syst Tsaubeif-Kraut Traversire«
iniretist. Er gehöret zur hohen Iagd> und müs-sen daher», wenn man weydmännischvonihmsprechen will, eben die Redens- Arten, wiede>'M Auerhahn, von ihm gebrauchet nerden.Er soll eine sonderliche Liebe zu denen Pferdentraien, und daher» mit dem Schieß -Pferd,oder mit einer Karren-Büchse am leichtestenerschlichen werden können. Sie versamm-le» sich gerne in ebenen Feldern/ wo das Re-gen-W'sser zusammen läufft, Herbst-Zeitaber sind sie auch in denen Kraut-undRuben-Acldern anzutreffen. Ihre Schwere erstrecketsich auf Vielehen, sechzeken, bis achlzehenPsuud, und ist dieses die Ursache, daß sie sichRicht so leicht, als andere Vögel in die Lufftschwingen, sondern von raschen Wind-Hun-den vhnschwer aesanqen werde» können. DasFleisch der alten Trappen ist schwary und et-was hart, und tauget am besten in Pasteten,«?nn es zuvor wie das Fleisch vom Auerhahnund andern dergleichen «rossen Geflügel zube-reitet worden. 'Die Jungen sind ein Herren-Essen, und werden aebraten, weilen ihr Fleischmcht unqeschmack ist, und nicht nur eine guteNahrung zielet, sondern auch wohl zu ver-dauen ist- Sein Fett hat eine zertheilende nndGchmcrk-lindernde Krafft, sein Koth aber sollvor die Räude gut seyn.
Traube, siehe Wein-Traube.
Traubel-Erbsen, suche Erbsen.
Trauben Holder, siede Hollunder.
Trauben Rraut,ist ein Arstney Kraut,wel-ches in Italien und Franckreich wild wächst,bey uns aber in den Gärten gezogen wird. Manhat dessen dreyerley Sorten: Das gemeinehat Blätter, wie das Eichen-Laub, nur etwaslänqlichter; die Blumen sind bleich-gelbe, undK-chen, aleichwie auch der Saame, traubelweisedick in einander und beysammen. DosganyeGewächse ist allenthalben etwas hartzig, emesscharffen, doch nicht unangenehmen Geruchs,«nd ein bewahrtes Mittel in kalten Brust-Kranckheiten und langwierigem Husten, Ver-stopffunqen der Leber, Nieren und Mutter, da-her» in den Apothecken,aus dem aantzen Kraut,wenn es blühet, ein Wasser destilliret, und ausden jungen Blättern eine Latwerae zubereitetwird. Das dürre Kraut in die Schrancke zwi-schen die Kleider gelegt, bewahret dieselben vordenen Motten, und macht ihnen einen gutenGeruch. Das Mexikanische Trauben Rrautviid das Gamander - sörmige Trauben-Rraut, werden iur Zierde in denen Gärtengehalten.
Traversiren, saaet man von einem Pferde,welches seinen Huff-Schlaa die qvere macht,daß die Croupe aasdie eine Seite, und der Kopfauf die andere kommt- Uiberhaupt aber heißtauch solches, emem in seine» Geschafften etwasin die qvere oder in den Weg leaen, solche da-mit entweder völlig «»ihrem Fortgang verhin-dern, oder doch dadurch verursachen, daß siegany einen andern und mit der ersten Absichtoder Ordnung übel übereinkommenden schwe-ren Gang gehen, und einen andern oder dochschwerer» Ausgang nehmen müssen.
Trauer-Zeug Traurigkeit^ ,,;e
Trauer-Zeug, nennet man alles, was m«>ausser dem ordentlich?» Trauer-RIeid vd«Schlevcr annoch aus den Korff oder um denHals und sonst bey einer Trauer benötki«et ist.Es bestehet meist in einer Trauer Schnepsse,welches ein von schwarstem Trep-F!ohrumsto-chenes Stirn-Blat ist,so in der tiefsten Trauerrund über die ganke Stirne herum gehet, in derabnehmenden Trauer aber wird es nach undnach imnier schiesser zuaeschnitten, da es end-lich bey der Au?trauer bis zu einer gank spitzi-gen Schnepffe aekomme»; über dies' wird voneben'dergleichenFIvhr die Trauer.^aube ge-seyet, darüber alsdenn die Traucr-Vappe ae«hanqen wird, welches eben dergleichen Hlohr,welcher in der Mitte derer zwey lanzen herab-hangenden Enden kinten zusammen gereiket,vornen das aantze Gesichte bedecket. Wenndie Trauer am tieffsten, wird deraleichen vondoppeltem Flohr, in der abnehmenden Traueraber nur einfach aemacht. Die weissen ausSchleyer oder Schwedisch geschnittene schmaleGtreiffen, woinit man bey der tiefen Trauer dieErmel vornen her, wie auch die Kleider umden Hals herum und vornen herunter aufzu-schlagen pfleget, führen in dem Wasch-Inven-tario den Nahmen der Trauer Streissen.
Trauffe, nennet man den Abfall des Was-sers, wenn es bei, dem Regen über das Dach ausden Erdboden rinnet. Und weil denn dasDach iedesmahl etwas weit über die vordereWand hervor ragen muß, damit selbige um soviel mehr für dem Regen verwahret sey, folg-lich auch die Trausse weiter davon herab fället,so Heisset man ebenfalls aus dem Erdboden denRaum, von der Grund Mauer des Hauses an-gerechnet, bis an den Ort, wo das Wasservondem Dach ausfället, die Trausse, welche mitdem besondern Rechte beleget, daß, so fernenicht ein speciales Gegen-Recht vorbanden,kein Nachbar an des andern Tranffe so nahebauen darss, daß dadurch der Abfluß keS Was-sers gehindert werde, oder ein anderer Nach-theil dem Besitzer des Trauff-Rechtes darauserwachsen könne. Und eben dieses beißt daSTrauff Xechr.
Trauff-Stein, siehe Tropff-Stein.
Traurigkeit, ist zwar eine blosse Empfin-dung der Unlust über ein wahres, oder schein-bares, gegenwärtiges oder doch gewiß bevorste-hendes, oder auch nur eingebildetes Uibel, amLeibe oder der Seele, im Zeitlichen innerlichund äusserlich, oder auch im ewigen Zustande-Wenn aber damit eine besondere Heffrigkeitder Seelen-Empfindung und Begierden, undeine außerordentliche lanasame und stockendeoder nach dem Hertz das Geblüt zu drinaendeBewegung der Gaffte des Leibes verknüpffetist, so ist es ein Affeet, und eine mehr oberweniger hesstige Gemüths-Bewsgung, die son-derlich im höchsten Grad Angst oder Gramund tieffe Betrübniß genennet wird. Mankan aus dieser Bestimmung leicht erkennen,daß zwar dieser Zustand in seiner Maasse undbey denen rechten Ob,eclis, sonderlich wichti-ge» Uideln, dahin insonderheit das Sündeil>