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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
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2943-2944
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-94! Topff-Vret Torf

Torf

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dem noch mancherley gut Gewürh samt etli-che!! Löffeln Wein oder Wein - Eßig dazu ge-than worden, mit einem Deckel wohl verwah-ret und verschlossen werden kan. Hieraufseyet man das Geschirr in Kohlen, und lästes'also in seinem eigenen Dunst, und in dervon sich gegebenen Sosse aahr und mürbe wer-den, oben auf Hem Deckel aber schüttet manzulent auch Kohlen, damit es etwas bräun-lich? aulauffe, Ein auf dergleichen Art mehrgedampfftes, als gebratenes Fleisch, oder >o-genannter Toxff - Braten ist sehr gut undkraffng zu essen, immassen es leine eigeneSubstani? bey sich behalten hat, und nicht, wieanderes gebratenes oder gekochtes Fleisch, wäh-render Zurichtung evaxoriren lassen.

Topff-Brer, ist ein von Brerern zusammen-gesentes Küchen-Slegal, worauf die Töpsse ge-stüri;et werden.

Topsscn, siehe Ras, ingleichen O.var>5,

Topff, oder vielmehr Toss-Stein, dieser istwegen seiner schwammigten Art gank leichte/und wird nicht nur, so bald als er aus demBruch kommt, mit der Sägen beqoem ge-schnitten, und leicht in allerhand Forme ge-bracht, sondern er lässet sich auch noch, wenner gleich erhärtet, gerne hauen, bereiten undtractiren, nimmt im übrigen den Mörtelgerne an, bindet feste zusammen auch an an-dere Stein - Sorten! giebt ein leichtes, tro-ckenes und zur Gesundheit dienliches Mauer-werck, welches ie länger es stehet, immerzu ieharter wirb; über dieses alles hat er nochdiese gute Eigenschafft, daß er im Feuer aus-halt und nicht leichte springet. Es wird die-ser in Holland zu einem Kalch gebrennet, derin Cisternen und feuchten Orten treflich gutthut. Roh kan dieser Stein auch zu Auszie-rung der Grotten und zu Wasser-Künsten ge-brauchet werden. Im WüY-SulftbachWen,um das Dorff Eißmannsberg findet mau die-ser Art Steine in ziemlicher Menge, woselbstsie immer nachwachsen, nnd einen rechtenStein-machenden Zufluß haben, weshalbenman auch allerhand Gefässe von Metall, Holstund dergleichen daselbst antrifft, die da hineingeleget und mit Stein wircklich überzogenworden.

Tors, Turf, ist eine Art fetter wurstlicherErde, sozu Rasenausqestochen, an der Sonnegetrocknet und zur Feuerung gebraucht wird.In denen Niederlanden und an andern Or-ten, wo Mangel an Holst ist, kommet derKorf wohl zu statten. In Ober - Sachsen,und zwar in dem Chur-Sachsischen Erkt-Ge-birge, insonderheit aber, um Schneeberg,Gcheibenberg, Johann - Georgen - Stadt,Dreyzehiihayn, Großhartmannsdorff undandern Orten wird in ziemlicher MengeTorf angetroffen und gestochen. Es ist sol-cher ein mit vielen Zäserlein, fasigen undfiltztgen Wursteln durchwachsene, fettigle Er-de, welche an sumpffigen Orten erwachset, undihre Nahrung von Regen-und andern Was-sern, ingleichen vom Gras, Moos und anderndazwischen befindliche» verfaulten Materien

hgt, mid dabero an theils Orten filtz-g und !o-l cker, an andern aber derb und dicht wird. E?! liege! auf den höchsten Gebirgsn, vüd macheteinen schwammigen Boden, wo nicht durch ge-zogene Graben das Wasser abgeleitet wird.Oben auf dem Rasen wächset zwar etwas, in-sonderheit aber kiesernes Holtz, es bleibetaber klein und strüvpig, indem cs keinenGrund zum Wurtzeln erlangen, und man esofft sogleich mir mit der Hand heraus ziehenkan. Unter dem Rasen, da der Torf gesto-chen wird, sind zuweilen die obern zwey bisdrey Sohlen oder Suche locker, und werden,weil sie den Spaten nicht recht halten, auchnicht in ganxe Stücke gebracht werden kön-nen, zurücke geworssen, ob es gleich eben so,wie der andere Torf, zum Brennen, und theilszum Verkohlen zn gebrauchen, worauf den»hernach der Tors bis,auf den Grund oderSohle immer derber und fetter wird, und daer von oben hinunter schwärtzlich ausgesehen,endlich nach Beschaffenheit der mineralischenWasser, die braune oder gantz schwarye Far-be annimmt, und dieses ist der allerbeste, alswelcher jchön feste, derb, und zugleich sehrfett ist. Wenn er bis auf die Sohle ausge-stvchen ist, findet sich ein weiß-sandiger undkiesiger Boden. Die Grösse, nach welcher derSächsische Tors gestochen^wird, ist wegen des'unterschiedlichen und dämmen vor-

fallenden Verhinderungen nicht einerley,'-geinein wird ein Stück, weil es im Abtivcklicnsehr schwindet, anderthalb Viertel bis eineyalbe Eile lang, vier bis sechs Zoll dick nnd sobreit, als es der Spaten austrggt, gestochen,und ob man gleich solche langer, breiter unddicker stechen lonte, so ist es'doch um des-willen nicht rathsam, m»i! solche Stücke, ih-rer Schwere halber, im Fortschaff,.!? nnd Ab-trocknen zerfallen, auch viele Zeit zum Aus-trocknen haben müssen. Dics.r Tors ist angedachten Orten um w viel nützlicher, weiler nicht nur roh zur Feuerung zu gebrauchen,sondern sich auch verkohlen lasset, und dahe-ro bey den dorrten Schmelst- nnd Hammer-wercken dienet, welches etwas besonders, undanderswo von dem Torf noch nicht gehöretworden- Das Abtrocknen dieses Torfes ge-schiehet folgender Gestalt: Es werden erstlichacht oder zehen Stücke in Hauffgen gcsetzetund ausaeschrcncket, so bald dieser ein wenigübertrocknel, wird aus zwey dergleichen Häuf-lein nur eines gemacht, und sechzehen Stü-cke, ie drey und drey ausgeringt, obenher adermit ein paar dazu geschickten grossen Stücknvorm Regen bedecket; endlich werden ausdiesen, wenn sie vollkommen ausgetrocknet,grosse Haussen zu eintausend, zwey bis drey-tausend Stücken geseuet, und die trocknesten mdie Mitte genommen, dannt es vor dem Regensicher sey, das nasse aber an der Sonne undwarmen Lufft mehr und mehr austrockne.

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ter stehet, und gehet ihm deswegen nicht das

geringste