2->6z Treugen Trichter
nials pressen lässet. An denen Orte»/ wodas Treten nicht gebräuchlich, zerflösset mandie Trauben mit höltzernenStampffen oderStempeln. Die Trott-Knechte sollen nichtin die Butten oder Küssen treten, sie habendenn ihre Fusse sauber gewaschen/ und denaonsten Leib wohl gereiniget, die Kleider ge-hörig ausgeschürtzt oder aufgebunden und sau-bere weisse Hemden angezogen, damit sie denMost mit Schweiß und Wust nicht verun-reinigen. Wenn die Trauben ihres meistenSassts durch das Treten beraubet und da«Abzapffen geschehen, so werden solche getre-tene Trauben auf die Presse geschlagen, undein Satz gemacht, welcher durch die Spill-vder Baum- Presse also gcdrucket wird, da»!cr vollends fliesten lässet, was vom Tretenzurücke blieben-
Trcugen, heist etwas/ sonderlich nach demWaschen die Wäsche in der Lufft und Son-ne oder in warmgemachten Zimmern, oderunter dem Platteiftn, it, durch das Schlagenin verschiedenen Stufen mit allerhand Vor-theil und Absichten zum Rollen, zum Plat-ten, zum Stärcken und anderer feiner Zu-bereitung der Wäsche, trocknen, oder Feuch-tigkeit heraus bringen, dabey Haus-Mutterund Wäscherinnen verschiedne Vortheile inacht nehmen. Sonderlich weiß man, daß dieWäsche nicht so gut und weiß im Wsnter alsjui Sommer trockii-t »der treuget, wes-wegen man im Winter nicht gerne vielwäschet. . .
Tre-ige steden, saget man von denen Ku-ben, weun sie bey Herannahunz ihrer Kal-be-Zeit keine Milch mehr geben, und alsonicht eher wieder gemolcken werden könne»/bis sie gekalbet haben.
Treusche, suche Aalraupe.
Treuschling, siehe Hcydcling.
Trianon, heisset man ein gan» niedrigesGebäude, so an einem schattigen Ort in einenTusch gebauet, um desto frischere Lufft darin-üen habe» zu können, und ist,iusqemein beyansehnlichen Residenten oder Lust - Schlos-sern von dem Haupt-Garten in etwas entfer-net und weit abgelegen, sonst aber auf dasprächtigste aufgeführet. Bey den Jtaliänernwerden dergleichen häufig angetrossev/ die sel-biae c^iini nennen.
Trichter, ein von Kupffer oder Blech ver-fertigter, oben weit und unten rund zugespitz-ter Einsatz, wordurch man alle fiiesser.de Sa-chen, in Fasser, Flaschen, Beuteillen und ande-res Geschirr/ auch die Brühen in die Pastetenlassen kan. Man hat auch grosse höltzemeDichter, so bey Führung der Vier-und Wein-Fässer gebraucht werden; ein solcher Heissetauch ein Füli-Hals, und bestehet aus einem?"cht allzu tiefen Fäßzen mit dreyen Füssen,>- -ran der eine als eine Röhre durchbohret,r^' ii in das Spund-Loch eines F.MS geste-und selbiges dadurch begvem gesüllet wer-den kan.
Trifft, siehe Vieh-Trifft.
Trifft-Schäfer/ suche Schäfer.
Trincl-Geld Tritt -564
Trinck-Ge!d, wird dasjenige Geld qenen-net, welchem inan denen Dienst - Boten, Taae-Löhnern Ha»dwerckS-imd andern Arbeics-Leuten über ihr ordentliches Lohn vor ein undden andern geleisteten Dienst verehret, alswelches Aecidens solcher Leute ihre beste Lo-sung.
Tripp, ist ein lernen oder aus Sammet-Artzubereitet Gewebe, weiches vor diesem starckzuKrogen,' Gchauben, Mützen und dergleichengebrauchet worden.
Trippcl, wird ein weiß grauer lind auch geb"ber Stein oder vielmehr Tbvn genemiet, derüber Italien aus Afw'a, und zwar von Tripo-lis zu uns gebracht wird. Seine Gute wirddaran erkennet, wenn er recht weich und zart/auch nicht sandigt ist; alsdenn brauchet manihn zu Reinigung und Polirung mancherleymetallener Geschirre.
oder Wasserstern-Kraut/ welcherAriickel nach'usehen.
Trischel, siehe Drcsch-Fleacl,
Triftnet, bestehet aus gebäheten, mit Weinbegossenen, und mit Zucker und Gew^rtz über-streuten Semmel-Schnitte!!, welche man beygebratenen Truthünern, Capaunen und der-gleichen mit aufzusetzen pfleget. Man nimmtzu anderthalb Pfund Zucker, welcher kleingeflossen werden muß, ein Loth Inawer, einLoth Zimmet, und ein Q?iittlei» Museaten-Blüthen, auch wohl etwas CardamomeN/stösset diese zusammen, auch klein, und men-get die Gewürtze und den Zucker unter ein-ander. Hierauf schneidet man gute weisseSemmeln Scheiben-weise/ bähet sie auf demRost.fein Gold-ge!b, i^et sie in eine tiefeSchüssel oder Napss, streuet ^ on dem auferstbeschriebene Weise zubereiteten Trisenetoben darauf, giesset guten Wein drüber, daßdie Semmeln sein aufqveiien, und lässet sieeine gute Weile licaen. Nach diesem be-streuet man eine Schüssel mit dem Trisenet-Pulver, leget sodenn eine Lage von denen ein-geweichten Semmeln/ und streuet wiederdas Pulver nebst geschnittenen Cttronen-Schaleu auf dieselben, und fahret damitfort/bis man fertig ist- Hernach g-esset man denübergebliebenen Wein, worinnen die Sem-mel gewerchet, darüber, und streuet wiedervon dem Pulver darauf/ und lässet es auf-setzen. Man kan auch auf eins Lage Sem-meln allezeit Plätzgen - weis geschnitteneskaltes Gebratenes, es sey nun Kalbs--Braten, Truthüner - Capaunen - Rehe-Braten , Rebhüner, oder, was man hat/legen , und es also zu Tische tragen.
Trjstachck, ist ein eisernes Instrumentaus drey mit Wiederhaben versehenenSpitzen und einer langen Stange, daranes mit zweyen eisernen Federn befestiget/womit die Aale, Aalrauxen, ForellenZe. in denen Behältnissen gefangen undheraus gezogen werden. Siehe Ast-gabel,
^Tritt, hiisset man eigentlich eine kleine Er-höhung über den ordentlichen BsdcN/ darauf
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