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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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2871-2872
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Taa Tamarinden

^ Tamarisken- Baum Tangel-Holk 287-

lind also nach Deutschland gebraa?t, welcheman hernach zu Iulexpen und andern Ark-neyen gebrauchet. Wenn man etwas fri-sches Wasser ans die mit Zucker eingeleg-ten Tamarinden giesse^, sie wohl uniereinander knätet, auch hernach wohl aus-druckt , und den Gafft durch ein reinesTuch seihet, so kan man ihn entweder alsotrincken, oder Zweyback darein weichen, undes ein wenig mit geriebener Mnseaten undZimmet bestreuen, so ist dieses so, gut alseine der besten kalten Schalen von Weingemacht. Unseres Orts werden sie nur zumLariren gebraucht, wiewohl auch manches-mal zu allerley Sossen und Tuncken.

Tamarisken - Baum, ist ein Baum,welcher in der Grösse eines Quitten- Bau-mes, in den mittägigen Provinken Franck-reichS, auch in Deutschland am Ober-Rkein und der Donau wild wächset, beyuns aber nur in Stauden, unter denSchirm-Gewächsen gehalten wird. Er hateine starcke Wniftel, eine dunckel-brauneRinde, viele Aeste und Zweige, grüne spi-es ausgelöschet wird, nicht Kinckt. Aus^iac Blätter, wie etwa» der Cypressen-dem Saamen aber presset man Oel, so in oder Sade-Baum,^und bekommt im Junisdenen Lampen gebrauchet wird. ES ist also Pnrpur-sarbene Blüthen, aus welche drey-en! nutzbarer Baum, den man wohl versu->eckigte Knovflein solgen, die, wenn sie ber-chen möchte, ob er hier nicht anzupflan-sten, einen weissen Saamen, wie eine zarteze,n ^Wolle fliegen lassen. Seine Vermehrung

Talcmüse, nennet man eine Art von geschiehet am besten durch die BeyschosseButter -Gebackenen, welches a^lso zuberei-öder Zerreissung der Staude. Er will fieis-ter wird: Man treibet ein Stuck Blätter- sig begossen und auf den Winter beygesetzetTeig vermittelst des Roll-Holtzes rund,^ in seyn. Die Rinde, welche von der Wuweldessen Mitte thut man eine Käse-Fuve, und dem Stamm abgeschälet wird, undschliesset alsdenn den Teig oben zu, doch wenn sie von der äusserlichen dunckel-brau-also, daß in der Mitte eine klcme Oeff-jnen rauhen Rinde gesäubert ist, an Farbenung bleibe, und von dem herein geschla-jgelb, am Geruch lieblich, und am Geschmackgcnen Rande gleichsam drey Hörner sormi-^'ittcr und zusammen ziehend seyn soll, istret werden, daß dieses Gebackens fast einerlei» bewährtes Milk-eröffnendes Mittel; inIesuiter-Mütze ähnlich sehe, und lasset es Wasser gesotten und davon getruucken, ver-im Ofen fein gelbe backen. Weaen der For-!zehrec sie die melancholischen Feuchtigkeiten,ine pfleget man solches auch Icsuitcr-!>?ii-vertreibet das viertägige Fieber, die schwar-ze-und gelbe-auch die Wassersucht, inglei«chen die Krätze und das Jucken der Haut.

Tag U!ld> Nacht, suche Glas-Rraut.

Tag-un d Nacht - Blume, siehe Viole.

Tag-und Nachk-Gleiche» heisr die Zeit,wenn'die Sonne ,n den Widder oder in die-Wage rntt, und da solgends aus dem gan-zen Erobo^en Tag und Nacht einander.leich, das ist, von zwolff Stunden ist.Es wird eingetheilet in das Frühlings-undHerbst - Jenes fällt auf den

ein und zwantzigsten Mertz, dieses auf dendrey und zwantzigsten September.

TaIiverck/ ist'ein Feld-Maaß, so zuAusmessung der Wiesen und Teiche oderWeiber, it. derer Acker an etlichen OrtenDeutschlandes gebrauchet wird, und be-oeuttt so viel, als ein Acker oder Mor-gen.

Tag-Wuvyeln, suche Thau-Wuryeln,

Talch, siehe Unschlirt.

Talck-Baum / ist ein Chinesischer Baum,dessen Frucht, wenn sie gekochet wird,viel Fett von sich giebt, welches wie Un-schlitt gerinnet und zu Kerzen gebrauchetwird, sehr weiß wie Wachs ist, und wenn

K

yen zu nennen.

Tamarinden - Baum , dieser wachsetsonst durch' gank Ost - Indien, und ist mit

. Zu dem Ende werden auch Kannen, Becher

dem folgenden Tamarisken-Baum nicht zu und andere Trinck-Geschirre aus dem Hsl-verwechseln. Er hat Fruchte wie die Boh-^ze verfertiget, darinnen die Krancken ihrnen , mit Kernen, fast dem Iohannis-iGeträiicke halten, uud daraus trincken mi«Brot gleich. Die Blatter, so an den gen.

Stengeln zn beyden Seiten sitzen, sind! Tamm, suche Damm,spikig wie die Senes-Blatter. Gedachte! Tani^el-Holy/ heisset dasjenige Holk,Schoren oder Bohnen, wenn sie über cm. welches, an start der Blätter Nadeln hat, dieander geleget worden sind, werden reig^Sonüi-er und Winter grün, und an denwie unsere Mispeln, welche hernach in Fei-Zweigen des Baumes s-pen bleiben, daberozen-Blätter gewickelt, von den Indianern es auch dem Laub - ^oir. entgegen geseMin grosser Menge zu Marckte gebracht wer-Md, welches seine Blätter gegen den Win-den. Sie schmecken Weinsäuerltch, und-ter fallen lasset. Es wird eingetheilet in wei-

lassen sich zu vielen Essen mit etwas Zuckervermischet gebrauchen. Diese Tamarinden-Bohnen in Zucker eingeleget, nimmt man«ls eine; .gute Schiffs-Provision mit sich,inmassen sie, davon gegessen oder getrun-ken, eine sonderliche Erfrischung vor denScharbock seyn. Ja, es werten offt ge-iaa/te Früchte auch nur in SalZ eingeleget,

ches und hartes. Jenes begreisset die Tanne,die Fichte, und die^Föhre oder Kienfohre, iKie-fer); unter dieseaber zehlet man denLerchen-Laun', den Taxus, den Erben- Naum, «n»den Wachholder-Baum. Von deren jedenbehori^en Orts insonderheit gehandelt wire.Die Vermehrung des Tauget - Holsesschiehet durch den Saamen,

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