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Stuten-Meister
Stutürey
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Haber-Mehl oder Schrot ins Sauffen, alS^reinigen, alles Zeug fein sauber halten, undwovon sie mehr und bessere Milch bekommen, nach dem Gebrauch, wieder an die gehörigenMan stallet sie auch geraumer, damit den Fül- Oerter lhun, die Pferde lie.'kosen, und ihnenlen kein Schade wiederfahre. So lange die nichts zrUeide thun, rm Wmter Sorge tragen,
Füllen saugen, müssen die Stuten besser gefut-tert und indessen auch mit schwerer Arbeit ver-schonet werden, als wodurch dergleichen Pfer-de leicht verderbet werden können.
Gturen-Fohlen, siehe Fohlen.
SmreniGäul, suche .Deschchler
Sruren-Meister, VvildeN 'Meister, ist derAufseher und Befehlshaber bey einer oder etli-che!: Stutereyen. Seine Verrichtungen be-stehen kürtzlich in folgenden: Er muß die pround Register über die Pferde fleißigund carr-Ä halten,ohne seiner Herrschafft Vor-bewust und Genehmhaltnn' nichts wichtigesunternehmen, auf den Sturere:? en nach allenund ieöen fleißige Nachfrage halten, in denStallen von dem geringsten bis zum grösten vi-sitiren, und nachsehen,wie das Heu und Stroh,das glatte Futter und der Heckerling beschaf-fen, ob es wohl gesäubert, und nicht faul, stin-kend oder schimmlich sey? Die Stute» aufder Weide und die Fohlen wohl besichtige»;wenn die Beschehl-Zeit vorhanden, dieBele-ge-Register auffegen, die Beschehler und Stu-ten nach deren Farbe, i'i>il!e und kac- ordent-lich zusammen sortiren, und seiner Herrschafftvorzeigen, damit,wenn etwas daran zu andern,solches bey Zeiten geschehen möge; zur Be-schehl-Zeit allemal gegenwartig seyn, und nichtzugeben» daß einige fremde Pferde, ohneVer-
daß das Eis, welches fich um die Brunnen ge-sammlet, des Morgens fleißig ausgehacket undklein zerschlagen werde, die Thuren und Fen-ster -Laden fleißig zuhalten, und den trächtigenSturen und klemesten Fohlen in das Geträn-ke warn: Wasser schütten. Er muß endlichAcht haben,daß die galten Stuten,die bescheh-ler werden sollen, nicht zu feist werden, und,wenn es vvttnötheii, ihnen am gewöhnlichenFutter abbrechen, im Früh-Iahr die Maul-wurfs-Hauffen auf der Weide aushauen, dieWeide ausputzen, und wenn das Gras ein we-nig hervor kommt, die Fohlen hinaus lauffenlassen, und übrigens in allen und jeden Stu-cken den Nutzen seiner Herrschafft befördern,Schadenhinaegen, soviel als möglich, abhel-fen und wehren.
Skuten-Srall, siehe nachfolgenden Arti-kel.
Stuterey/ Heisset ein Ort, wo viele Pferdezur Zucht gehalten werden,und auch die Pferdeselbiien insgesamt, ss an einem solchen Ort»unter vii-sion des Stuten-Meisters und an-derer Stall-Bediente:! stehen» und daselbstihre benothizte Wart-und Verpflegung gemes-sen. Wer eine Stuterei) anlegen will, muH vorallen Dingen überlegen.ob er auch Gelegenheitdarzu habe, ob reine und gesunde Lusst» gutWasser,tüchtige und genügsame Weide»sowohlu nassen als dürren Zeiten, da herum anzu-
günstigung der Herrschafft, iiiHofund aus die! treffen, item ob er so viel Heu aufdringenWeide kommen» vielweniger ^eine eigene Pfer- könne/ daß das Jahr damir aus;
^ , l'vzukommen.und
de oder Fohlen, ohne ausdrücklichen dpeciiü.jxr nicht alles ums baare Geld kauffen müsse;conlenz darinnen halten; das rauhe und glat-job das glatte Futter in der Nahe gebauet wer-te Futter, welches von andern Orten in dieStuterey zu schaffen, von keinem verdächtigenOrte herbey bringen lassen; das Wappen, Zei-
che» und die Zahl den Pferde» selbst anmachen,u»d keinem andern solches zu thun befehlen,auch nicht leiden, daß dieKnechte Gänse, En-ten, Hüner, Schweine, Schaafe, Rind-Viehund dergleichen hallen; einen gutenSchmidin der Stuterey halte», welcher nebst dem Be-schlagen auch die Roß-Artzney wohl verstehe;auf die Fülle» fleißig Achtung geben ; nichtmehr Stall-Knechte oder Junge» annehmen,denn zu Besorgung der Gtulereyen in jedemStalle nöthig sind, auch solche erwehle», vonderen Fleiß» Treue u. Redlichkeit er gewiß ver-sichertist; die Untüchtigen» die ihrer Gebührnicht nachkommen wollen» wieder hinweg schaf-fen» und an deren Stelle geschicktere erwehleri;besorgt seyn» daß dieSrali-KnechteundIumgen die Pferde zu rechter Zeit füttern und tran-keil»d:e Stren aufschütteln, das Futter schwin-gen, den Stall ausräumen, den Mist «n gehö-rige Oetter bringe», u»d nicht lange vor denThüren liegen lassen, den Pferde» die Auge»und Ohren fleißig auspuyen^die Mähne und
den könne, oder von weiten Orten mit grossenUnkosten zuzuführen sen. Sind alle diesige-quil!ra vorhanden, soll man erstlich einen emaSbergigtenOrt zum Via», wo ms» die Stute-rey aiilegen will, aussetzen, denn es ist viel rei-ner und gesünder/als auf der Ebene; es wach-sen auch bessere und gesündere Krauter da. Diean solchen Orten befiiidlichen Wasser sind vielharter, frischer und gesünder; unddiePferde,die an bergigten Orte» und auf festen Botenerzogen werden, sind viel dauerhaffter, starckerund arbeitsamer. Nichts desto weniger musman nicht durchaus schliessen» als wenn dleebene» Stucereye» gar zu verwerffen waren:Denn es sind beyde, die bergigten und dieMl-tengut. Jene» die bergigten, sind ant für meFüllen, weil sie durch das Hin- und WietNsre:-gen und Lausten nicht nur auf denen Fusse» wgefäkrlichen Wegen gewisser, sondern aucy aufdenen Schenckeln stärcker; die ebenen aber ste-hen denen trächtigen Stuten wohlan» weil all-da weniaer Gefahr ist, daß sie etwas zerreißen»sie verwerfen nicht so leichtlich, und find sonstenfür viele» ander» Beschwerlichkeiten sicher.ist dahero gut, wen» der Plak dergestalt ve-
Schweiffe-iuswajchen und kämen, sie/so oft sie schaffen, daß man beyderley bensamnietthabe»»ihnen Dttter geben, allemal mit einen, Strsh-iund Absonderung auf solche Weise furuehmenWisch überfahren, abwischen, und die Stände kau. Die Grösse oder Weite des Stuten-
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