-87?
Tanne
Taimen-Blattern Tarleteiit -874
s^leirst aussäller, geht er a»n weil es aberu lange wahret, so ist es bester, we.1,1 erdurch Hände in d.e «be kommt.
^ wird in oe„ Aussen in emem^ahre zeilli-^-r reist, als in dem ander», nach den, nehmlich^ W.r er.mg ist. Will man vor der Saar5 Aden ans eine V errel^lle t.eff mit Wu-ae», i>!ae» oder Graden nmreissen, ,0 ist esoui- ws mckl.muß man Grublein von ein bisv ^ve^r F-naer liess in Reihen ammachel!/.dea Saaten einstreuen, und wieder einebnen,:so «edet er gemeiniglich nach sechs Wochen^äui Das Tanael - Holtz wird sonsten auch,Schwart; -Holt,/ ingleichen Harrz-Hslrz
^ Caniie/ Tannen -Raum / ist cin Wald-Baum, ireicherunter das gesogenannte schwartze»derTangel-Hol» gehvrer, und aus dem^aa-nieii gerao i» die Hohe wächset.. Er hat sur an-dcra Hauken eine ziemliche Hertz - Wuwel,!welche de»Saamen lest halt, und von Sturm-Wind-:« nicht leicht umstäryen la>jet. SemeRiaseist weißlicht oder Silber-grau,und dicke,aber dabey sehr morsch und brüchig! die Aestemchse» rundum den Stamm, verlieren sichaber von unten auf, nachdem der Baum an-^wächset und lassen einen glatten Stamm bis:über dieHelfte, Die Tangeln sind auswendigfchivamlich-grün, inwendig aber etwas weisser >ida-H^il; hingegen ist weiß, weich und leichre.Ma» findet zweyerley Arten der Tannen, ro-.cheimd weisse. D^r Unterschied besteher »1!dmeii Nadeln vderTai>geln, welche an den ro-tde» breirer, grüner und weicher, aber ans demRücken nicht so weich sind, als die Tangeln derwnssen Tannen. Der Saamen dieser Bäu-me wachst in Iaxffen, die aber nicht/ wie bey den,Fichten unlerwercs hängen, sondern anfwertsstehe»; er bestehet in einer hartzigen Materie,am Geruch wie Terpentin, sieuzt im Herbstaus, und wird von dem Winde weggeführet.Aus der Tanne wachset vor allen ander» Bau-me» die Mistel häufig. In nassen und mora-sngeii vder sumrffigeii Orten hat dieser Baumkmen bessndern Wach ihuni, sondern liebetvielmehr die Gebirge und einen trockene» Bo-den. Die Abkopffung des Gipffels oder seiner?rl"e», ingleicheii die Abschälung seiner Rin-de.verursachendessm Tod und Verderben; da-bcro umer andern Beobachtungen in deneiiWald-undForst-Mandate» auch dieses einev«n denen sürnehmsten ist: daß Müi, die Gi-nel voii denen Tannen, nicht zu Wein-oderWer-Zeichen, sondern vielmehr von derglei-chen Re.ßiq -geflochtene Kranke gebrauche»M; »i^leichen daß die FvrKbedienten, aufdasmnthwillige Schälender stehenden und gu-^'T-nine» fleißia Ach ung geben, und solche'^'erii/ nv.y ander» Leuten,erlauben «ollen/weil fonstenmit die-sem .lbst»!?en, «elialen und BeHauen, das mei->t-,>unge lind alte Tannen-Holi? verderbet wirdTanne hat einen vielfältigen N»!-en, mas-«»ihr y«ltz „ich- nur zum Linheixen, Kochenund Brennen, lender» auch dcyni Bauwesen
,ehr wohl zn gebrauch n,, und vor andern z»Balcren votiteftuch gut ist! Nichr weniger die-net es Zu Rinne»/Rohren und Bietern, inglei-che» zu Bouiche», Fasser» und anderm Börti-cher-Gejchirre wegen seiner Danerhaffugkett;zu Schindeln, weil es leichre und sich wohl spai«ren lasset; deni Geigen-und Jnstrument-Ma«cher zu allerhand Resonank-Böden/ und end-lich auch im Schiff-Bau vornehmlich i» Ma-sten. Die Bauren und Land - Leute wissen auchan manche» Orten die Rinde» wohl anzuwen-den/indem iie Körte davon machen, ihre Dä-cher damit decken, und die Bienen-Stocke wi-der den Regen damit verwahren. Unter derRinde wachsen zuweilen kleine Hübe! oderBeulen.
Tannen-ZKIattern genannt, die, wenn mansie rüz^r ein vortreffliches Hary, so durchsich-lia, und am Geschmack fast wie Citronen-Scha-len ist, fließen. Dieses^Tannen- Hary wird insgemein Weiß-
genommen, reinigei die Nieren und treibet denSrein. Es wird auch zu Heilung der Wundenund Schaden gebreuchr. Die Bier-Schenkenpflegen es in das Bier zu thun, daß es sich besser
halte.
Tanncn-Heher.vdcr Tannen-Häher,sieheHader.
Tannen-Hirsch/ suche Dam-Hirsch.
Tapeten, Tapezereyen/ heiss-m bie>enigenBekleidungen der Wa-ite, w-uche man deutezu Tage an statt des Tafel - Wercks in denen'Vus-Snibcn und Pruiick-Iimmern zu gebrau-chen pfleget- Es bestehen d ese entweder ausbunten seiden / «der halb seiden und wolle»/oder gany wollen, ingleichen inaiichmal mit ei-nem leinenen Garn uilterniengten und mir al-lerley Figuren gewii cktem Ter pichten, oder ausleinenen Drell auf dergleichen Art gemahltenTüchern/oder auch aus einer seinen Wachs-Lei-newand/ darauf theils gemahlte/ theils ge-druckte Figuren und Einfassungen zu finde»/dergleichen heut zu Tage gar viele um noch garguren Preis zu habe»/ und vielfältig gebrau-chet werde», nachdem dieft Manusactur beyuns besser in die Höhe g.'kommen ist. Die obenerwehnre Arten sind wohl am üblichsten, undtheils Srück-kheils^Gariiirnr-weise zu bekom-men; die Türckische und Persianische aber. alswelche sehr reich von Seide, schwer und dick,auch sonst sehr künstlich, gewirckt, als werinnendieseNanoneii erwa? besonders haben, werdenvor den andern im hohen Werth gehalten. Esdiene» sonst die Tapeten nicht nur zur Zierdeund Reinigkeit, sondern auch zur Wärme derZimmer.
Tarantel, ist die bekannte Italiänisch'Spinne, wovon dasNatnr-^exlcon, it. die indenen Leipziger-Sammlungen xiv Stuck be-findliche Nachricht von der Spinn-Seide nach-zusehen.
Tarlstent/ ist eins Art Nessel-Tuches/ wel-ch« lehrMt, klar/ unö daher auch leichteist.
Tartar/