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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2841-2842
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Stricker Stroh

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,r?>ci, können, davon "eb-Muste^-DuchSieses eine <'an,;reinlie,)-Arbeit, und^"säbm,q überall mit «ich genommenkan- w.e denn zu diefem Ende das,.in?, keinen von Seideeiner

?m>cii!iu!mer in einem kle-nui vonick en Beutlein, ,o ,ich oben mitK u> '<sa>'',!.cn ziehen lasset, d,e ga.we^5 denothiate Gerathschafft gantz begvem? t ich führen kan; also bedienene »chdar-w eines kleinen entweder viereckigt langli-Rubeln Kastleins mit einem Auszug,oder^ i. 5orm eines Reise-CvsterS verfertiget,^i»ncn sie gedachtes Strickwerck am fugl.ch-ßci, verwahret zu sich stecken können; ein sol-che' Bchalrniß heiet ein Snick Aasilein.Man hat aber auch im Stricken ^veriwiedeneHandwercker, sonderlich in ^trumpffeii, da-

^«Ztricker oder Strumpf-Stricker, an eini-ge» Orten zwar, soncerlich aus dem Lande

ir. gemahlter Stroh-Arbeit, ja zu vielen andernNutzen in der Wirtschaft, z. E. zum Einpa-cken und dergleichen gebrauchet. Das krummeStroh begreifst alle die übrigen Gattungen,und dienet dem Rind-und Schaaf-Vieh zum.sulter, den andern zum Unterstreuen, unddahero kommt der Unterscheid des Futter-undSn-cu-Strohes. An Orten, wo wenigBrenn-Hvlk vorhanden, wird das Stroh zurFeuerung,. Einheiyen der Ofen, Backen «ndKoci)en auf dem Herd gebrauchet, wobey dochsonderbare Behutsamkeit nöthig ist, damit die

uberbliebene Asche nicht auf den Hof geschüt-tet werde, ehe und bevor die Glut vollkom-men erloschen. Der Haupt-Nutzen aber desStrohes ist der daraus gemachte vegetabilischeund also denen Wantzen cvnvenabelste Mistzm Düngung. Wenn das Getraide ausgedro-schen, soll man das ledige Stroh fein in einePause oder sonst aii einen trockenen Ort, einejede Art besonders zusammenlegen, und wohlAchtung gebeid, daß es von dem Gesinde nichtmuthwilligcr Weise verthan oder vertragen,sondern rathsam damit umgegangen, oder auchsonst nicht zu dem Nimm, dazu ers gebrauchenwill, verderbe, z. E. müchend, stinckend, faul,zerknicket werde. Wo man zmn Stroh, abson-derlich aber zum Futter-Stroh, keinen Raumin Gebäuden Hit, wird es, wie man sonsten mitdem Getraide und Heu zu thunpsteaet, unterfreyem Himmel in grossen Tristen oder Feunengefeitt, und fvlche mit einem guten Schobdachversehin,daß ihnen durch den Regen keinScha-den geschehe: viele sind der Meynung,daß dasalso in Feimen gesellte oder aufgeschoberte, undunter freyem Himmel erhaltene Stroh milder,Und dem Vieh zur Fütterung nüülicher und an-nehmlicher sey, als dasjenige, so in Scheunenund auf Böden erhalten wird» indem es dieLufft murbek üitd schmackhaffte? mache, auchnicht so dumpfig, noch von den Mäusen so leichtangegriffen werde, vielweniger einen bösen Ge-

st»», die ohne Ordnung und Erlernung desVandmrcks sich vom Slrnmpf-Stricken näh-ren, wie viele Bauer -Weiber, oder aber Ne-tt sirickc», zum Fisch- und Vogel-Fang. Al-lem eiMlich ist es ein ordentliches InuungS-nMg z« erlernen und zu treiben geschencktesHandnmck, sonderlich in Böhmen, Oester-reich, Schlesien, der Lausitz und an vielen Or-te» auch in Sachsen, so eigentlich in Stad-ien getrieben wird, und viel älter inDeutfch-la »d, als das Strumxfwircker - Handwerck.

Dminstalso eigentlich in, Manufaetur-undH«mdn>ercks -^-xico nachzusehen.

Striegel, ist eine Art eines eisernen Kam-ms mit etlichen Reihen Zähnen, wie Sägen,md einem höltzernen Stiel oder Griff, womitman die Pferde in den Ställen überfähteh undden Staub aus den Haaren kratzet und herausdringet; und diefeS heisset Striegeln. .DerCniegel soll man in einen, Stall,wo vieWser-de gehalten werden, verschiedene Gattungenhabe»: Denn zarte und kurtze Haare erfordernwen Striegel mit kurtzen und stumpfen; grobe schmäck bekomme, als dasjenige, soin'Scheu-«»d lange Haare aber eine,! Striegel mit län- neu und aufBoden lieget, und dazu keine LufftM und sHärffern Zähnen. DieTürckischen kommen kan. Vdn aussenher werden die Stop-«megel ,u,d aus Bimsen gemacht, wie einzeln zwar vom Reqei!,Wind und Wetter etwas«Her, oben und in der Mitte mit einem hol-! schiSärklicht, inwendig aber ist das Stroh soimien Knebel versehe», bey welchem man sie! schön und geschlacht, als ob es in bestens dazulochen den Fingern halt. aptrrten Gebäuden gelegen. Dahero soll ein

Stroh, find die Stengel und Halmen st von guter Haushalterkein Stroh aus seiner Haus-«asge^rvfchencn Feld-Fruchten überbleiben, wirtschafft verkauffcn, angesehen er es auf

Art auch ausset der Scheuneaufbehalten kan; weil das Stroh sowohlals das getraide nicht alle Jahr geräth, undderselbe übel daran ist, wenn er bey einfalle«/der Stroh-TheurungMangel daranhat, undes erst von ander» im theuersten Preis erkauf,ftn soll.

Ein Stroh nennet man auch eine gewisse An-zahl gevorschlagter Garben, deren gemeiniglichfünfoder sechs genommen,und ausoie ScheunTenne zum völligen Ausdrusch angeleget wer-den. Man siehet also auch aus diesen, allen, wieaus dem Strohmächst dem Gebtauch theils zurFütterung, theils zur Stteu, theils zur Heuzung. theils zurDcckung der Dächer in einet

Haus«

^«SSttoh wird »urerschiedeu in langes odervchutten - Strsh, und in krummes oderwirr-Strol), welches man an etlichen OrtenM. Ritt-Stroh nennet. Das lange oderKutten-Stroh kommt vom Weißen undzUZgen, und wird Häckerling daraus aeschnit"n, mionderheit aber das Roggcn-<stroh zuD cknng der Land-Gebäude, Häuser, Ställe" Scheunen; zu Unterlagen in die Betten;

^ Baiid-rn, das abgebrachte Ge-ckm b"wc-> - u De

d Garten a»if die Mist-Beete, und«»>-«'»«,.ere, zu Stroh-Körben, j. E. derFlecht-Wercken aus), xiv Strvy-Huten, und zu ausKeleZt^r

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