2947 Traber - Gruben Tränckett
Ochsen, Enten, Gänse, Hüner und ander Vieh, >wenn sie ihnen zumal ant andern? Gefrässe un-,termenget werden- An etlichen Orten, wo;man eine grosse Vieh-Zucht hat, und dabey das ^Brau-Wesen star-k gehet, sind
Träber-Sruden, in denen Brau-Haustrn«nzebracht, und solche inwendig mit Ziegel- ^oder andern Steinen ausgefüttert, darein,schüttet man die T'äder, und tritt fieMitdenKüssen, oder stampft sie mit andern ^nstrumen- ^ten fein feste ein, daß sie recht dichte auf einan-der liegen. Wenn man hernach Wasser druberhergiesset, so bleiben sie gut/ weil eme Handvoll davon da ist.
Trächtig. Tragen, sagt man sowohl voneinem wiideu, als zähmen Thier, weiblichenGeschlechtes, wenn es ein junges im Leibe hat.Alles trächtige Vieh, so man bey einer Haus-haltung hat muß nicht nur mit Speise undTranck, sondern auch mit der ulmgenWarr undPflege besser, als das andere in acht genommen ^«erden.
Träger, Heisset das starckeAmmer-Stucke,Welches in liessen Gemachern mitten qver durchentweder unter die Balcken gezogen, oder oben«der dieselbe geleget wird, damit sich die Bal-ken in der Mitte nicht herunter geben undMM. Siehe Balcken.
Tränckc, die Träncke,derOrt,wo dasHaus-Vieh hingeführet wird, sein Wasser findet undgetranckct wird. Dabey denn allerhand Be-hutsamkeit zu gebrauchen, wovon unten derArt. Träncken nachzusehen.
Tranck-Ermer, suche Eimer.
Tranckel Beere, sind Beere, Kelchedengrossen Heide!-Beßren gleichen, aber grösserund bläulicher sind, auch auf hohem Sträu-chern wachsen, und nur an etlichen Orten inunsern Gebirgen gefunden werden.
Trancken, wird gemeiniglich nur von de-nen Pferden gesagt, und Heisset so viel, als die-selbe sauffe»!.issen, oder ihnen zu trincken vor-geben. Mit dem Träneken muß ein Pferdwohl in Acht genommen werden, und zwar vor-nehmlich, daß man ihm kein aar zu kaltes Wassertrincken lasse, denn solches ist -Uten und Mi-gen Pferden, insonderheit aber denen tragen-den Stuten zum höchsten schädlich, also, daßeine Stute von einem einigen kalten Trunckverwerffen kan; daher soll man dos Wasser, dasdie Pferde trincken sollen, im Stall in einemhsltzernen saubern Gesässe oder Tränek-Eymer^aufbehalten, und zwar, daß es zum wenigstenjederzeit eine Nacht im Stalle gestände!« sey,ehemansdenPserden vorhält, sonderlich, wennman keine andere Gelegenheit bat, und dasWasser aus dem Zieh - oder Schöpf-Brunnennehmen muß: Denn diese Wasser sind gemei-niglich kälter und härter, als die fliessendenund Röhr-Wasser, wovon die fließenden de-nen Pferden am gesündesten sind. Man hatauch daraus zu sehen,daß das Trinken der Pfer-de rem, uns kein S'-roh, Koch, Federn oderdergleichen Unjm darinnen sey; wenn aber
Trän-k-Faß Trage-Korb 294«
sonst ein Wasser von Natur trübe, schadet ihnensolches nichts. Weil auch auf der Reise diePferde mit dem Träückeii gar bald verwahrlo-set fti ,n, soll man sie niemqlcn eher trincken las-sen, bis sie erstlich wohl abgekühlet seyn, undein guttheil-nzt frischen! Wasser genetztes Heuvorhero gefrissei! h-den. Lasset man lie, wie dieUngarn mit ihren Pferden zu thun pflegen, ausallen Wassern trincken, «onderlich wen» siew.'rm werden, so brechen,ie durch, dafernesie es nicht von Jugend ausalio gewohnt sind,und gehet das Futter meistentheil? unverdäuetvon ihnen; sonderlich soll ma?! sie aus denenWassern, wo Flachs m der Röste liegt, weiles ihnen höchst schädlich, nicht ti incken lassen.
Tranck Faß, ist ein von Dauben undReif-fen durch den 'Äölticher.zusammeil gebundenesgeraumes Gesäffe, woraus das Vieh in denen^ Ställen geträncket wird.
Tranck-Herd, siehe Vogel-Herd.
Tragant, ist eine Art e nes Gummi, welche»auf einem Dorne wächst, und bisweilen schonweiß, bisweilen gelb-braun und faiwartz ist-Man bringet denselben ans Spanien zu uns.Der beste Tragant muß schon weiß, klar, durch-sichtig, glatt, zart, lauter und aus der Zungensüsse und hart seyn, und keinen Staub bey sichführen; die andern Sorten, und sonderlich derröthliche, ist schlecht und nicht viel tauglich.In der Haushaltung wird er gebraucht, dieNessel-Garne und andere Spitzen, wenn siegewaschen worden, wiederum dadurch zusteiffen und starr zu machen.
Trage oder Trag-Bahre, siehe Bahre.
Trage-Bette, ist das kleine und weicheKus-sen, darein die Wochen-Kinder gebunden, undMit selbigem herum getragen werden. Es sindnemüch an dem Uiberzug, der gemeiniglichvon Damast, Zwilliz öder Leinwand, so wohloben als in der Mitte, und auch unten Bänderangenehel, um solches fest zusammen binden zukönnen. Derjenige, so man Überzieher, wenndas Kind zur Tausse getragen werden soll, undwomit um die Gebühren arme .femeine Leuteauch wohl vi'n den Kinder-Müttern versehenwerden, ist von Brocard, Damast, Stoff, Atlasund dergleichen.
Trage-Buche, wird die Roth-Bncheze-naniit. Siehe Buche.
Trage-Rorb, heisset ein geflochten Behält-niß, darinnen sich etwas auf dem Rücken be-gvem tragen lässet. Es ist ein solcher Korb zudem Ende an d,'e Seite, womit er auf den Rü-cken zu liegen komt, gerade und beuget sich vondar auf beyden Seiten herum, dergestalt, daßder Boden unten etwas halb Kegel-> und. Mder Mitte der Hinteren krummen Wand beßn-dei sich der Länge nach gerade herunter ein nichtgarjchwaches Hol« inii emge-Iochten, und ülder geraden Seite ein anderer runder Bügel,dessen seine beyde Enden zu unterstem wenighervorragen, und nebst dem gedachten hinternstarckenHoltznichtnur die Füsse abgeben, daßdergleichen Korb, wenn man ihn von sich stel-