-PfundSerpentin unter einander mischen und warmüberschlagen, inaleichen den Bauch und dieLenden vssr »nd viel mit warmen Wasserwaschen, und also mit den Mitteln um-wechseln. Inwendig aber soll man ihm fol-aendes gebrauchen: Allich - Wurtz, blauSchwerlel-Wurk, Meistcr-Wurk, Färber--the, iedes ein Loth, Odermennige, Salbey,Gamanderlein, Wermut, Soldanella, iedeseine Hand voll, Nittden von Tamariskenund Cappern-Rinden, iedes ein Loth, esu-Fenchel, Petersilien--Saamen, iedesein h«ib Loch, SeneS-BIätler iwen Loch,

Jalappa,